Ab welchem Alter sollten Kinder aufgeklärt werden und wie?

Benutzer155707 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo zusammen,

ich muss immer öfter auf diversen Foren miterleben wie hilflos und ohne jeglichen Plan viele Kinder in unserer Gesellschaft verkehren.

Keiner weiß was eine Abbruchblutung ist, was dieser "Knubbel" ist den man in der Vagina spürt, wann man mit der Pille geschützt ist und wann nicht, uvm.... (alles - und vieles mehr - schon gelesen)

Da frag ich mich ob diese Kinder denn überhaupt aufgeklärt wurden.

Nun zu den eigentlichen Fragen um dieser Problematik vorzubeugen:

Wann findet ihr sollten Kinder aufgeklärt werden und wie?

Wie handhabt ihr das bei der Erziehung eurer Kinder (falls vorhanden) oder wie wurdet ihr aufgeklärt? (Und von wem? Von Eltern, Lehrern, Büchern,...)
 

Benutzer140528  (50)

Meistens hier zu finden
Wir haben unsere Töchter sehr früh aufgeklärt.
Ich glaub, das ging so los als sie zu sprechen begonnen haben. So mit 2-3 Jahren.
Also nie was mit Storch oder im Wald gefunden. :smile:
Nur mal so zum Spaß.
Etwas später dann auch gerne mit dem Buch : Peter, Ida und Minimum.
Das ist super dafür.
Desweiteren haben wir unseren Kids gesagt, das sie immer zu uns kommen dürfen und sollen, wenn sie Fragen haben.
Das haben sie auch getan. Sie waren auch immer sehr neugierig und es war nie irgendwie peinlich für sie oder uns. Gezwungen haben wir sie nicht. Da war viel Eigeninteresse vorhanden.
Heute ist die Aufklärung nahezu komplett mit 13-14.
Die Schule und die Freundinnen haben ebenfalls ihren Beitrag geleistet.
Und eine 24 jährige Cousine. Da fühlen sich die Mädels etwas besser bei. Verständlich.
Die weiblichen "Dinge" übernimmt dann mehr meine Frau.
Ich stehe aber, bei Bedarf oder Wunsch zur Verfügung bzgl. Jungs.
Heute kommen eher Fragen über Drogen und Alkohol.

Ich bin teilweise positiv erschrocken wie offen und gut aufgeklärt die Mädels sind.
Das war ich in dem Alter nicht.
 
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Benutzer155728 

Sehr bekannt hier
Meine Aufklärung habe ich meines Wissen größtenteils selber eredigt. Damals (auwei ich bin alt:eek:) hat die "Bravo" schon gute Dienste geleistet.
Irgendwann hab ich mal hinten im Bücherregal meiner Eltern einen Ratgeber für Erwachsene gefunden. So wusste ich dann auch mit 13 oder so schon gut über Oral- bis Analverkehr Bescheid.

Meine beiden Kinder sind jetzt 7 und 9 da kommen schon immer mal wieder Fragen, die ich dann versuche, kindgerecht aber nicht ausweichend zu beantworten.
Sie selber vorauseilend mit irgendwelchen Themen zu bombardieren halte ich nicht für sinnvoll. Wenn ich aber im Kontext etwa ihres Spielens Äußerungen bemerke, frage ich auch schonmal nach, ob sie wüssten, was das genau bedeuten würde.

Demletzt wollten sie wissen, wie Sex geht. Als ich es dann erklärt hatte meinten beide unison: "Bäh, das wollen wir nicht. Und das macht euch Erwachsenen Spass?"

Möglicherweise kommt es in diesem Punkt irgendwann noch zu einer Meinungsänderung...:grin:
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Für mich macht es keinen Sinn, dass an ein bestimmtes Alter zu koppeln. Das ist ein kontinuierlicher Prozess und dementsprechend handhabe ich das.

Mein Kind ist jetzt 6 Jahre alt, wir haben ihn seit er viereinhalb ist. Und es gab in der Zeit schon einige, aus Sicht des Kindes erklärungsbedürftige Situationen. Die greifen wir dann direkt auf und erklären den Sachverhalt. Wenn die Papas miteinander Zärtlichkeiten austauschen, wenn das Kind was Sexuelles im Fernsehen sieht, wenn er seinen eigenen Körper mit anderen vergleicht - man merkt eigentlich anhand von Mimik und Gestik, wenn sich da Fragen stellen.

Dieses obligatorische "Jetzt-klären-wir-Dich-mal-auf-Gespräch" habe ich selbst als lächerlich empfunden, zumal meine Eltern da wohl was verpasst haben. Ich habe sechs ältere Geschwister - die haben mich auf ihre Art aufgeklärt, da wirkten die Versuche meiner Eltern nicht nur etwas hilflos, sondern auch sehr amüsant.
 

Benutzer4030 

Meistens hier zu finden
Die Frage hat sich mir letztens auch gestellt. Da kam schon mal ein recht guter Austausch über dieses Theme zustande.

Aufklärung Kinder

Aufklärung in dem Sinne sollte frühzeitig "angeboten" werden. Egal ob zu Hause, Kita oder Schule. Dabei sollte es immer altersgerecht und kindgerecht erklärt werden.

Wann das ist, ist sicher bei jeden Kind unterschiedlich. Aber auch ich bin teilweise erschrocken, wie "unaufgeklärt" Kinder heutzutage sind, obwohl sie teilweise schon weiter sind, wie noch zu meiner Zeit.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, wann, wie und von wem ich aufgeklärt wurde. Irgendwie wusste ich eben einfach im Laufe der Zeit immer mehr über dieses Thema...

Ansonsten bin ich auf jeden Fal überzeugt davon, dass man immer versuchen sollte, die Fragen von Kindern ernst zu nehmen und sich immer anstrengen sollte, sie möglichst gut und trotzdem kindgerecht zu beantworten - egal, ob es jetzt um irgendwelche Aufklärungs-Themen oder völlig andere Dinge geht.
Von irgendwelchen Ammenmärche mit Störchen, Biene, Blümchen, usw. halte ich jedenfalls überhaupt nichts.

Den Ansatz von Firebird Firebird (Fragen ordentlich beantworten, auf Interesse und Wissenslücken achten und dann gezielt darauf eingehen) finde ich jedenfalls deutlich besser als ein gezieltes, oftmals für alle Beteiligten eher unangenehmes Aufklärungsgespräch.
 

Benutzer155418 

Klickt sich gerne rein
Bei mir war es so, in der Schule lernte ich nur die Verhütung, die Geschlechtsteile, die Geschlechtskrankheiten und den Zyklus. Bei den Geschlechtsteilen aber nur die Teile und nicht welche Funktion sie beim Akt haben ebenso sind einige Dinge komplett ausgelassen worden. (z.B die Prostatadrüse der Frau)
Das es Sex gibt und das die Kinder aus der Scheide der Frau kommen habe ich an Tieren gesehen.
Durch das, dass wir am Land gewohnt haben und uns keiner sehen konnte sind wir als Kinder wenn es heiß war nackt herum gerannt, spätendens da habe ich den Unterschied zwischen Mann und Frau gesehen.
(In beiden Fällen war ich ca. 4-5)
Dann später habe ich mit meiner Mutter viel über Verhütung gesprochen.(nach der Aufklärung in der Schule)

Nach dem Erstenmal dann kam für mich dann erst wirklich die Frage auf wie man richrig Sex hat - das wird in den Schulen oder Eltern ja meistens nicht weiter gegeben, also suchte ich ab diesem Zeitpunkt im Internet nach Antworten. Nur so kam ich darauf das es z.B einen GPunkt, APunkt gibt oder das es Sexspielzeug gibt, also 3/4 von dem ganzen Thema Sex und was Sex ausmacht wusste ich vorher garnicht. Jetzt bin ich eine der wenigen in meinem Umfeld die wirklich viel darüber weiß.
Wenn du deine Kinder aufklären möchtest solltest du und dein Partner das unbeding behandeln, weil diese Dinge immer öfter in den Alltäglich sprach gebrauch der Kinder verwendet wird aber Keines weiß was das ist, bzw. nicht mehr unter "normal" oder "extrem" unterscheiden kann wodurch die "exotischen Sachen" immer häufiger gemacht werden ohne es je hinterfragt zu haben.
Aus diesem Grund glaube ich auch das es heute nicht mehr nur nötig ist zu sagen das der Penis in die Scheide muss, sondern auch was z.B Oralverkehr oder Analverkehr ist, ob es normal ist was man beachten muss....
Das kommt zur Zeit leider wirklich zu Kurz.
 

Benutzer71015 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich denke, es ist immer sinnvoll, hier für Fragen der Kinder offen zu sein und das auch zu zeigen. Nicht: "Ich klär dich jetzt mal auf," sondern: "Du kannst jederzeit und alles fragen."
Aus Fragen und Antworten ergeben sich oft neue Fragen und so kann man allein dadurch mehr abdecken, als durch alles, was einem selbst einfallen würde.
Sicherlich ist es wichtig, vor der körperlichen Geschlechtsreife (je nach Kind zwischen 9 und 16!) auf das Thema Schwangerschaft und Verhütung zu sprechen zu kommen, damit die Mädels eben nicht glauben, sie könnten beim ersten Mal oder vor der ersten Periode nicht schwanger werden.
 

Benutzer157094  (27)

Sorgt für Gesprächsstoff
Wenn ich mich recht erinnere dann haben meine Eltern mich mit 12 oder 13 aufgeklärt ich wusste es schon vorher aber es war ein relativ offenes Gespräch aber es wurde mir schon schonend begebracht

Aber ich denke die momentane Zeit spielt sich eine Rolle wenn ich manchmal lese das 14 oder 15 jährige schon einiges mehr machen als ich in dem Alter
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Ich bin auch so eine, die per Bravo aufgeklärt wurde und das möchte ich unserem Junior dann doch ersparen :zwinker:

Junior bekommt alle Fragen beantwortet, wie sie sich gerade ergeben (er wird bald 6), aber er fragt da gar nicht wirklich viel. Auch wenn mittlerweile mehrere Freundinnen in die zweite bis vierte Babyrunde gegangen sind - er wollte bisher nie wissen, wie die Babys in den Bauch reinkommen *schulterzuck*
 

Benutzer6874  (35)

Benutzer gesperrt
Schon das Wort "Aufklärung"......
Wann soll man Jungs aufgeklärt werden, wie ein Hydraulikbagger funktioniert?
Wann sollte man Oldies über die Bedienung von Billettautomaten aufklären? :grin:

Wir wurden von unseren Eltern laufend über alles informiert, was uns interessierte. Immer dann, wenn wir entsprechende Fragen stellten. Oder wenn sich grad ein Anlass dazu bot.
Also nicht in einem bestimmbaren Alter. Schon weil wir Kinder ungleich alt waren.

Es konnte dann halt schon vorkommen, dass während dem Essen über solche Dinge geredet wurde. Nur wenn Gäsda waren, wurde das Thema "vertagt".
Als wir Kinder waren funktionierte das bestens.
Dann kommt aber bei den meisten die Zeit, in der sie nicht mehr mit den Eltern darüber reden möchten. Das ist dann die Zeit für den Bio-Unterricht. Der sollte nicht mehr genau vor den Dingen Halt machen die einen besonders interessieren....

Off-Topic:
Für die welche Ch Mundart verstehen:
 
B

Benutzer

Gast
Das ist individuell und kommt ganz aufs Kind drauf an. Man sollte es nie zu entwas drängen, wenn sie Fragen haben, kommen sie von alleine
 

Benutzer152937  (29)

Meistens hier zu finden
Muss es dafür ein bestimmtes Alter geben? Ich denke, man kann dieses Thema immer für jedes Alter kindergerecht aufbereiten. Meines Erachtens kann mit der Aufklärung bereits im Kindergarten begonnen werden, das ist allemal besser als das Märchen vom Klapperstorch zu verbreiten. Man muss ja nicht bis ins Detail gehen.

Ansonsten werden die Kinder schon recht deutlich zeigen, ob sie das Thema überhaupt schon interessiert oder eben nicht. Ich halte es auch für das Beste, dass Kinder so erzogen werden, dass sie von sich aus kommen und Fragen stellen. Es bringt doch viel mehr, wenn ein Bub oder Mädel von sich aus kommt und aus Neugierde Fragen stellt als wenn man ihm/ihr ein Aufklärungsgespräch aufdrängt.
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Es bringt doch viel mehr, wenn ein Bub oder Mädel von sich aus kommt und aus Neugierde Fragen stellt als wenn man ihm/ihr ein Aufklärungsgespräch aufdrängt.
Allerdings! Wie sacht der Kölner? Jeder Jeck is anders!

Jedes Kind auch - 'n Kumpel von mir hat sich bis 14 oder 15 überhaupt nicht für den ganzen Schweinkram interessiert, hat lieber gebastelt und so... Andere hatten in dem Alter schon ihre ersten Erfahrungen und wußten schon lange vorher (theoretisch), wie's geht.

Wenn die Blagen fragen, gibt man 'ne Antwort - aufdrängen fände ich als Kind furchtbar peinlich und nervig.
 
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