Ab/dl & DD/LG erfahrungen

Benutzer176301 

Ist noch neu hier
Auch, wenn das Thema jetzt schon längere Zeit nicht mehr beantwortet worden ist, möchte ich es trotzdem einmal versuchen.

Wie bereits erwähnt worden ist, sollte man zwischen all diesen Begriffen sauber trennen und nichts verallgemeinern - die Unterschiede sind da schon recht groß.

Ich kann eher nur aus dem „Diaper Lover“-Teil berichten; falls das noch von Interesse ist...

Wenn man die Berichte verschiedener „Windelliebhaber“ hört/liest, dann wird schnell klar, dass man diese Leidenschaft sehr sehr früh in der Kindheit entwickelt und sich keiner diese „ausgesucht“ oder einfach nur mal ausprobiert hat. Woher diese Leidenschaft kommt, ist bisher noch nicht abschließend geklärt. Es scheint aber nichts mit einer schlechten Kindheit, zu schnell Abgestillt worden oder ähnlichen vorschnellen Einschätzungen zu tun zu haben. DL stehen halt einfach auf das Gefühl, gewindelt zu sein oder auf das Rascheln der Windel, den Geruch (unbenutzt!!) oder eben alles, was mit Windeln zu tun hat. Dabei zeigt sich sehr häufig die Prägung auf ein bestimmtes Material. Die meisten DL stehen auf die klassischen PVC-Windeln und weniger auf „Cotton Feel“ oder Stoffwindeln. Das gilt aber auch bei weitem nicht für jeden.
Und auch, wenn es sich dabei um eine Form der sexuellen Erregung handelt, so kommt es gar nicht bei allen oder in jedem Fall auf sexuelle Handlungen an. Manche wollen einfach nur das Gefühl möglichst lange Zeit genießen, welches die Windel bei ihnen auslöst. Das lässt sich am ehesten damit vergleichen, wenn man sich alleine im flauschigen Pyjama an einem trüben Sonntag ins Bett kuschelt, nur eben viel intensiver und erregender. Einfach rundum zufrieden sein und relaxen. Klar führt das manchmal auch zu autoerotischen Handlungen, das muss aber nicht sein. Ob und wie häufig das passiert, ist wohl bei jedem DL anders. Genauso wie das Benutzen der Windel (für ihren eigentlichen Zweck). Manche stehen darauf, in die Windel zu pullern, manche eben nicht und wieder anderen ist es egal, die lassen vielleicht nur aus Bequemlichkeit laufen. Ich habe bisher noch von keinem gehört/gelesen, der auch das große Geschäft darein verrichtet. Vielleicht scheint da eine Grenze für viele zu sein, habe ich ehrlich gesagt keine Daten zu.

Beim AB-Teil scheint es geschlechterspezifische Unterschiede zu geben: weibliche AB wollen meistens eher umsorgt werden und sich wieder so sicher und so geborgen wie als Kleinkind fühlen. Keine Ängste, Sorgen oder Verpflichtungen und jemand Großes, starkes kümmert sich um alles. Den allermeisten Frauen geht es dabei nicht um sexuelle Dinge. Nur, weil sie ihren „Pfleger“ Daddy nennen, ist das definitiv kein Inzest. Zugegeben, die Bezeichnung ist sehr unglücklich gewählt. Es hat aber nie etwas mit Inzest oder Kindesmissbrauch zu tun. Nichts läge ABs oder DLs ferner - sie wollen wie Kinder sein und nicht Kinder dominieren / quälen. Alte Menschen, kranke Menschen tragen schließlich auch Windeln - die werden dadurch auch nicht erotischer oder anziehender für AB/DLs...
Ich kann nur sagen, nichts ist plüschiger und gewaltfreier als ABs oder DLs!

Bei männlichen AB geht es häufig darum, das sie eine „Mommy“ oder einen „Daddy“ finden und den Fetisch gemeinsam ausleben können. Aber wie gesagt: bei dem Thema bin ich echt kein Experte...

Da sich so gut wie niemand diesen Fetisch ausgesucht oder irgendwie erworben hat, kein AB oder DL jemand anderem etwas antut oder etwas verbotenes tut, sollte man etwas Nachsicht walten lassen. Es ist auch nicht abgefahrener, als auf Luftballons oder Wasserbälle zu stehen.
Die meisten wissen zunächst einmal gar nicht, dass sie mit dieser Vorliebe nicht alleine sind und fragen sich lange Zeit, was mit ihnen nicht stimmt. Scham und Schuldgefühle sind dabei nicht selten. Erst, wenn man im Netz entdeckt, dass man bei weitem nicht allein ist, entspannt sich die Lage etwas. Trotzdem bleibt man häufig allein mit dem Fetisch - einen gleichgesinnten Partner zu finden ist eher sehr selten. Höchstens lässt sich mal ein Partner darauf ein, ohne wirklich „into it“ zu sein. Das ist aber schon eine glückliche Fügung, dass man so jemanden gefunden hat. Viele trauen sich gar nicht erst, das Thema anzusprechen. Sei es aus Scham oder aus Angst heraus, den anderen zu verschrecken oder zu verlieren.

Bei weiteren Fragen stehe ich gerne zur Verfügung! Ansonsten: nur, wer es ausprobiert, weiß, wie es sich anfühlt...

Stay dry
F.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer167118  (27)

Verbringt hier viel Zeit
Die Abkürzungen waren mit völlig fremd und ich finde da überhaupt nichts erotisches dran. Kleinkind/ Baby und Sex? Passt nicht zusammen. Allein Der Gedanke ist abartig. Auch als Spielart geht mir das völlig ab, wie man dabei Lust empfinden kann.
 

Benutzer176301 

Ist noch neu hier
Die Abkürzungen waren mit völlig fremd und ich finde da überhaupt nichts erotisches dran. Kleinkind/ Baby und Sex? Passt nicht zusammen. Allein Der Gedanke ist abartig. Auch als Spielart geht mir das völlig ab, wie man dabei Lust empfinden kann.
Das kann ich gut verstehen, denn das ist die wohl häufigste Reaktion auf das Thema und höchst wahrscheinlich auch vollkommen nachvollziehbar: die ersten Assoziationen, die man hat, wenn man von diesem Fetisch (ich selber würde es eher Leidenschaft nennen, um es von anderen, sexuell orientierten Fetischen abzugrenzen) das erste mal hört oder liest. Und vertrau mir, den meisten "Betroffenen" geht es da nicht anders. Wie erwähnt, ist es ja nichts, was man sich ausgesucht hat oder dachte: "Ey, cool, das will ich auch mal ausprobieren...". In den allermeisten Fällen ist es tatsächlich eine Prägung, die sich sehr sehr früh entwickelt. Die meisten sagen, es wäre irgendwie schon immer da gewesen und nur im Alter von ca.7-12 Jahren selber bemerkt worden. Nicht selten folgen dann viele Jahre des Selbstzweifels und der Scham und vielleicht sogar Abscheu, ebenso, wie du empfunden hast. Man hält sich für den einzigen Menschen auf der Welt, der so abartig ist etc. Heute, im Zeitalter des Internets, kann man da fix Aufklärung, Hilfe und Gleichgesinnte im Netz finden, aber bis vor wenigen Jahren war man erstmal ganz auf sich allein gestellt.
Innerhalb einer Beziehung ist das dann ganz häufig ein Thema, was aus Angst lieber gar nicht angesprochen wird und man versucht, diese Seite vollkommen zu unterdrücken oder nur heimlich auszuleben. Erst, nachdem man einige Beziehungen auf diese Weise an die Wand gefahren hat, sieht man ein, dass man damit offen umgehen muss, oder man entscheidet sich halt für das Single-Dasein.
Ich kann hier unmöglich für alle DLs sprechen oder genaue Statistiken angeben, da es eben etwas ist, worüber man nicht so häufig spricht und somit gibt es recht wenig verlässliche Daten, nur den Erfahrungsaustausch, meist über das Internet. Alle DLs oder ABs hier mögen mich korrigieren, wenn ich etwas verallgemeinert habe. Ich weiß, dass es durchaus viele DLs gibt, die in glücklichen Beziehungen mit sehr toleranten Partnern leben.
Wenn man dann soweit ist, dass man sich selbst und diese zugegeben etwas ungewöhliche Seite an sich zu akzeptieren lernt, dann lässt es sich weitestgehend ohne diese Zweifel, Abscheu oder Scham leben. Aber man hat es sich eben nicht ausgesucht und unterdrücken klappt halt auch meist nur so halbwegs.

Vielleicht kann ich ein paar Vorurteile, die zu dieser Abscheu führen, ausräumen:
Ich kann nur noch einmal betonen, dass es nichts, aber auch rein gar nichts mit Babys oder Kindern zu tun hat. Diese beiden Neigungen stehen sich diametral gegenüber und sind psychologisch betrachtet absolute Gegensätze, so komisch, wie das auf den ersten Eindruck auch klingen mag. Aus der Sicht eines Diaper Lovers: Es geht in allerhöchstem Maße um das Material, wie bei ganz vielen anderen Fetischen auch (Lack, Leder, Nylon, Latex, Wasserbälle, Luftballons etc.). Das kann man eben daran merken, dass es um die Windel aus PVC mit Zellstofffüllung geht und eben nicht um das Material, aus dem seit vielen Jahren schon Babywindeln gefertigt werden (Cotton Feel, Air Activ und weiß der Henker noch...). Die sind zwar immer noch aus Kunststoff, fühlen sich aber eben nicht mehr wie Kunststoff an. Außerdem ist das Innenleben mit sehr viel weniger Zellstoff und mehr Superabsorber gefüllt, damit wird die Windel sehr dünn und ist für die meisten DL aus dem Rennen. Das ist eben nicht das, worauf sie geprägt worden sind. Damit sind auf jeden Fall schon mal die Babywindel raus. Andere Produkte aus Zellstoff dafür hingegen oftmals mit dabei: Binden, Tampons etc. Wohlgemerkt das Produkt, nicht notwendiger Weise die Periode an sich. Kann sein, muss aber nicht.
Ebenso wird jemand nicht automatisch attraktiv, nur, weil er Kleidung aus dem geliebten Material anhat. Dann müssten alle DLs ja auch auf viele Kranke oder alte Meschen abfahren, die tragen schließlich auch Windeln. Dem ist aber absolut nicht so. Eine Frau (ein Mann), die (der) für den DL nicht attraktiv ist, wird es auch nicht in Windeln sein. Das wird für alle anderen Fetische genau so gelten. Kinder spielen auch mit Wasserbällen, tragen Strumpfhosen oder haben Luftballons oder tragen Schuhe. Bei all diesen Fetischen würde keiner auf die Idee kommen zu sagen, das derjenige / diejenige dann automatisch auch auf Kinder steht. Da gibt es keinen Zusammenhang.
Noch ein Punkt: es handelt sich eben nicht um Sex oder sexuelle Handlungen an anderen, sonder ist in ganz ganz vielen Fällen eine autoerotische Erfahrung. Viele wollen gar keine direkten sexuellen Handlungen ausführen, sondern mehr das Tragen an sich genießen. Das mag Erotik sein, ja, aber es geht bei weitem nicht immer um Sex. Und wenn überhaupt, dann fast immer um Solosex und nicht Sex mit einem Partner / Partnerin. Sollten sich vielleicht wirklich mal zwei Diaperlover gefunden haben mag das etwas anderes sein, muss es aber nicht. Beide könnten sich in Windeln pudelwohl fühlen aber "ganz normalen" Sex ganz ohne Windeln haben, weil die für sie nicht zum Sex dazu gehören, sondern nur eine Art "wohlfühl Kleindungsstück" sind. Für mich sind Sex und das ausleben der Windel-Leidenschaft zwei vollkommen verschiedene Dinge, die nichts miteinander zu tun haben.

Ich kann wirklich nicht für die ABs sprechen, aber so weit ich das beurteilen kann, ist das auch ganz häufig eine Leidenschaft, die sie alleine ausüben. Sollte der Partner / die Partnerin die Rolle des "care givers" einnehmen, dann ist es ja nicht der Partner, der den Fetisch hat, sonder das Adult Baby. Die care giver machen das wohl häufig nur für ihre Partnerin / ihren Partner, aber nicht, um selber dabei sexuell erregt zu werden. Es gibt auch professionelle Mommys und Daddys, die sich das zum Beruf gemacht haben, ähnlich den Dominas etc. Die empfinden dabei wohl auch keine Erregung, keine Ahnung, kann man schlecht von außen beurteilen. Für die ABs selber geht es eigentlich nur um die Geborgenheit, Leichtigkeit oder Beschütztheit eines Kindes. Ich bin mir relativ sicher, dass es dabei so gut wie nie zu sexuellen Handlungen kommt, auch nicht innerhalb einer Beziehung. Aber da bin ich überfragt und kann nur spekulieren.

Ich hoffe, ich konnte dir wenigsten das Gefühl nehmen, dass es dabei um Kinder geht, das ist wirklich nicht der Fall. Sagen auch die Psychologen, die sich damit beschäftigt haben... Das man als Außenstehender nichts damit anfangen kann, gilt wohl für die allermeisten Fetische :grin: Ich zumindest frage mich jedes Jahr erneut auf der Venus, wie man in der Kinky-Halle etwas erotisches finden kann. Aber bitte, solange alle Beteiligten volljährig und einverstanden sind - bitte. Ich werde in diesem Leben an Unterwerfung, Schmerzen und Erniedrigung nichts finden. Wer's mag...

Hier vielleicht noch zwei Fundstücke, die vielleicht etwas Aufschluss geben:


(Englisch, doch leicht verständlich).

Viele Grüße
F.
 

Benutzer167118  (27)

Verbringt hier viel Zeit
Das kann ich gut verstehen, denn das ist die wohl häufigste Reaktion auf das Thema und höchst wahrscheinlich auch vollkommen nachvollziehbar: die ersten Assoziationen, die man hat, wenn man von diesem Fetisch (ich selber würde es eher Leidenschaft nennen, um es von anderen, sexuell orientierten Fetischen abzugrenzen) das erste mal hört oder liest. Und vertrau mir, den meisten "Betroffenen" geht es da nicht anders. Wie erwähnt, ist es ja nichts, was man sich ausgesucht hat oder dachte: "Ey, cool, das will ich auch mal ausprobieren...". In den allermeisten Fällen ist es tatsächlich eine Prägung, die sich sehr sehr früh entwickelt. Die meisten sagen, es wäre irgendwie schon immer da gewesen und nur im Alter von ca.7-12 Jahren selber bemerkt worden. Nicht selten folgen dann viele Jahre des Selbstzweifels und der Scham und vielleicht sogar Abscheu, ebenso, wie du empfunden hast. Man hält sich für den einzigen Menschen auf der Welt, der so abartig ist etc. Heute, im Zeitalter des Internets, kann man da fix Aufklärung, Hilfe und Gleichgesinnte im Netz finden, aber bis vor wenigen Jahren war man erstmal ganz auf sich allein gestellt.
Innerhalb einer Beziehung ist das dann ganz häufig ein Thema, was aus Angst lieber gar nicht angesprochen wird und man versucht, diese Seite vollkommen zu unterdrücken oder nur heimlich auszuleben. Erst, nachdem man einige Beziehungen auf diese Weise an die Wand gefahren hat, sieht man ein, dass man damit offen umgehen muss, oder man entscheidet sich halt für das Single-Dasein.
Ich kann hier unmöglich für alle DLs sprechen oder genaue Statistiken angeben, da es eben etwas ist, worüber man nicht so häufig spricht und somit gibt es recht wenig verlässliche Daten, nur den Erfahrungsaustausch, meist über das Internet. Alle DLs oder ABs hier mögen mich korrigieren, wenn ich etwas verallgemeinert habe. Ich weiß, dass es durchaus viele DLs gibt, die in glücklichen Beziehungen mit sehr toleranten Partnern leben.
Wenn man dann soweit ist, dass man sich selbst und diese zugegeben etwas ungewöhliche Seite an sich zu akzeptieren lernt, dann lässt es sich weitestgehend ohne diese Zweifel, Abscheu oder Scham leben. Aber man hat es sich eben nicht ausgesucht und unterdrücken klappt halt auch meist nur so halbwegs.

Vielleicht kann ich ein paar Vorurteile, die zu dieser Abscheu führen, ausräumen:
Ich kann nur noch einmal betonen, dass es nichts, aber auch rein gar nichts mit Babys oder Kindern zu tun hat. Diese beiden Neigungen stehen sich diametral gegenüber und sind psychologisch betrachtet absolute Gegensätze, so komisch, wie das auf den ersten Eindruck auch klingen mag. Aus der Sicht eines Diaper Lovers: Es geht in allerhöchstem Maße um das Material, wie bei ganz vielen anderen Fetischen auch (Lack, Leder, Nylon, Latex, Wasserbälle, Luftballons etc.). Das kann man eben daran merken, dass es um die Windel aus PVC mit Zellstofffüllung geht und eben nicht um das Material, aus dem seit vielen Jahren schon Babywindeln gefertigt werden (Cotton Feel, Air Activ und weiß der Henker noch...). Die sind zwar immer noch aus Kunststoff, fühlen sich aber eben nicht mehr wie Kunststoff an. Außerdem ist das Innenleben mit sehr viel weniger Zellstoff und mehr Superabsorber gefüllt, damit wird die Windel sehr dünn und ist für die meisten DL aus dem Rennen. Das ist eben nicht das, worauf sie geprägt worden sind. Damit sind auf jeden Fall schon mal die Babywindel raus. Andere Produkte aus Zellstoff dafür hingegen oftmals mit dabei: Binden, Tampons etc. Wohlgemerkt das Produkt, nicht notwendiger Weise die Periode an sich. Kann sein, muss aber nicht.
Ebenso wird jemand nicht automatisch attraktiv, nur, weil er Kleidung aus dem geliebten Material anhat. Dann müssten alle DLs ja auch auf viele Kranke oder alte Meschen abfahren, die tragen schließlich auch Windeln. Dem ist aber absolut nicht so. Eine Frau (ein Mann), die (der) für den DL nicht attraktiv ist, wird es auch nicht in Windeln sein. Das wird für alle anderen Fetische genau so gelten. Kinder spielen auch mit Wasserbällen, tragen Strumpfhosen oder haben Luftballons oder tragen Schuhe. Bei all diesen Fetischen würde keiner auf die Idee kommen zu sagen, das derjenige / diejenige dann automatisch auch auf Kinder steht. Da gibt es keinen Zusammenhang.
Noch ein Punkt: es handelt sich eben nicht um Sex oder sexuelle Handlungen an anderen, sonder ist in ganz ganz vielen Fällen eine autoerotische Erfahrung. Viele wollen gar keine direkten sexuellen Handlungen ausführen, sondern mehr das Tragen an sich genießen. Das mag Erotik sein, ja, aber es geht bei weitem nicht immer um Sex. Und wenn überhaupt, dann fast immer um Solosex und nicht Sex mit einem Partner / Partnerin. Sollten sich vielleicht wirklich mal zwei Diaperlover gefunden haben mag das etwas anderes sein, muss es aber nicht. Beide könnten sich in Windeln pudelwohl fühlen aber "ganz normalen" Sex ganz ohne Windeln haben, weil die für sie nicht zum Sex dazu gehören, sondern nur eine Art "wohlfühl Kleindungsstück" sind. Für mich sind Sex und das ausleben der Windel-Leidenschaft zwei vollkommen verschiedene Dinge, die nichts miteinander zu tun haben.

Ich kann wirklich nicht für die ABs sprechen, aber so weit ich das beurteilen kann, ist das auch ganz häufig eine Leidenschaft, die sie alleine ausüben. Sollte der Partner / die Partnerin die Rolle des "care givers" einnehmen, dann ist es ja nicht der Partner, der den Fetisch hat, sonder das Adult Baby. Die care giver machen das wohl häufig nur für ihre Partnerin / ihren Partner, aber nicht, um selber dabei sexuell erregt zu werden. Es gibt auch professionelle Mommys und Daddys, die sich das zum Beruf gemacht haben, ähnlich den Dominas etc. Die empfinden dabei wohl auch keine Erregung, keine Ahnung, kann man schlecht von außen beurteilen. Für die ABs selber geht es eigentlich nur um die Geborgenheit, Leichtigkeit oder Beschütztheit eines Kindes. Ich bin mir relativ sicher, dass es dabei so gut wie nie zu sexuellen Handlungen kommt, auch nicht innerhalb einer Beziehung. Aber da bin ich überfragt und kann nur spekulieren.

Ich hoffe, ich konnte dir wenigsten das Gefühl nehmen, dass es dabei um Kinder geht, das ist wirklich nicht der Fall. Sagen auch die Psychologen, die sich damit beschäftigt haben... Das man als Außenstehender nichts damit anfangen kann, gilt wohl für die allermeisten Fetische :grin: Ich zumindest frage mich jedes Jahr erneut auf der Venus, wie man in der Kinky-Halle etwas erotisches finden kann. Aber bitte, solange alle Beteiligten volljährig und einverstanden sind - bitte. Ich werde in diesem Leben an Unterwerfung, Schmerzen und Erniedrigung nichts finden. Wer's mag...

Hier vielleicht noch zwei Fundstücke, die vielleicht etwas Aufschluss geben:


(Englisch, doch leicht verständlich).

Viele Grüße
F.

Ich wollte niemanden kritisieren. Es war lediglich meine persönliche Meinung zu dem Thema. War vielleicht missverständlich.
 

Benutzer167118  (27)

Verbringt hier viel Zeit
Ja Danke für für die Erklärung. Ändert nur meine persönliche Meinung nicht.
 

Benutzer151496 

Meistens hier zu finden
Vielen Dank für das Verlinken der Interviews. Ich fand sie sehr interessant, ist eine komplett andere Welt.

Off-Topic:
Nervig, daß Domian ihr ständig ins Wort gefallen ist, ist das sein Interview-Stil? Hat mich beim Zuhören total fuchtig gemacht.
 

Benutzer176301 

Ist noch neu hier
Ja Danke für für die Erklärung. Ändert nur meine persönliche Meinung nicht.
Sehr gerne!
[doublepost=1574314295,1574314034][/doublepost]
Vielen Dank für das Verlinken der Interviews. Ich fand sie sehr interessant, ist eine komplett andere Welt.

Off-Topic:
Nervig, daß Domian ihr ständig ins Wort gefallen ist, ist das sein Interview-Stil? Hat mich beim Zuhören total fuchtig gemacht.
Ja, es ist irgendwie eine andere Welt. Aber eine voller Plüsch und ohne Hass oder Gewalt. Selten so friedfertige Menschen kennengelernt...

Off-Topic:
Das mit Domian ist mir bisher gar nicht so aufgefallen...

[doublepost=1574317653][/doublepost]
Ja Danke für für die Erklärung. Ändert nur meine persönliche Meinung nicht.
Absolut Verständlich!

Falls es für dich ok ist, würde ich dir trotzdem noch gerne eine Frage (und allen anderen natürlich auch) stellen:
Falls du jemand neuen kennenlernst, ihr kommt zusammen, alles läuft prima und ihr seid in dieser „wir-erzählen-uns-gerade-alles-aus-unserem-Leben-Phase“ und er „beichtet“ dir von seiner Vorliebe, ab und zu mal Windeln zu tragen (oder auch häufiger): Wie wäre, rein hypothetisch natürlich, deine Reaktion? Sollte er soetwas lieber für sich behalten, um die Beziehung nicht zu gefährden? Schließlich kann man soetwas, einmal ausgesprochen, nie wieder vergessen machen...

Wie würdet ihr reagieren?
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
So lange ich damit nicht aktiv konfrontiert werde oder gar mitmachen muss, wäre es mir persönlich echt egal, ob er/sie Windeln trägt.

Ich bin da aber schon deutlich toleranter als andere Menschen. Liegt vor allem daran, dass ich es kenne, wenn man anders ist und sich für pervers hält. Ich kann mich da gut hinein fühlen.
Deswegen würde ich so was auch nie als abartig bezeichnen. Gebietet die Höflichkeit, wie ich finde.

Worte haben nämlich Gewicht und können verunsichern oder verletzen, es recht bei einem Thema, bei dem man weiß, dass man da anders ist.
 

Benutzer121281  (32)

Planet-Liebe ist Startseite
Wenn er das alleine ausleben will oder mit anderen- kein Problem. Wenn ich mitmachen soll - eher problematisch. Erinnert mich einfach zu stark an Kinder/Babies. Gleiches gilt für Little/Mommy-Dynamiken. Ich will keine Mama sein. Und noch weniger im sexuellen Kontext. Sollte mein Mann Little-Tendenzen entwickeln, wäre das (im Gegensatz zu Windeln) wohl auch in der Tat ein Problem für die Beziehung an sich.
 

Benutzer167118  (27)

Verbringt hier viel Zeit
Absolut Verständlich!

Falls es für dich ok ist, würde ich dir trotzdem noch gerne eine Frage (und allen anderen natürlich auch) stellen:
Falls du jemand neuen kennenlernst, ihr kommt zusammen, alles läuft prima und ihr seid in dieser „wir-erzählen-uns-gerade-alles-aus-unserem-Leben-Phase“ und er „beichtet“ dir von seiner Vorliebe, ab und zu mal Windeln zu tragen (oder auch häufiger): Wie wäre, rein hypothetisch natürlich, deine Reaktion? Sollte er soetwas lieber für sich behalten, um die Beziehung nicht zu gefährden? Schließlich kann man soetwas, einmal ausgesprochen, nie wieder vergessen machen...

Wie würdet ihr reagieren?


Er sollte es defintiv nicht für sich behalten. Man sollte über Vorlieben reden. Nur erfüllen könnte ich ihm seinen Wunsch nicht.
Wie ich reagieren würde? Ich würde ihn dafür nicht verurteilen, aber auch sagen was ich davon halte.
Entweder er akzeptiert meine Ansicht, genau wie ich seine und kommt damit klar, dass das nichts ist, was ich mitmache, geschweigedenn etwas an dem ich Spaß hätte oder er sucht sich eine andere Freundin mit der er es ausleben kann.
Das kommt darauf an, wie wichtig ihm das ist. Wenn man sexuell gar nicht kompatibel ist, dann ist eine Trennung das beste.
 

Benutzer151496 

Meistens hier zu finden
Wie wäre, rein hypothetisch natürlich, deine Reaktion?
Ich würde es mir, vermutlich etwas verblüfft, anhören und beeindruckt sein, von dem Vertrauen, das mir entgegengebracht wird. Wunderlich finde ich den Fetisch schon. Aber auch harmlos. Ich bin unschlüssig, ob und wenn, inwieweit genau dieser Fetisch meinen Blick auf meinen Partner verändern würde.

Mich würde mal interessieren, ob es, was die Akzeptanz betrifft, einen Unterschied macht, ob ein Mann oder eine Frau diesen Fetisch auslebt.
 

Benutzer176301 

Ist noch neu hier
Er sollte es defintiv nicht für sich behalten. Man sollte über Vorlieben reden. Nur erfüllen könnte ich ihm seinen Wunsch nicht.
Wie ich reagieren würde? Ich würde ihn dafür nicht verurteilen, aber auch sagen was ich davon halte.
Entweder er akzeptiert meine Ansicht, genau wie ich seine und kommt damit klar, dass das nichts ist, was ich mitmache, geschweigedenn etwas an dem ich Spaß hätte oder er sucht sich eine andere Freundin mit der er es ausleben kann.
Das kommt darauf an, wie wichtig ihm das ist. Wenn man sexuell gar nicht kompatibel ist, dann ist eine Trennung das beste.
Und ich glaube, das ist schon fast alles, was sich ein DL erhoffen würde: Toleranz! Kann zwar nicht von mir auf alle anderen schließen, aber ein einfaches: „kann ich zwar überhaupt nicht nachvollziehen, aber wenn es zu dir gehört, dann bitte, mach es“ wäre ja schon fast alles, was man sich erhoffen kann. Der Zusatz: „trag sie meinetwegen auch zuhause wenn ich da bin, aber bei allem, was mit Sex zu tun hat, bleiben sie bitte aus“ wäre ja schon fast wie ein Hauptgewinn.

Ich selber habe mich nie getraut, das auszusprechen. Zu groß die Scham und das Risiko, alles zu zerstören. In jeder Beziehung blieb das ein Geheimnis. Die Angst, vom eigenen Partner als pervers, krank, abartig oder bescheuert da zu stehen ist viel zu groß. Mehr als Toleranz oder im besten Fall Akzeptanz kann und wird wahrscheinlich kaum einer erwarten. Das wäre, wie gesagt, schon beinahe alles, was man sich ersehnt...
[doublepost=1574372139,1574367986][/doublepost]
Mich würde mal interessieren, ob es, was die Akzeptanz betrifft, einen Unterschied macht, ob ein Mann oder eine Frau diesen Fetisch auslebt.
Die Frage habe ich mir noch nie gestellt, aber hoch interessant! Ich könnte nicht sagen, wer da offener oder neugieriger reagiert...
 

Benutzer151496 

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Die Frage habe ich mir noch nie gestellt, aber hoch interessant! Ich könnte nicht sagen, wer da offener oder neugieriger reagiert...
Das meinte ich damit gar nicht, sondern ob dieser Fetisch, wenn er von einer Frau ausgelebt wird, eher akzeptiert wird, als wenn es sich dabei um einen Mann handelt. In den Köpfen ist es doch oft noch drin, den Mann in der starken Rolle zu sehen und ich könnte mir vorstellen, daß es für viele schwieriger ist, sich einen Mann in der Rolle eines AB beispielsweise vorzustellen als eine Frau.
 

Benutzer176301 

Ist noch neu hier
Das meinte ich damit gar nicht, sondern ob dieser Fetisch, wenn er von einer Frau ausgelebt wird, eher akzeptiert wird, als wenn es sich dabei um einen Mann handelt. In den Köpfen ist es doch oft noch drin, den Mann in der starken Rolle zu sehen und ich könnte mir vorstellen, daß es für viele schwieriger ist, sich einen Mann in der Rolle eines AB beispielsweise vorzustellen als eine Frau.
Ah, so herum gedacht!
Ja, da stimme ich dir voll und ganz zu! Frauen dürfen ruhig auch mal niedlich oder verletzbar sein, wobei der Mann ja häufig der starke, unverwundbare sein muss. Die Rolle ist in der Tat bestimmt nicht einfach aufrecht zu halten, wenn man Windeln trägt. Auf der anderen Seite ist es auch einfach nur Unterwäsche, die halt etwas anders aussieht... Als Adult Baby wird das nochmal um einiges schwieriger sein!
 

Benutzer176326 

Ist noch neu hier
Ich kenne ein paar in meinem Umfeld die nen Daddy kink haben oder little sind. Wobei ich nicht weiß was das mit dem Film zu tun haben soll. Ich meine nur weil das wohl in den BDSM Bereich fällt... Der Film hat mit BDSM eh nicht wirklich was am Hut, von daher..
 

Benutzer171805  (37)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hat meiner Meinung nach auch nichts mit den Shades of Grey Filmen bzw Büchern zu tun.
Dominant/Devote Sachen bzw Spielchen gerne...aber mit Baby Doll und sowas kann ich nichts anfangen. Vielleicht auch noch nicht^^
 

Benutzer62841  (33)

Meistens hier zu finden
Bei mir war das Windeltragen anfangs ein Teil der Unterordnung, später empfand ich aber auch ein Gefühl der Sicherheit und des Umsorgtwerdens. Ich sah schon immer viel jünger aus als ich wirklich war, und meinem Ehemann/Eigentümer machte es von Anfang an Spaß, damit zu spielen. Windeln, eher kindliche (nicht babyhafte) Klamotten usw. Das geht nicht wirklich in Richtung Daddy, mehr so großer Bruder. Uns gefällt es...
 

Benutzer176301 

Ist noch neu hier
Ich finde es interessant, dass man diese Leidenschaft tatsächlich später noch „erwerben“ kann und nicht grundsätzlich frühkindlich geprägt werden muss! Danke für die Info!
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer62841  (33)

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Ich finde es interessant, dass man diese Leidenschaft tatsächlich später noch „erwerben“ kann und nicht grundsätzlich frühkindlich geprägt werden muss! Danke für die Info!
Und dran denken, falls ihr euren Vorrat auffüllen wollt: bei saveexpress ist bald Weihnachtsshopping!

Wobei ich sagen muss, dass ich lange Bettnässer war, so richtig aufgehört hat das erst mit zehn oder so. Windeln waren also nichts wirklich Neues für mich, als sie dann Jahre später wieder ins Spiel kamen.
 
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