"400-Euro-Job"

Benutzer26398 

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Hallo, ich bin am überlegen ob ich neben meiner regulären Vollzeitbeschäftigung noch einen 400,- Euro Job ausüben soll.:grin:

Allerdings kenne ich mich gar nicht mit den Gegebenheiten, Voraussetzungen etc. aus.:ashamed:

Fakt ist das ich in meiner Vollzeitbeschäftigung zwar gut verdiene aber trotz Arbeit, Verein, Freunde, Hobbys noch genügend Zeit hätte die gefüllt werden will. Und ein wenig mehr Geld im Monat ist sicherlich nicht verkehrt...:smile:

Mein Arbeitgeber hätte sicher kein Problem damit somit ist das schonmal aus der Welt...

Nun stellt sich mir die Frage ob sich so ein 400-Euro-Job lohnt?

Kann ich quasi nebenbei 400,- Euro NETTO verdienen? oder ist damit der Betrag in BRUTTO gemeint?

Wie würde sich das steuerlich auswirken - sind die 400,- Euro weitestgehend steuerfrei oder fallen darauf wie im Hauptjob nochmal ca. 40% Steuer an + Sozialversicherungsbeiträge etc.?

Welche "Voraussetzungen" musst man noch für einen 400-Euro-Job mitbringen - besser gesagt: Gibt es gravierende Nachteile weswegen von einem 400-Euro-Job evtl. abzuraten ist wenn man gleichzeitig noch irgendwo anders hauptberuflich arbeitet?
 

Benutzer56469  (36)

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1. Bei den unteren Mini-Jobs wird die Einkommensgrenze zum 1. April 2003 wird von 325 auf 400 Euro erhöht. Liegt der Verdienst in diesem Bereich, fallen für den Arbeitnehmer weder Steuern noch Sozialabgaben an. Der Verdienst ist dann also Brutto für Netto. Wichtig ist, dass eine derartige Tätigkeit als Nebenbeschäftigung auch für einen Arbeitnehmer steuer- und sozialversicherungsfrei bleibt.

2. Arbeitgeber, die einen 400-Euro-Minijobber beschäftigen, müssen seit 1. Juli 2006 Pauschalabgaben in Höhe von maximal 30,1 % des gezahlten Arbeitsentgelts an die Minijob-Zentrale der Bundesknappschaft abführen, die sich wie folgt aufteilt:

* 15% für Rentenversicherung,
* 13% für Krankenversicherung und
* 2% Pauschsteuern, wenn nicht nach Lohnsteuerkarte abgerechnet wird.

Ist der Arbeitnehmer privat oder überhaupt nicht krankenversichert, ist der Pauschalbeitrag zur Krankenversicherung nicht zu leisten.

Arbeitet der Minijobber in einem Kleinbetrieb mit bis zu 30 Mitarbeitern, muss der Arbeitgeber zusätzlich 0,1 % der Umlagen zum Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen bei Krankheit und Mutterschaft an die Minijob-Zentrale zahlen.

3. Hat der Arbeitnehmer einen rentenversicherungspflichtigen Hauptberuf und übt nur eine einzige derart geringfügige Beschäftigung aus, erfolgt keine Zusammenrechnung der Verdienste aus dem Hauptberuf und der Nebenbeschäftigung.

4. Anders verhält es sich, wenn mehrere geringfügige Beschäftigungen ausgeübt werden und dadurch die 400-Euro-Grenze überschritten wird. Dann erfolgt eine Zusammenrechnung der Verdienste. Die Nebenbeschäftigung ist dann voll sozialversicherungspflichtig.

5. Ist der Hauptberuf sozialversicherungsfrei (z. B. als Beamter oder Selbstständiger), erfolgt keine Zusammenrechnung der Einnahmen aus diesen Tätigkeiten.

(Quelle: Siehe Link)
 

Benutzer26398 

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(Quelle: Siehe Link)

Ok danken auf jeden Fall für den Link!

Vielleicht hätte ich mich etwas konkreter ausdrücken sollen - ich würde gerne etwas über "persönliche Erfahrungen" wissen - eben was man beachten sollte, was gerne vergessen wird oder ob jene Personen welche einen Minijob machen das später bereut haben (aus welchen Gründen auch immer).
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich kann jetzt nicht speziell etwas über einen 400€ Job sagen, aber wenn es dir nur darum geht ein wenig Zeit tot zu schlagen und dabei etwas Geld zu verdienen, dann sollte es da doch etwas anspruchsvollere, kreativere, spannendere und/oder lukrativere Wege geben, oder?

Bevor ich für 400€ an der Kasse stehe* würde ich dann doch lieber mal schauen, ob man vielleicht als Powerseller auf eBay ein wenig Geld machen kann. Oder ich würde meine Pokerkarten wieder rausholen und das ernsthafter spielen. Vielleicht auch ein wenig an der Börse handeln (wenn man sich mit auskennt).

* Nichts gegen Leute an der Kasse natürlich, nur "zum Spaß" würde ich das nicht machen wollen.
 

Benutzer34605  (35)

Sehr bekannt hier
Gut, hier bekommst du deine persönlichen Erfahrungen. :grin:

Ich selbst arbeite 30h fest angestellt in einer Praxis. Und nebenbei haben ich noch einen 400€-Job in einer anderen Praxis (als Aushilfe sozusagen).

Spezielle Voraussetzungen bedarf es dabei nicht. Deine beiden Arbeitgeber müssen halt mit deinen beiden Jobs einverstanden sein. Du musst es zeitlich hinbekommen (Ich arbeite z.B. 4 Tage so und 1 Tag dann so).

Bezahlt werden diese 400€- Jobs ja nach Zeit. Bei mir ist es so, ich arbeite so und so viele Stunden und bekomme einen Stundenlohn. Der Verdienst darf dann halt nur nicht die 400€ Grenze überschreiten. Ist das nicht so, ist der Verdienst steuerfrei (bis 400€ eben).

Und das kann sich durchaus lohnen. Einfach mal nachrechnen. Kommt halt auf den Stundenlohn drauf an. Ich bin sowohl bei meiner Festanstellung als auch in meinem 400€ Job gelernte Kraft. Auch wenn es ein "Aushilfsjob" ist. Ich schätze, wenn man 400€-Jobs macht, bei denen man nicht gelernt sein muss, ist der Stundenlohn aber auch wesentlich niedriger.
 

Benutzer18889 

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Ich mache eine Art 400 Euro Job im Rettungsdienst, also als Aushilfe. Verdienst sind 7,50 Euro plus Fahrgeld. Wenn man bedenkt, dass ich nur zwischen 0 und 3 Einsätzen pro Dienst habe (also zwischen 0 und vielleicht 5 Stunden Arbeit), wir schlafen/fernsehen dürfen, dann ist das durchaus okay.

Als anderen 400 Euro Job hatte ich mit 18 mal in 'ner Tanke gearbeitet. Das empfand ich aber als Zumutung, da mir Rechnungen der Kunden, die ohne zu zahlen abgehauen sind, vom Lohn abgezogen wurden. Da es keine Kameras gab, passierte mir das natürlich nach einigen Wochen auch und ich habe daraufhin sofort gekündigt.
 

Benutzer91777 

Sorgt für Gesprächsstoff
Die Idee hatte ich auch mal.
Ich wollte neben meinem Vollzeitjob noch einen Minijob anfangen, um ein wenig Geld noch nebenbei zu verdienen. Kann ja nie schaden.
Ich hatte dann ein Probearbeiten als Kellnerin in einem Restaurant/Bar, also eher so ein gehobeneres McDonalds, und ein Probearbeiten im Kino.
Kellnerin ging schon mal gar nicht. Das ist kein Job für mich. Und im Kino war es mir dann auch zu stressig.
Hätte ich keinen Vollzeitjob gehabt, hätte mir der Job im Kino vielleicht Spaß gemacht aber so war es mir dann doch zu stressig, mein Wochenende zu opfern, an dem ich mich von meinem Vollzeitjob "erholen" kann, dann stattdessen noch einmal arbeiten zu gehen.
Ich weiß ja nicht, wo und was du arbeitest und vielleicht bist du auch nicht so empfindlich wie ich :smile:

Ich finde aber auch, dass man die freie Zeit besser nutzen könnte, als noch einen 400,- Euro Job dranzuhängen.
 

Benutzer82687 

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Also ich hatte in den letzten 3 Jahren zwei 400-Eurojobs, da ich das Geld für mein Studium brauchte. Den ersten ca. ein dreiviertel Jahr, dann bin ich umgezogen und den zweiten hatte ich über 1,5 Jahre kann aber jederzeit auch wieder anfangen sollte ich Geld brauchen. Der erste war in der Disko an der Garderobe mit 7,50 Stundenlohn, der zweite war einfach Service, von Theke über Garderobe und Kellnern für 6,50. Das ganze dann hauptsächlich Nachts am Wochenende. Da mein Studium ziemlich zeitintensiv ist, ging das ganz schön an die Substanz, da beide Jobs mehr als nur stressig waren. Zudem man sich immer mit den Gästen rumärgern durfte, die einen oftmals richtig mies behandeln grad als Kellner/Servicekraft. 10-14 Stundenschichten mit kaum Pause waren auch keine Seltenheit, das interessiert meistens auch keinen.

Wenn du was leichtest bekommst wo du vor allem gut behandelt wirst wärs zu überlegen, ansonsten würd ich dir von abraten, wenn du nicht drauf angewiesen bist und die Zeit sinnvoller nutzen. Alles mit Gastronomie/Service/Disko ist meistens saustressig, da werden meiner Meinung auch die meisten leute gesucht, da es oftmals viele einfach nicht durchhalten 10-14 Stunden zu durchzuarbeiten.
 

Benutzer65149 

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Off-Topic:
Bevor ich für 400€ an der Kasse stehe* würde ich dann doch lieber mal schauen, ob man vielleicht als Powerseller auf eBay ein wenig Geld machen kann.
* Nichts gegen Leute an der Kasse natürlich, nur "zum Spaß" würde ich das nicht machen wollen.
Das macht auch echt keinen Spaß :grin:

Ich bin auf 400€-Basis in einem Supermarkt an der Kasse eingestellt, verdiene aber ''nur'' rund 230-250€, weil meine eingetragene Wochenarbeitszeit 7 Stunden beträgt. Momentan arbeite ich zwar so gut wie immer das Doppelte der Zeit, aber das bringt halt auch mehr Geld. Mein Stundenlohn ist 6,50€. Es gibt wahrscheinlich echt bessere Arbeiten und wenn ich an Deiner Stelle wäre, würde ich mich nach etwas umgucken, das nicht ganz so stupide ist, wie ständig Sachen über so ein blödes Scannerteil zu ziehen.
Was schwebt Dir denn so vor oder bist Du dir darüber noch völlig im Unklaren? Muss es denn unbedingt etwas Bezahltes sein? Wie wäre es sonst mit etwas Ehrenamtlichen? Museen? Sozialstellen? Tierheime? Altenheime? Ich denke, da gibt es Möglichkeiten en masse, wo man seine Zeit sinnvoller verbringen kann.
 

Benutzer26398 

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Was schwebt Dir denn so vor oder bist Du dir darüber noch völlig im Unklaren? Muss es denn unbedingt etwas Bezahltes sein? Wie wäre es sonst mit etwas Ehrenamtlichen? Museen? Sozialstellen? Tierheime? Altenheime? Ich denke, da gibt es Möglichkeiten en masse, wo man seine Zeit sinnvoller verbringen kann.
im Gegensatz zu vielen anderen bin ich bereits ehrenamtlich engagiert und in der Vorstandschaft von zwei Vereinen.:zwinker:

Frag mich bitte nicht warum ich mich trotz des ehrenamtlichen Engagements und der "Haupterwerbsarbeit" sowie Hobbys und Freunde nicht ausgelastet fühle...:grin:

Vielleicht war die Idee mit dem 400-Euro-Job aber tatsächlich eine Schnapsidee! - quasi eine erste Vorüberlegung...

Worüber ich überhaupt nicht nachgedacht habe: Es mag zwar arrogant klingen aber das der Stundenlohn in meisten 400-Euro-Jobs ziemlich mickrig ist hatte ich scheinbar nicht so recht bedacht... d.h. für unter 10,- netto die Std. gehe ich sicher nicht arbeiten solange es nicht unbedingt sein muss...:ashamed: - tja und daran wird wohl ein 400-Euro-Job scheitern bei mir - nämlich an zu hohen Ansprüchen... (denn irgendwelche "Spezialkenntnisse" hab ich nicht).
 

Benutzer18889 

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Ich weiß, dass Orion für die telefonische Bestellannahme 10 Euro netto zahlt. Allerdings ist das ja ein regionales Unternehmen.

Wenn ich nicht schon einen 400 Euro Job hätte, der einfach zeitlich flexibler ist, würde ich mich sofort da melden. Kenne einige, die da arbeiten und die erzählen so mega lustige Sachen von der Arbeit. :grin:
 

Benutzer34605  (35)

Sehr bekannt hier
Worüber ich überhaupt nicht nachgedacht habe: Es mag zwar arrogant klingen aber das der Stundenlohn in meisten 400-Euro-Jobs ziemlich mickrig ist hatte ich scheinbar nicht so recht bedacht... d.h. für unter 10,- netto die Std. gehe ich sicher nicht arbeiten solange es nicht unbedingt sein muss...:ashamed: - tja und daran wird wohl ein 400-Euro-Job scheitern bei mir - nämlich an zu hohen Ansprüchen... (denn irgendwelche "Spezialkenntnisse" hab ich nicht).

Das ist es nämlich. Ich kriege für 45min 12,50€. (Wid bei uns in Einheiten abgerechnet.) Ist aber auch ein Job, wo man gelernte Kraft sein muss. Und für sehr viel weniger würde ich das sicher auch nicht nebenher machen.
 

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