2te Ausbildung mit 25 Jahren?

Benutzer105448 

Sehr bekannt hier
Zimmerer oder Dachdecker, wobei ich wohl eher Zimmerer machen werde. Dort sind die Ausbaumöglichkeiten noch etwas besser, wegen Bauhauptgewerbe.





Klar, zu dem habe ich durch die Ausbildung nachtürlich auch Kontakte zu Lieferanten, Herstellern usw. Bin also nicht völlig unbekannt.

Also schwebt dir auf jedenfall wieder was Praktisches vor?
Sprich mit einem Bürojob im Baugewerbe wärst du nicht glücklich?


Hast du mal bei Konkurrenten oder Lieferanten nach einem Job gefragt?
Oder bist du nicht aktiv auf Jobsuche sondern überlegst eher ernsthaft an der Ausbildung?
 
S

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Gast
Ehrlich gesagt vergeht einem ein Bisschen die Lust am Helfen, du kommst immer gleich so "abbügelnd". :hmm: Du hast geschrieben das man sich durch die Arbeit einen gewissen "Standard erarbeitet hat" und dieser dann wegbrechen würde. Natürlich brauchst du hier nicht offenlegen warum du nicht mit weniger Geld auskommen würdest, aber dann schreibe doch einfach dazu, dass das nicht daran liegt das du dich an einen hohen Lebensstandard gewöhnt hast, sondern weil du anderweitige Zahlungsverpflichtungen hast. :smile:

Abbügelnd wollte ich aber nicht sein - ehrlich. Ich hab eine etwas andere "Art" der Kommunikation, nicht zu letzt durchs Berufsfeld, aber böse meine ich das in den seltesten Fällen. Bin ja kein gemeiner Mensch :zwinker:. Naja die Zahlungsverpflichtungen resultieren ja daraus, das man sich eben mehr leisten kann - so war es gemeint. Fängt beim spritfressenden Auto an, unnütze Abo's (wenn es aufs Geld ankommt), Versicherungen usw. Das größte ist natürlich zu bereinigen, aber eben nicht von heute auf morgen. Aber vielleicht hab ich auch nächste Woche schon ein Angebot für ein Job. Sowas macht im Handwerk ja immer schnell die Runde.

Kann es sein, das wir etwas unterschiedliche Definitionen von "mittleres Management" haben? Die Golfspieler sitzen in der Chefetage, nicht im mittleren Management.

Im Mittelstand gibt es kein mittleres Management. Das haben vielleicht Firmen wie Hochtief usw, aber man sieht ja was dabei raus kommt (Elbphilharmonie). Handwerk ist Mittelstand und der setzt sich meißt aus ein paar Büroangestellten für Veraltungszwecken oder Meister + Unternehmerfrauen zusammen. So sieht das Handwerk, wie ich es kenne, und wie es wohl üblich ist, aus. Aber gut, es geht hier ja auch nicht um den Aufbau eines Handwerkunternehms.

Was mir bei deinen Schilderungen auch einfällt ist Wirtschaftsingenieurwesen. Kann man an FHs und Unis studieren, ist an FHs recht praktisch ausgerichtet, und man kann oft auch über die Berufserfahrung anfangen. Dein Werdegang ist da doch prädestiniert für und es ist genau die Schnittstelle, an der du bisher auch sitzt.

Danke für den Tipp, ich werde mich mal informieren.[DOUBLEPOST=1367784453,1367784150][/DOUBLEPOST]
Also schwebt dir auf jedenfall wieder was Praktisches vor?
Sprich mit einem Bürojob im Baugewerbe wärst du nicht glücklich?

Naja Bürojobs im Handwerk gibt es selten, sehr selten. Zumindestens in Zimmerei, Dachdeckerei usw. Die Kombi aus Büro und Handwerk wäre genau das richtige. Kundenbetreuung, Angebotserstellung und selber die Nägel reinkloppen.


Hast du mal bei Konkurrenten oder Lieferanten nach einem Job gefragt?
Oder bist du nicht aktiv auf Jobsuche sondern überlegst eher ernsthaft an der Ausbildung?

Beworben habe ich mich noch nicht konkret auf etwas, mir aber schon mal Daten gesucht und einige Unternehmen bei denen ich mich Initiativ bewerben werde.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Klar, da möchte ich ja auch hin. So welche Stellen werden aber nicht ausgeschrieben und ist wohl eher das Resultat aus viel Vitamin B. Denn soviele große mittelständische Unternehmen die diese Art von Leuten braucht gibt es hier zumindestens nicht. Danach kommen dann gleich die ganz Großen, Hochtief usw.
Ich glaube dir gleich, dass es nicht einfach ist, an einen solchen Job zu kommen... aber genau deshalb dachte ich eben an den Faktor Vitamin B, der gerade bei der Suche nach solchen speziellen Jobs nicht zu vernachlässigen ist.
Auch Initiativbewerbungen bei Firmen, die dich schon irgendwie kennen (Geschäftspartner, Lieferanten, usw.) sind in deiner Situation sicher einen Versuch wert.

Was mir bei deinen Schilderungen auch einfällt ist Wirtschaftsingenieurwesen. Kann man an FHs und Unis studieren, ist an FHs recht praktisch ausgerichtet, und man kann oft auch über die Berufserfahrung anfangen. Dein Werdegang ist da doch prädestiniert für und es ist genau die Schnittstelle, an der du bisher auch sitzt.
Das halte ich für einen durchaus guten Tipp!
Es gibt aber zusätzlich auch noch ähnliche Studiengänge wie z.B. Technologiemanagement, wo der ingenieurswissenschaftliche Teil einen größeren Stellenwert hat als beim Wirtschaftsingenieurwesen. - Vielleicht würde das ja noch besser passen. (Wobei ich Technologiemanagement nur als Uni-Studium kenne - und das wäre für dich wohl doch zu praxisfern...)

Trotzdem bezweifle ich es nach wie vor, dass ein Studium wirklich das Passende wäre, da in diesem Fall erst mal für eine recht lange Zeit das gesamte Einkommen wegfällt und ein Studium doch sehr theorielastig ist. - Und wenn schon, würde ich dir ein Studium an einer FH, bzw. Hochschule und nicht an einer Uni empfehlen, weil da der Praxisbezug deutlich größer ist.
 

Benutzer98820 

Sehr bekannt hier
Laß das mit dem Studium sein.

1) Theoretische Inhalte, die du für überflüssig hältst, stören dich irgendwie- davon wird es jede Menge geben, sowohl im Abitur als auch im Studium (glaubst du, ich hatte Bock auf "Software Engineering", "Nachrichtentechnik" etc.? Ne, war aber im E-Technik-Studium für alle vorgeschrieben). Ich glaube auch nicht, daß du offen genug bist, es auszuprobieren und dabei vom Gegenteil überzeugt zu werden.
2) Du bist nicht bereit (also willens und in der Lage), finanziell kürzer zu treten. Der typische Student macht das aber. Ich glaube, durchschnittlich verfügt ein Student über irgendwas in der Größenordnung von 700 EUR. Gerne auch weniger (insbesondere auch weniger Wohnraum, weniger Autos etc. als der durchschnittliche Handwerksbürohybridmensch).

Wenn du es trotzdem versuchen willst, viel Glück.
 

Benutzer58054  (39)

Sehr bekannt hier
Hab nun nicht alles gelesen, aber wie ist es denn mit einer Fachhochschulreife? Mein Mann hat das nach seiner Ausbildung innerhalb eines Jahres gemacht und dann studiert. Er war auch fast 30 als er fertig wurde, da er das Fach nochmal wechselte. Es war die beste Entscheidung seines Lebens, er liebt seinen Job (beneidenswert) und kann dort auch alle seine handwerklichen Fähigkeiten aus der Ausbildung einbringen. Arbeitgeber findes das klasse.
 
1 Monat(e) später
K

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Benutzer112541 

Verbringt hier viel Zeit
Das gilt meiner Meinung nach nur für das Erststudium/ die Erstausbildung.

Keine Ahnung, ob das jetzt Stand der Dinge ist. Aber ich habe Bafög im Studium bekommen und das war sozusagen meine zweite Ausbildung, da ich schon ein abgeschlossene Ausbildung hatte und auch gearbeitet hatte.

Und das sagt beantwortet schon die eigentliche Frage: Ich war auch "schon" Mitte zwanzig als ich angefangen habe zu studieren und ich war da nicht die älteste. Die meisten waren da schon in ihren Zwanzigern.
Kleine Episode: ich habe mich mal auf eine Stelle nach dem Abschluss bewerben wollen. War mir aber nicht sicher, ob ich dafür nicht zu alt bin. Die Jobbeschreibung klang so. Antwort des Personalers: Huch, Sie sind doch mit 28 noch total jung. Die meisten sind doch Anfang dreißig.

Mach dir also keinen Kopf. Überlege, dass jetzt die Zeit dafür ist. Du arbeitest schließlich lange genug, da sollte der Job schon passen.
 
S

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Gast
Wie ist aktuell der Stand der Dinge? Wofür hast du dich entschieden?

Hey, kein Studium, in soweit habe ich mich schon entschieden. Ich bin einfach nicht der Typ dafür, auch wenn es für die Zukunft sicherlich der bessere Weg wäre, gerade was den Verdienst angeht. Da ich nun wieder in einem festen Arbeitsverhältnis bin, drängt mich die Zeit nicht zu sehr und das Thema Verdienstausfall ist momentan nicht akut. Ich sammel noch ein wenig mehr Berufserfahrung und habe auch die Möglichkeit tiefer in die Firmenführung einzusteigen. Schule und Studium sind erstmal Beiseite gelegt und ich werde mich eher nach Praxis naher Weiterbildung umsehen. Evtl. Zusatzqualifizierungen erlangen um später mein eigenes kleines Baubüro aufzumachen. Pfusch wirds immer geben, den es aufzudecken gilt und ahnungslose naive Bauherren ebenso.
 
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