18 und keine Entscheidungsfreiheit

Benutzer55113  (31)

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Das Piercing wäre wahrscheinlich ein Seitliches Labret.

Meinem AG ist egal wie ich ausseh solang ich meine Arbeit ordentlich mache.

Und die pinken Haare waren nur ein Beispiel, blau wäre mir ehrlich gesagt lieber :grin: :zwinker:
Nein im Ernst, ich glaub nicht das ich mir mal wirklich pinke Haare färbe, aber ich will wissen und fühlen das ich es könnte, wisst ihr was ich meine?
 
R

Benutzer

Gast
Ich würde, auch wenn du sagst, dass es nicht so ist, drauf tippen, dass deine Eltern Angst haben, dass du damit Stress in deiner Ausbildung bekommst. Wenn dem wirklich nicht so ist (was machst du denn für eine Ausbildung?), würde ich es einfach machen.
Keine Eltern werfen ihr Kind einfach so raus, weil es sich die Haare gefärbt hat.
Ich selber hab diese Drohung auch oft gehört, hat sich aber nie bewahrheitet. :grin:
 

Benutzer55113  (31)

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RiotGirl
Ich mach ne Ausbildung als Bürokauffrau.
Aussehen spielt da aber echt keine Rolle.
Bestes Beispiel meine Arbeitskolleging:
Sie ist mit nem pinken Iro und Ring durch die Nase auf die Arbeit gekommen, gestört hat es niemanden.
 

Benutzer64981  (33)

Meistens hier zu finden
hm, ich hatte leider schon vor 18 narrenfreiheit, und hab mir auch gegen den willen meiner mutter n piercing durch die zunge stechen lassen - und würde sie mich nich so oft anbrüllen, hätt sie das noch garnich entdeckt :grin:
gut, beim labret is das was anderes.
und wenn dein AG das akzeptiert - is von der Seite schonma nix einzuwenden.

Kannst du denn mit deinen Eltern richtig reden? Oder hängt bei euch der Haussegen allgemein etwas schief? (sry, sehr persönliche Frage..)
Bist du Einzelkind?

Ich pers. sähe an pinken Haaren (oder blauen :grin:) und nem Labret auch nichts wirklich schlimmes, aber das is alles Geschmackssache.. und Eltern ham da nunma so ihre Probleme mit. :zwinker:
 

Benutzer472 

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Du bist volljährig und hast damit (fast) gesetzlich dieselben Rechte wie deine Eltern. Du sagst, du willst das Gefühl der Freiheit spüren. Nun bist du aber noch finanziell abhängig von deinen Eltern und traust dich deswegen nicht, deine Freiheiten zu nutzen. Natürlich bist du in Wirklichkeit nicht in der selben Position wie deine Eltern, weil du auf ihre finanzielle Unterstützung angewiesen bist. Die Frage ist nun aber, ob deine speziellen Freiheitswünsche deine finanzielle Abhängigkeit berühren. Meiner Meinung nach sollte es bei 400€ Monatslohn durchaus drin sein, den für dein Wohlbefinden nötigen Betrag aufzubringen, sodass es deine Eltern nicht auch nur einen Moment angeht, ob du dir so ein (in meinen Augen total hässliches) Stück Metall in deinen Körper steckst oder die Haare färbst.

Ich halte es für einen wichtigen Bestandteil des Erwachsenseins, dass man versteht, was die mit ihm verbundenen Rechte und Freiheiten bedeuten: In erster Linie bedeuten sie wohl Verantwortung für das eigene Handeln! Wie many schon sagte, heißt dies auch für seine Wünsche einzutreten, solange sie nicht die Persönlichkeitsrechte anderer verletzen.
 

Benutzer12616  (32)

Sehr bekannt hier
Ich finde es ziemlich erschreckend, welche Ansichten hier teilweise vertreten werden.

Vorab, um nicht sofort in der Luft zerissen zu werden, einiges zu mir:
Ich bin fast 19, wohne alleine. Mit 16 wurde ich kurzzeitig rausgeschmissen, bekam erst einmal nichts. Bin bei Freunden untergekommen. Drei Monate später wollten meine Eltern plötzlich, dass ich zurück kommen sollte. Ich kam nicht. Später bin ich mit meinem Exfreund zusammen gezogen, nach der Trennung habe ich mich mit meinen Eltern versöhnt.
Ich mag meine Mutter sehr gerne, sie ist eine liebevolle, fürsorgliche Frau.
Von meinem Vater halte ich ziemlich wenig, er brachte seiner Familie nie Respekt entgegen, ich tue es ihm, ihm gegenüber, heute gleich.
Ich kann sagen, ich habe bisher meine Vorstellungen von meinem Leben, soweit es mir möglich war, in die Tat umgesetzt.
Ich habe vieles ausprobiert, ich bin auf die Schnauze gefallen und musste irgendwie wieder auf die Beine kommen. Mir waren es die Erfahrungen, die ich machen konnte, immer wert.
Ich sehe heute so aus, wie ich aussehen möchte und ich bin das, was ich sein will.

Nun zum hier angesprochenen Thema.
Lebenserfahrung hin oder her - und ich kann mit gutem Gewissen und sogar mit der persönlichen Bestätigung meiner Mutter sagen, dass sie, mit ihren 45 Jahren weniger erlebt hat, als ich bis zum heutigen Tage - jeder, wirklich jeder, muss diese Erfahrungen für sich ganz alleine machen.

Ich bin der festen Überzeugung, dass ein Mensch alles, was ihn interessiert, fasziniert und begeistert wenigstens einmal ausprobiert haben sollte.

Was bringt mir die Erfahrung anderer Menschen? Davon kann ich nicht profitieren, darauf kann ich doch nicht MEIN Leben aufbauen.
Und vor allem: Darauf will ich nicht aufbauen.

Natürlich schützen Verbote mich für unangegenehmen Konsequenzen. Aber diese Konsequenzen trage dann ich und nicht meine Familie.
Nicht nur aus Spaß wird der Staat wohl festgelegt haben, dass ein Mensch mit seinem 18. Lebensjahr volljährig, und voll entscheidungsfähig ist.

Meine Mitmenschen verlangen, dass ich ihnen restpektvoll entgegentrete.
Ich verlange, dass mir der gleiche Respekt entgegengebracht wird.
Respekt für MEIN Leben, Respekt für MEINE Wünsche und Respekt für MEINE Entscheidungen.

Gleichzeitig muss man sich darüber bewusst sein, dass man von da an auch vollkommen alleine die Konsequenz für seine Entscheidung tragen muss. Es wird Dinge geben, die erst einmal so schillernd und interessant wirken, Dinge, die verlocken. Dinge, die später zu den schlechten Erfahrung zählen könnten. Dann ist man auf sich gestellt. Sicher wird es immer Menschen geben, die bereit sind, zu helfen. Aber auch viele, die möglicherweise mit einem "Ich hab dich gewarnt" auf dich herab sehen.
Auch das gehört dazu. Und für mich sind auch all die schlechten Erfahrungen am Ende positiv. Denn auch diese haben mich weiter gebracht, in meinem Handeln, in meinem Denken.

Liebe 'Kleine Wolke', ich möchte dich nicht dazu aufforden, gegen deine Eltern zu rebellieren.
Und ich kann dir auch sagen, dass es schwierig ist, sein Leben ganz nach den eigenen Wünschen zu gestalten.
Allerdings rate ich, aufgrund meiner bisher gemachten Erfahrungen (und auch hier: es sind nur meine Erfahrungen, auch diese solltest du selbst machen) zu diesem Schritt.
Es tut gut, sich selbst zu verwirklichen. Vor allem aber ist es notwendig.
 

Benutzer80971 

Benutzer gesperrt
Hallo,
Wenn Du es zuhause nicht mehr auhältst, und Du meinst, dass Du allein gut klar kommst, dann solltest Du ausziehen.
Dann kannst du machen was du willst.

Ansonsten respektieren deine Eltern.

Mit 21 kannst du dann wirklich alles machen was du willst.
Dann bist du "Erwachsen".


kussiii
GAY
 

Benutzer55113  (31)

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@Diotima
Erst mal danke für den tollen Beitrag :smile:
Du hast Recht indem du sagst das jeder seine Erfahrungen machen muss. Aber leider bin ich so ein Mensch der es erst mal den anderen Recht machen möchte. Ich fühl mich hin- und hergerissen zwischen dem was ich will und zwischen dem was die anderen besser finden. Natürlich weiß ich, das dass was ich will eigentlich im Vordergrund stehen sollte, aber für mich ist es schwierig das durchzusetzen.

@Gay
So einen Schwachsinn hab ich schon lange nicht mehr gehört.
Manch einer ist mit 21 weniger erwachsen als jemand mit 17.

"Mit 21 kannst du dann wirklich alles machen was du willst.
Dann bist du "Erwachsen".

^^ Das ist in meinen Augen völliger Blödsinn. Prinzipiell könnte ich jetzt schon alles machen was ich möchte.
 

Benutzer77850 

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Such dir doch ein paar Leute für eine WG, dann kann man mit 400€ auch eine Wohnung halten und du kannst machen, was du willst!
 

Benutzer4590 

Planet-Liebe ist Startseite
Lebenserfahrung hin oder her - und ich kann mit gutem Gewissen und sogar mit der persönlichen Bestätigung meiner Mutter sagen, dass sie, mit ihren 45 Jahren weniger erlebt hat, als ich bis zum heutigen Tage - jeder, wirklich jeder, muss diese Erfahrungen für sich ganz alleine machen.

Ich bin der festen Überzeugung, dass ein Mensch alles, was ihn interessiert, fasziniert und begeistert wenigstens einmal ausprobiert haben sollte.

Das hat einfach auch was mit gesundem Menschenverstand zu tun - wenn ich den habe, dann kapiere ich auch ohne Ausprobieren, dass gewisse Dinge schlecht für mich sind, bzw. lasse mir auch mal was von anderen sagen und beharre nicht bei allem und jedem darauf, dass ich den Mist erstmal selber machen muss.

Bei kleinen Dingen wie Haarfarben oder einem Piercing sind die Konsequenzen nicht so dramatisch, und da muss man sich mit 18 auch nicht mehr reinreden lassen. Aber es gibt Entscheidungen im Leben, die weitaus gravierendere Folgen haben, und gerade im Teenageralter kann man leider solche Folgen nicht immer ganz richtig einschätzen. Und die Mehrheit der Eltern versucht dann eben, da einzugreifen, denn welche Eltern wollen schon ihr Kind einfach so ins offene Messer laufen lassen?
 

Benutzer80931 

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Hallo Leute,

ich weiß nicht obs hier reinpasst, wennn nicht einfach verschieben.

Ich bin 18, also volljährig, brauch keine Einverständiserklärungen meiner Eltern und kann trotzdem mein Leben nicht selbst bestimmen.

Ich würd mir gern ein weiteres Piercing stechen lassen oder meine Haare schneiden und pink färben (oder einfach nur auffallend).
Doch mit sowas brauch ich gar nicht zuhause auftauchen.
Mein Vater würde wahrscheinlich einen Herzinfakt bekommen, da würde der Haussegen ewig schief hängen.

Das und andere Kleinigkeiten, die in letzter Zeit überhand nehmen, machen mich Sauer und ich hab schon gar keine Lust mehr nach Hause zu gehen.

Ich weiß das mir da keiner helfen kann aber es tut gut es sich von der Seele zu schreiben.

*wolke*

Ich kenn das. :kopfschue
Obwohl ich 18, fast 19 bin, darf ich mir keine Glatze machen.
Wenn dann würde es Streß geben, Rauswurf was weiß ich.
Hier ist es einfach krank.
Deshalb muss ich so schnell wie möglich ausziehen.
 
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