12 Stunden arbeiten am Tag

Benutzer87496 

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7 Tage arbeiten - 7 Tage frei scheint mir definitiv die bessere Option.

Probieren wuerde ich es, allerdings wuerde ich davon ausgehen das abhaengig von der Art der Taetigkeit die Produktivitaet doch ein wenig leidet bei 14std Tagen...
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
was ist ueberhaupt der Hintergrund der Aktion?
Die Suche nach einer Alternative zum 12-Tage-Dienst. Ging komplett von den MA aus.

Im Übrigen sollte man noch wissen, dass 12 Tage Dienst am Stück nur bei Vollzeitkräften nötig sind, Teilzeitkräfte haben nicht so viele Tage. Jedes zweite Wochenende ist aber zwingendes Muss. Sind aber nur eine Handvoll Vollzeit-MA, die Meisten sind in Teilzeit und damit von den 12 Tagen nicht oder nur sehr selten betroffen.
 

Benutzer111950 

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Beides sagt mir nicht wirklich zu..Ich wäre aber mehr für das 7-Tage Modell, wenn ich mich entscheiden müsste. Ich glaube wenn ich 12 Tage am Stück arbeiten muss (auch wenn die Arbeitszeit kürzer ist) wäre ich total geschafft. Man hat 12 Tage lang keinen richtigen freien Tag und das wäre mir einfach zu viel. Was ich am 7-Tage Modell nicht soo gut finde ist, dass man in keinen richtigen Rhythmus kommen kann. 7-Tage Arbeit und wieder 7-Tage frei.. Jedes mal wieder ein ''Neuanfang'' wie nach dem Urlaub.. Find ich auch nicht so prickelnd
 

Benutzer91114  (31)

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Für mich wären beide Varianten nicht akzeptabel, abe wenn schon, dann eher das 12-Stunden-Modell.
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Jedes mal wieder ein ''Neuanfang'' wie nach dem Urlaub.
Ja, das stimmt. 7 Tage sind relativ lange. Interessanterweise äußern die Projektteilnehmer, dass ihnen die 7 freien Tage eigentlich zu viele freie Tage sind...
 

Benutzer67523 

Sehr bekannt hier
Beim zweiten Modell fürchte ich, dass dann einige in dem Block von freien Tagen eine zusätzliche (Schwarz-)Arbeit annehmen würden.
diesbezueglich habe ich weniger Bedenken, wenn sie nicht gerade zur grossen Konkurrenz rennen.
Nebenerwerb laesst sich vertraglich unterbinden.
Solange sie fit und ausgeruht wieder zur Arbeit kommen, ist eigentlich alles gut :smile: und wenn nicht, warnt und feuert man sie fuer Verletzung des Vertrags.

Das 7-7 Modell (und die gleichen Anfangstage fuer alle Arbeiter) ist aus einem anderen Grund arbeitsphysiologisch problematisch:
Man erholt sich schneller als man ermuedet.
D.h nach 4-5 Tagen langer Arbeit sind die meisten Leute hinueber und arbeiten die restlichen zwei-drei Tage schlecht(er).
Nach spaetestens drei Tagen sind sie dann aber wieder erholt. Sie geniessen die restlichen vier freien Tage dann (oder kommen aus Energieueberschuss auch auf dumme Ideen :grin: mit riskanten Freizeitaktivitaeten, etc.) aber ob sie 7 Tage Pause oder nur 3 Tage Pause haben, aendert nicht viel fuer den Arbeitgeber: Er hat trotzdem nur an 4/7 der Tage einigermassen fitte Kraefte zur Verfuegung.

Das andere offensichtliche Problem ist der fixe Starttag des Schemas (Montag.)
D.h. am Montag ist das ganze Team fit, am Freitag ist das Team muede und am Sonntag ist es muerrisch und unwillig.
Wenn das Schema an individuellen Tagen beginnt, hat man an jedem Tag eine Mischung aus fitten und mueden Leuten, und die fitten koennen die fertigen auch mal etwas mitziehen und motivieren.

Meiner Meinung nach zwei ganz schlechte Systeme.
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wenn das Schema an individuellen Tagen beginnt, hat man an jedem Tag eine Mischung aus fitten und mueden Leuten, und die fitten koennen die fertigen auch mal etwas mitziehen und motivieren.
Ja, das Modell zu 100% umgesetzt, würde mit versetzten Anfangstagen und auch versetzten Anfangsuhrzeiten beginnen. Im Moment sind 4 Mitarbeiter, die das "eingestreut" machen.

Bisher kann ich aber weder qualitativ, noch quantitativ negative Tendenzen erkennen. Die Leistung muss an allen Arbeitstagen voll erbracht werden.
 

Benutzer67523 

Sehr bekannt hier
Die Leistung muss an allen Arbeitstagen voll erbracht werden.
Mit Verlaub - das ist "Manager Speak" der schlechten Sorte.
Natuerlich muss sie voll erbracht werden. Aber kann sie es auch werden - oder macht das Arbeitszeitmodell die Leute zu muede dazu?
Stationaere Pflege - wie misst man wirklich, ob jemand unfreundlich oder barsch zu einem Patienten ist, weil er eben muede ist? Oder wie fuehrt man einen Medikationsfehler zurueck auf das Arbeitszeitmodell?
Es gibt zwar Indizien (sagen wir, wenn "gehaeuftes Auftreten von Medikationsfehlern am 11. Arbeitstag in Folge" statistisch signifikant ist), aber eben wirklich vollumfaenglich messen und kausal begruenden laesst es sich meist nicht genuegend.
 

Benutzer111950 

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Ja, das stimmt. 7 Tage sind relativ lange. Interessanterweise äußern die Projektteilnehmer, dass ihnen die 7 freien Tage eigentlich zu viele freie Tage sind...

Das kann ich gut verstehen. Als ich nicht 100% arbeiten konnte, hatte ich drei Tage am Stück frei. Am dritten Tag wurde mir schon total langweilig und ich hatte Schwierigkeiten, am nächsten Arbeitstag früh aufzustehen. Bin total aus dem Rhythmus gekommen.
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Sorry - ich meinte das anders. Klar muss sie voll erbracht werden. Würde sie wegen dem Arbeitszeitmodell leiden, wäre das Projekt bereits beendet.

Leistung kann man auch in dem Bereich ganz gut messen. Im Übrigen arbeiten die doch nicht alleine, die haben Kollegen um sich rum, die eine Art Kontrollfunktion ausüben, um eben negative Tendenzen zu erkennen.

Fehler in sensiblen Bereichen wie der Medikation sind sehr unwahrscheinlich, da diese Tätigkeiten durch weitere MA abgesichert werden. Davon abgesehen, dass es Fehler gibt, die ich weder dulden würde, noch gesetzlich hinnehmen kann. Klingt hart, macht aber Sinn.
 

Benutzer78109 

Sehr bekannt hier
Wenn ich jetzt mal von meinem Job ausgehen würde, bei dem man eigentlich größtenteils am PC sitzt, würde ich lieber das Modell mit den 12 Tagen mit kürzerer Arbeitszeit bevorzugen. Ich merke das schon im Studium, dass ich nach 2-3 Tagen von morgens bis abends am PC sitzen völlig fertig bin, Rückenschmerzen habe und mich unausgeglichen fühle. Nein danke, da bringen mir dann auch 7 freie Tage nichts, an denen ich dann nicht weiß, was ich tun soll. Würde aber so sowieso nicht funktionieren, da ich in meinem späteren Beruf nicht einfach immer eine Woche pausieren könnte.

In anderen Bereichen mag es gehen. Stelle es mir ok vor, wenn man eine etwas abwechselungsreichere Tätigkeit ausübt, bei der man sich vielleicht auch mal bewegt.

Generell finde ich aber beide Modelle nicht so toll. Und um 6 Uhr früh anfangen wäre sowieso ein No Go für mich. Hab mir extra was gesucht, wo man nicht nachts anfangen muss zu arbeiten :grin:
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Alternativmodell. Das wäre wunderbar mit meinem Leben zu vereinbaren.
 

Benutzer505 

Team-Alumni
Wieso müssen es solche Extreme sein? Wie siehts aus mit 2 Tage arbeiten, 1 Tag frei o.ä.? Weder 12 Tage halbtags arbeiten, noch 7 Tage 12 Stunden am Stück finde ich wirklich angemessen und dazu kommt noch, dass ich persönlich kein Pflegeheim kenne, was seine Pausenzeiten wirklich einhalten kann, ohne dass Oma Erna klingelt, weil sie gewickelt werden will. Aber ein Pflegeheim scheint ihr mir ja auch nicht zu sein oder hast du den Nachtdienst nicht erwähnt?

Ich weiß, dass du kein großer Familienfreund bist, aber für Mitarbeiter mit Kindern ist es sicherlich unschön ihre Kinder eine Woche lang gar nicht (!) zu sehen, weil sie aus dem Haus gehen, wenn die Kids noch schlafen und wiederkommen, wenn sie ins Bett gehen. Und auch ältere Mitarbeiter werden mit 7 x 12 Stunden irgendwann ihre Probleme kriegen. 12 Tage arbeiten (und wenns nur halbtags ist) und 2 Tage frei, sind ebenso ungünstig, wundert mich nicht, wenn deine Mitarbeiter eine Alternative suchten. Nur gehts sicherlich deutlich besser, wenn man sich mal die Mühe macht einen etwas komplexeren, aber arbeitsfreundlicheren Dienstplan zu schaffen.

Dass man in der Pflege keinen 9-to-5 -Job hinkriegt, ist klar. Aber gerade weil Schichtarbeit und stressiger Job erwiesenermaßen zu Krankheiten führen kann, ist man meiner Ansicht nach als Arbeitgeber in der Pflicht das so weit wie es irgendwie geht vernünftig einzurichten.
 

Benutzer115563 

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mir wär das zweite modell lieber jedoch etwas abgewandelt da ich nicht wüsste was ich in den 2 stunden machen sollte und zudem um 6 uhr abeiten nix für mich ist.
am besten wär 9:00 - 21:00 ( oder 21:30 wenns umbedingt eine pause sein muss)
alternativ wäre 8:00 - 20:00 (bzw. 20:30)

7 tage am stück 12 stunden zu arbeiten ist kein problem für mich (habe ich des öffteren und wirklich aufs zahnfleisch geht dann nur wenns bei 3 wochen ist) und ich fänd es fein dann immer eine woche frei zu haben
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Nur gehts sicherlich deutlich besser, wenn man sich mal die Mühe macht einen etwas komplexeren, aber arbeitsfreundlicheren Dienstplan zu schaffen.
Na da bin ich jetzt aber mal auf Ideen gespannt... :smile: Verplane bitte rund 80 MA in 3 Schichten unter dem Aspekt der Refinanzierbarkeit, gesetzlichen Vorschriften, berücksichtige alle Wünsche und Eventualitäten etc. Den ultimativen und durchführbaren Plan honoriere ich mit einem Tausender.

Mal davon abgesehen: Bitte genauer Lesen. Die Suche nach einer Alternative beruht nicht auf einer absoluten Unzufriedenheit. Natürlich gibt es auch Lösungen zwischen beiden Systemen - die wurden und werden aber abgelehnt. Es geht lediglich um ein einstreubares Alternativsystem.

Die MA, die die 7-Tage-Variante nicht wollen, sind sehr glücklich mit dem bisherigen System. Und nochmal: von den rund 80 MA sind ca. 15 überhaupt in Vollzeit und von denen hat keiner ein wirkliches Problem. Die übrigen haben eine ganze Anzahl an freien Tagen, wenn die mal 7 Tage am Stück arbeiten, ist das schon viel.

Solange das alles finanzierbar ist und die Arbeit erledigt wird, ist mir auch ziemlich egal, wie die arbeiten. Letztlich hats aber auch Grenzen - Arbeit ist Arbeit.

Weil das noch irgendwo genannt wurde: Das Geld spielt bei dem Experiment keine Rolle, die bekommen dadurch nicht mehr und nicht weniger und das war auch nicht die Intension dahinter.[DOUBLEPOST=1361444335,1361444289][/DOUBLEPOST]
Ich weiß, dass du kein großer Familienfreund bist...
Off-Topic:
Ähm...wie kommste darauf???
[DOUBLEPOST=1361444512][/DOUBLEPOST]
mir wär das zweite modell lieber jedoch etwas abgewandelt da ich nicht wüsste was ich in den 2 stunden machen sollte und zudem um 6 uhr abeiten nix für mich ist.
Die Startzeit ist nicht veränderbar, da sämtliche weitere Abläufe darauf aufbauen, bzw. sich dieser Beginn über 30 Jahre hinweg etabliert hat. Und hier ist ein späterer Beginn von den MA nicht gewünscht - von den Kunden übrigens auch nicht.
 

Benutzer505 

Team-Alumni
Na da bin ich jetzt aber mal auf Ideen gespannt... :smile: Verplane bitte rund 80 MA in 3 Schichten unter dem Aspekt der Refinanzierbarkeit, gesetzlichen Vorschriften, berücksichtige alle Wünsche und Eventualitäten etc. Den ultimativen und durchführbaren Plan honoriere ich mit einem Tausender.
Ich arbeite im Rettungsdienst - mehr Mitarbeiter, 24h-Dienst (nochmal: keine Nachtdienste bei euch?) auf x Wachen, Tagdienst auf y Wachen, diverse Zwischendienste auf z Wachen und dann teilen wir einige Wachen noch mit einer anderen Organisation.

Und bei uns arbeitet keiner geplant 12 Tage am Stück oder 7 x 12 Stunden. Da gibts für die Hauptamtlichen einen festen Schichtumlauf und am anstrengendsten werden meist die 4 Tage Tagdienst (a 11 Stunden, danach 3 Tage Pause) am Stück empfunden. Als Aushilfe bin ich nicht im Schichtumlauf, kann aber sagen, dass ich da nach 3 Tagen schon die Schnauze voll habe, unsere Patienten halten sich nämlich auch nicht an Pausenzeiten.

Offensichtlich geht das also. Wenn das Modell 7 Tage Arbeit - 7 Tage frei machbar ist, dann kann man auch 1:1, 2:2, 3:3, 4:4 oder 5:5 umsetzen, nehme ich mal stark an. Nur so als Beispiel.
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Es gehen auch andere Varianten, zum Beispiel 4 arbeiten, 3 frei (a 12 Stunden). In der Summe müssen halt 7 oder - über zwei Wochen gesehen, 14 Tage rauskommen.

Die Systeme aus dem Rettungsdienst oder Krankenhaus sind Ansätze - aber nicht so übertragbar. Krankenhaus und stationäre Altenpflege haben völlig verschiedene Finanzierungsgrundlagen und andere gesetzliche Rahmenbedingungen. Und damit sind den Möglichkeiten von vorn herein Grenzen gesetzt. Ohne ins Detail zu gehen, lässt sich aber sagen, dass die Personalstärke im Verhältnis zu Bewohnern/Patienten im Krankenhausbereich deutlich höher ausfällt. Allerdings ist auch das nur bedingt vergleichbar, weil die Aufgabenbereiche auch völlig verschiedene sind...

Nachtdienst gibts natürlich auch, der geht von 19:30 bis 6:30 Uhr, besteht aber aus einem festen Nachtdienstteam.

Und zum Thema Pausen: Auch Pausen muss man planen und versetzt durchführen. Dann können die auch problemlos genommen werden. Im Beispiel sind die Mitarbeiter in ihrer Stunde Mittagspause meistens gar nicht mal im Haus, sondern gehen shoppen oder machen sonstwas...
 

Benutzer115563 

Verbringt hier viel Zeit
Die Startzeit ist nicht veränderbar, da sämtliche weitere Abläufe darauf aufbauen, bzw. sich dieser Beginn über 30 Jahre hinweg etabliert hat. Und hier ist ein späterer Beginn von den MA nicht gewünscht - von den Kunden übrigens auch nicht.

da bin ich nur froh in der medienbranche tätig zu sein da wird der arbeitszeitbeginn um 9 als üblich angesehen und da ich ich in der früh schon unglaublich viel zeit und ruhe brauche um in die gänge zu kommen und dadurch um 7 aufstehe würde es für mich bedeuten um 4 aufzustehen
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Wäre für mich beides nicht machbar und komplett familienunfreundlich.

Würde mein AG eines dieser Modelle einführen, würde ich mich nach einer anderen Stelle umsehen.
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
da bin ich nur froh in der medienbranche tätig zu sein da wird der arbeitszeitbeginn um 9 als üblich angesehen und da ich ich in der früh schon unglaublich viel zeit und ruhe brauche um in die gänge zu kommen und dadurch um 7 aufstehe würde es für mich bedeuten um 4 aufzustehen
Klar - da ist jeder etwas anders gestrickt. :zwinker: Die Leute, die in der Pflege arbeiten, stellen meiner Meinung nach ohnehin eine eigene, manchmal sehr merkwürdige Spezies dar...:zwinker:

Mich persönlich betrifft das ja auch nicht, meine Arbeitszeiten sind fast völlig frei.
[DOUBLEPOST=1361446608,1361446452][/DOUBLEPOST]
Wäre für mich beides nicht machbar und komplett familienunfreundlich.
Der Job in dem Bereich ist so oder so Familien- und Beziehungsunfreundlich. Wem das wichtig ist, der wird in dem Bereich ja auch gar nicht erst anfangen. Gibt's ja noch eine ganze Reihe Berufe mehr...
 
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