10 Jahre Beziehung. Ich halte die Sexabstinenz nicht mehr aus.

Benutzer48403  (51)

SenfdazuGeber
Nur weil man kein Entgegenkommen sieht, heißt es ja noch lange nicht, dass die Gegenseite ignorant gegenüber der Situaiton ist. Das ist alles eine Frage der Sichtweise.

Sorry, dann hab ich da wohl was falsch verstanden. Zugegeben, da sich der Thread ja über viele Monate hinzieht, hab ich nicht mehr so alles im Kopf.

Zum Thema Mogelpackung oder nicht: Schwierig, da eine Aussage machen zu können. Das kann letztlich nur der TS beurteilen gemäss der Häufigkeit des Sex am Anfang der Beziehung und der jetzigen Situation.
Dann müsste ich meine Frau auch als Mogelpackung betrachten, doch ich empfinde es nicht so. man kann schliesslich nicht im Voraus wissen, wie sich alles entwickelt.

Ich sprech jetzt mal rein für mich: Wenn ich in seiner Lage wäre, würde ich wohl nicht in der Lage sein, für 10 oder mehr Jahre auf Sex verzichten zu müssen, ich glaub, da hätte ich mich schon bereits längst getrennt.

Der Unterschied besteht aber darin, dass ich verheiratet und Familienvater bin, da kann man sich mal nicht eben so trennen, denn für mich hiesse das Scheidung, Unterhalt zahlen und ansonsten für unsere Kinder lediglich der gute Wochenend-Onkel zu sein.
Also kommt für mich eine Trennung unter keinen Umständen in Frage, sondern halte mich dann lieber an der Hoffnung fest, dass sich in Sachen Sex ihrerseits was ändert.

Im Moment komm ich auch mehr oder weniger so klar, wenn man eine Situation so angenommen hat wie sie ist, zerbricht man sich auch weniger den Kopf darüber.
Ausserdem hab ich genug Beschäftigung mit unseren Kiddys, das gibt mir genug Ablenkung.:smile:
 

Benutzer28082 

Verbringt hier viel Zeit
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wie bitte sollte ein solcher kompromis aussehen, wenn wir mal nur die häufigkeit betrachten? Wenn ihr Bedürfnis nach sex einfach (extrem) niederer ist als seines?
Muss sie sich einfach mal "ein bischen dazu zwingen"? es ihrem freund zuliebe tun? beine breit? hand anlegen? mir fällt nichts anderes ein, denn lust auf sexualität kann man nicht einfach herbeizaubern, selbst mit "gutem willen zeigen" nicht .

Es gibt immer ein Weg aus einer Problemsituation. Sofern von beiden Seiten es auch gewollt wird, das Problem anzugehen, so kann man auch hier Möglichkeiten finden um in der Sache weiterzukommen. Aber wenn die Frau nicht mal Lust hat sich mit der Problematik (Bezug auf: sie hat keine Lust diesen Thread zu lesen weil er ja viel zu lang ist ….) auseinanderzusetzen, dann ist und bleibt es ihr Problem. Es wurden genug Hände gereich um in der Sache weiterzukommen – sie hat aber unter dem Strich grundsätzlich dicht gemacht. Was anderes geben die Äußerungen des TS auch nicht her. Des weiteren löst man kein Problem mit deine Argumente wie „bisschen dazu zwingen“ oder ihrem Freund etwas zu liebe zu tun. Diese Argumentationen sind nicht gerade Ziel führend. Aber man findet grundsätzlich eine Ausrede bzw. eine andere Perspektive nur um sie selbst nicht bewegen zu müssen.

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Ich möchte zumindest mit keiner Frau schlafen, wenn ich mir denken kann, dass sie es nicht gern tut, oder nur meinetwegen. Und so wie ich lightnec einschätze, kann und will er das von seiner freundin auch nciht fordern.

Es geht hier wohl weniger um etwas was man fordern möchte, sondern um die prinzipielle Einstellung seiner Frau. Sie blockt ab, weigert sich mit dem Problem zu beschäftigen – in meinen Augen wäre es eine Verleugnen des Problems. Sofern sie sich nicht damit auseinander setzen möchte ist es zwar ihr freier Wille – dennoch frage ich mich, ob sie die gesamte Tragweite dieser Totalverweigerung auch richtig erfassen.

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Ich weiß, dass du ebenfalls vor dem problem standest, dass die frau weniger (keinen) sex mochte als du. Da ist es auch verständlich, die Frau als diejenige zu sehen, die sich auf den Mann zubewegen sollte. Trotzdem glaube ich, dass lightnecs Freundin (wie so ziemlich jede Frau) schon erkannt hat, dass es hier ein Problem und auch Handlungsbedarf gibt. Nur gibt es für sie eben auch keine möglichkeit (aus ihrer sicht), das zufriedenstellend zu ändern.

Ne – das ist und bleibt eine Ausrede, nur um sich nicht bewegen zu müssen. Des weiteren ist es verwerflich zu meinen ein Problem erkannt zu haben und es dann auch noch stillschweigend hinzunehmen. Frei nach dem Motto: Mir geht’s ja dabei gut, wie der andere sich dabei fühlt ist mir egal. Egoismus pur!

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Nur weil man kein Entgegenkommen sieht, heißt es ja noch lange nicht, dass die Gegenseite ignorant gegenüber der Situaiton ist. Das ist alles eine Frage der Sichtweise.

Nein- es ist keine Frage der Sichtweise. Wenn ich realisiert habe, dass mein Gegenüber ein Problem mit meinem verhalten hat, dann sollte man zumindest davon ausgehen, dass man frei darüber Kommunizieren kann. Hier sehe ich nur das der TS stets den Aktionismus gezeigt hat – und so auf ein Problem zu reagieren ist Ignorant dem anderem gegenüber.





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Und um nochmal auf das "sein problem"/"ihr problem" zurückzukommen: ihre sexualität kann ich einfach nicht als problem an sich sehen. Ihre Sexualität wird erst durch sein Bedürfnis zu einem Problem.

Sehe ich ebenfalls anders. Die Frau wird sicherlich gewusst haben, dass ihr allgemeines Interesse an Sex nicht gerade das größte ist – warum wurde nicht gerade dieser Umstand rechtzeitig kommuniziert? Zumindest konnte ich es hier nicht wirklich herauslesen. Das Problem ist mit der Entstehung der Beziehung bestanden und nicht mit seinem Bedürfnis an Sexualität.


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Die Lösung der Frage, wer von beiden Ursache des Problems ist, liegt hier: Wir haben ihre sexualität, und wir haben sein Bedürfnis. Die Frage, die sich stellt ist, was von beiden legitim ist und was nicht.
1.) sein Bedürfnis ist legitim, ihre geringe Lust auf sex nicht --> das problem ist SIE
2.) sein Bedürfnis ist nicht legitim, ihre geringe Lust schon --> ER ist das problem
3.) beides ist nicht legitim --> KEINER ist Schuld, aber die konstelation ist schlecht.
4.) beides ist legitim --> beide tragen ihren Teil zur Schuld bei, die Konstelation ist schlecht.

@trauerklops: mir scheint, du hast mit (1) argumentiert, ich mit (2). vermutlich sehen wir beide (4) als die "korrekte" sichtweise, bewerten aber anders, wer wem entgegenkommen sollte.

eigentlich ist es aber auch völlig egal, wer schuld ist. Fakt ist, dass sich die Situation nicht ändert. und dagegen hilft nur eine Trennung, wenn lightnec es "korrekt" machen möchte.

Die Möglichkeit 4 habe ich bereits mit Anfang dieses Thread vertreten. Mittlerweile habe ich genug Verhaltensmuster studiert – und es gibt sie „die rote Linie“ in uns allen. Ich habe damals nicht schwarz gemacht und mache es heute auch nicht – solche Differenzen lassen sich nur beseitigen, wenn beide Seiten sich klar sind, dass beide kämpfen müssen. Und genau diesen Umstand habe ich zumindest durch die Beiträge des TS nicht erkennen können. Die logische Konsequenz damals wie heute ist aus meiner Sicht die Trennung – und in diesem Punkt stimme ich mit Dir überein.

Was meine Argumentation gemäß deiner Anführung angeht. Nein – Holzweg, ich habe nicht gemäß Ziffer eins argumentiert – ich habe das Verhalten seiner Frau aufgenommen, sein Aktionismus dazu in Relation gesetzt, die Länge der Problematik berücksichtigt und dann kommt man zu dem Schluss den ich bereits textlich ausgeführt habe.

Den Ausdruck „Du hast ein Problem“ ist für mich solange nicht existent, solange beide Seiten sich für eine Lösungsfindung einsetzen – erst wenn sich einer Verweigert wird aus ein „wir haben ein Problem“ ein „Du hast ein Problem“.
 

Benutzer18780 

Geheimdienstchef
... dass manche Partner einen eben mit "falschen Versprechungen" in eine langfristige Beziehung locken und sich nachher "bedrängt" fühlen und Verzicht fordern, anstatt sich darum zu kümmern, warum sie sich verändert haben.

glaubst du wirklich, eine frau macht vorsätzlich falsche versprechungen, und möchte in diesem falle lightnec jetzt nichtmehr den sex geben, den er doch braucht?
wenn sie sich verändert hat: kann man ihr das vorwerfen? muss sie so bleiben, wie er sie kennengelernt hat? hat sie sich denn absichtlich verändert? ist sie da allein dran schuld? oder hat er sich nicht auch geändert, und beide haben sich dadurch wechselseitig in neuartige situationen manövriert?

vielleicht hat sich in lightnecs beziehung etwas verändert. eigentlich ist es ja auch egal, wer von beiden sich verändert hat. fakt ist, dass es jetzt so ist (WENN es denn so ist).
ich glaube nicht, dass da vorwürfe an eine partei sinnvoll sind, und zu fordern, dass (neue) veränderungen stattzufinden haben.

ich glaube sehr wohl, dass seine frau die situation mindestens genauso durchschaut wie lightnec das tut. ich vermute nur, dass sie einfach keine möglichkeit sieht, sich zu lightnecs vorteil zu verändern. vielleicht will sie es auch gar nicht, (und) fühlt sich gedrängt. alles - wie ich finde - keine sachen, die man ihr vorwerfen kann. Es ist alles eine sache des blickwinkels.

Wer sagt, dass sie nicht schon seit Jahren Kompromisse fährt?
ich stimme dir da zu.
in den gesprächen, die lightnec mit seiner freudin geführt hat, kam ja auch raus, das sie oft für ihn die beine breitgemacht hat. von mangelndem entgegenkommen kann da nicht die rede sein. vielmehr - und das hat lightnec ja gemacht - würde ich mir die frage stellen, ob ich so ein entgegenkommen haben möchte.

nochmals: wen interessiert, wo man die schuld zu suchen hat? warum ist es euch so wichtig, diesen punkt zu diskutieren?
vorwürfe sind schön und gut, sie machen einen schuldigen aus (manchmal sich selbst). aber sie lösen die situation nicht. und man kann in meinen augen von keinem anderenmenschen fordern, sich zu ändern. nichtmal vom partner.

es funktioniert einfach nicht, und die beiden kommen auf keinen nenner, der für beide zufriedenstellend ist. und ich denke, dass das nach langem kämpfen (von dem wir nur lightnecs sicht kennen) eine trennung die einzige ehrliche lösung ist.


Off-Topic:
@trauerklops: bitte ordentlich quoten, so ist das echt schwer zu lesen.


Trauerklops schrieb:
Es gibt immer ein Weg aus einer Problemsituation. Sofern von beiden Seiten es auch gewollt wird, das Problem anzugehen
das halte ich für eine nicht belegbare aussage. und ich halte sie schlicht für falsch - ohne jetzt "hinkende" ersatzbeispiele nennen zu wollen.

Trauerklops schrieb:
Frei nach dem Motto: Mir geht’s ja dabei gut, wie der andere sich dabei fühlt ist mir egal. Egoismus pur!
glaubst du wirklich, ihr gehts gut dabei?

Trauerklops schrieb:
Nein- es ist keine Frage der Sichtweise (...) Hier sehe ich nur das der TS stets den Aktionismus gezeigt hat
stimmt. wir sehen nur lightnecs aktionismus. seine frau hat sich hier nicht gemeldet. wir können also gar nciht wissen, wie sich die situation aus ihrer sicht darstellt. möglicherweise tut sie so einiges, was weder bei lightnec ankommt, noch in unserem wissensradius liegt. deshalb: meiner meinung nach kann so eine situation nur beurteilt werden, wenn man von beiden seiten die sichtweise kennt.

ich stelle mir mal eine frau vor, eingeklemmt zwischen beruf, kind, mann und hausarbeiten. der tag ist voll, von überall kommen erwartungen. ihr mann hat ein problem damit, dass sie einfach keine lust auf sex hat. sie sieht das problem, der mann rückt immer wieder damit an (=aktionismus, helfende hand usw usw). muss frau jetzt auch noch so stark sein, dieses problem lösen zu können?
manchmal ist man einfach hilflos in seiner umgebung eingequetscht, und kann auf probleme einfach nicht reagieren, außer mit schockstarre.

aus der schuldfragen-diskussion klinke ich mich an dieser stelle aus. denn ich denke, es ist eine frage, die gar nciht beantwortet werden muss. :zwinker:
 

Benutzer85806  (46)

Verbringt hier viel Zeit
Hallo@all,

ich verfolge dieses Thema schon von Anfang an, und wie dei meisten bin ich schwer beeindruckt von Lightnecs Einsatz.

Wir hatten diese Situation vor etwa 1 1/2 jahren in unserer Beziehung, ich war diejenige, der die Kust verloren gegangen ist, in mir hat sich schon bei dem gedanken sich schlafen zu legen alles verkrampft.

Warum? ich kann es nicht genau festmachen.
es war wohl ein Zusammenspiel aus Stress im Job, das Gefühl nur noch für andere da zu sein und nichts mehr zu geben zu haben, eine Phase in der Beziehung, in der ich ein wenig mehr Freiraum gebraucht hätte, Zeit für mich.

Das war mir zu der Zeit auch bewusst, leider waren alle Bemühungen nur kurzfristig wirksam, der Job, die Kinder etc blieben mir in meinem Leben, und ich war nicht in der Lage, meine innere Einstellung zu ändern.

Auch mein Partner hat gekämpft, geredet, versucht es mir so einfach als möglich zu mahcen- ohne jeden Erfolg.

Bis hin zur Trennung.
Ich habe mich befreit und wohl in meiner Haut gefühlt, mir ging es gut, weil eine Erwartungshaltung weniger in meinem Leben Platz finden musste.
Fast drei Monate haben wir uns nicht gesehen.
Nachdem ich meinen Job gekündigt, und einen anderen angenommen hatte, sind wir uns zufällig wieder begegnet, haben uns zu einem Treffen verabredet, um noch einmal darüber zu sprechen, was mit uns passiert ist, und um abzuschliessen.

Während dieses Treffens spürte ich zum ersten mal einen Wandel in meiner Sichtweise.
Es war mir wieder möglich, den Menschen mir gegenüber zu sehen und nich eine personifizierte Forderung (die er nie schuldhaft war, nur in meinem Kopf)

Wir kamen wieder zusammen, ich war jedoch extrem unsicher, ob ich diese positive Haltung beibehalten kann, und auf Dauer nicht nur partnerin sondern auch Geliebte zu bleiben.

Ich bin ein sehr durchdachter Mensch, und habe mir eine Strategie zurechtgelegt.
So würde ich nie auf den Gedanken kommen, einen Gute Nacht kuss oder eine liebe Geste zurückzuweisen.
Sex wurde für mich zu einer ähnlichen selbstverständlichkeit.

In der ersten Euphorie, den geliebten wieder zu haben, ging das sowieso problemlos, dann habe ich mir angewöhnt, Ihn zumindest zu befriedigen, wenn ich gar keine Lust hatte.
Irgendwann hat sich das aber umgekehrt, ich glaube es hat eine klassische konditionierung stattgefunden, und ich habe erstens Lust, sobald ich seine Erektion spüre, und zweitens denke ich nicht darüber nach ob ich genau heute sex haben möchte, sondern sehe es als selbstverstänlchihkeit an.

Ich geniesse die Nähe, die Vertrautheit, die Stimmung.
Versteht mich nicht falsch, da ist kein bisschen Opferhaltung dabei, ich tu das nicht nur Ihm zur Liebe, ich habe mich noch nie vorher in einer Partnerschaft so frei und trotzdem Geborgen gefühlt, ich habe lediglich meine innere Einstellung korregiert.

Das "Problem" war auch ich ganz alleine, er hätte nichts sagen oder tun können um diesen Zustand herbeizuführen.
Ich allein musste die Entscheidung treffen, diesmal etwas anders zu machen.

Ich weiss nicht, ob irgen etwas vonn all dem hier Lightnec weiter hilft, seht es als erfahrungsbericht.

Lightnec, Du machst nichts falsch, es liegt nicht an Dir, etwas zu ändern.
Daseisst nicht, daß sie schuldig ist, aber vielleicht, wie ich, gefangen in einem System, das nur sie selbst durchblicken und ändern kann.
Viele Grüße
 

Benutzer28082 

Verbringt hier viel Zeit
Man – schon wieder diese Hausfrauenpsychologie …

@hellgrau
@
Niemand ist schuld. Das Problem ist auf dem Niveau von "Ich mag Spinat und Du nicht". Da gibt es keine Schuldigen.
Warum sollte sie weiter auf Dich zukommen? Vielleicht ist der Sex, der stattfindet schon ein Kompromiss am äußersten Limit?


Ich teilte bereits mit, dass der vergleich von Sex und Essen einfach nicht zu ziehen ist. Und ich kann Dir hier ebenfalls mitteilen, dass genau dieses Problem eines der meist diskutierten Themen ist in der Männerwelt. Schon komisch, dass man in so ziemlich jeder dritten Beziehung Anzeichen für ein nicht intaktes Sexualleben ist – aber Du degradierst es zum Thema „ich mag keinen Spinat ….“
Mal nur ein kleiner Gedankenanstoß: Weißt Du was der TS so alles macht für das kleine Familienglück, Weist Du ob er nicht brav Überstunden schiebt und hier und da guckt – nur damit es der kleinen Familie gut geht. Weist Du wie oft er an dein angesprochenes Limit geht, nur damit alle Glücklich sind. Natürlich haben nur andere den Anspruch auf ein Glückliches Leben – er, der sich eventuell den Hintern für vieles aufreist – dem darf man mit Schwung jeden Tag ins Gemächt treten. Ich kann Dir nur raten dich nicht so polarisieren zu lassen. Das Problem hat mehr als nur eine Seite.

@
Aus Sicht des "Ich will mehr"-Partners lässt sich immer schnell urteilen, dass das vorhandene Minimum genau die Menge ist, die der Partner gut findet. Ist aber etwas kurzsichtig gedacht. Evtl. ist es genau die Menge, die der Partner einem selbst zuliebe noch "mitmacht". Wer sagt, dass sie nicht schon seit Jahren Kompromisse fährt?

Ließ mal den Satz genau – Du widersprichst Dir selbst. Dennoch weis ich was Du gemeint hast. Also, ich Zweifel hier langsam so ein wenig, ob Dir bewusst ist was man unter aktiver Problembewältigung versteht. Ich will es mal so ausdrücken: Du wirst niemals zum Erfolg kommen, wenn Du stets mit der Tür ins Haus fällst (nach dem Motto: los will poppen) – dazu gehört schon eine lange ausgibige Diskussion (was der TS auch getan hat) und ein aktives Teilnehmen an der Diskussion (was seine Frau leide rnur bedingt getan hat). Beschreibe erste Mal das Problem, begreife es, realisiere es und dann kann man mal gucken was man ändern kann. Wenn Du gleich mit dem Terminkalender in der Hand ankommst und sagst: Montag, Mittwoch und Sonntag poppen wir wirst Du das Problem nur fokussieren – aber nicht lösen.

@
Außerdem ist es wesentlich leichter auf der Verzicht-Seite zu stehen und etwas Angenehmes nicht zu tun, als sich zu etwas Unangenehmem durchzuringen.

Blödsinn – das mag deine Empfindung sein – ist aber so nicht haltbar.

@
Sorry wenn das für schlechte Stimmung sorgt, aber diese Themen laufen doch immer darauf hinaus, dass der Betroffene seine Ansprüche Stück für Stück mit Argumenten, die richtig über zweifelhaft bis falsch sind, als legitim deklariert.

Was nun – richtig oder falsch. Viel geschrieben – keine Aussage.

@
Ist aber einfach nicht so. Niemand hat solche Ansprüche. Wenns nicht klappt, dann ist das eben schwierig.
Aber eine Schuld oder gar einen "Bösen" gibt es deshalb nicht.
Der Thread ist ja schon ziemlich umfangreich und ich hab nicht mehr alles im Kopf. Gab es denn überhaupt schonmal Vorschläge für einen gegenteilige Entwicklung?
Also nicht einfach Verzicht, sondern das Senken des Interesses?

Ja – der TS hat sich sehr mit dem Thema auseinander gesetzt und er hat schon vieles versucht.

@
Du hast einen tollen Partner, ein Kind (wenn ich das noch richtig weiß) und jetzt noch etwa 30 Jahre Zeit bis Du schon wieder an die Rente denkst.
Das ist ganz ganz wenig. Überleg mal, was Du in den bisherigen 30 Jahren so geschafft hast.
Hier wurde häufig erwähnt "etwas zu verpassen". Hast Du Dir mal überlegt, was Du alles verpasst, wenn Du Dein Leben auf Sex ausrichtest? Das, was Du von anderen Frauen bekommst ist Kopfsex. Deren Mumus fühlen sich auch nicht wirklich anders an.
Wir suchen unser Leben lang nach Bestätigung. Duch andere Menschen ("ich find Dich toll"), durch Umstände (Karriere, Religion ...) und sogar durch uns selbst ("ich bin treu zu mir selbst ihr *****). Kopfsex ist so ziemlich alles, was Du von "irgendwelchen Frauen" bekommen kannst. Für jede Frau, steigt in Deinem Kopf der "Zähler" an, der misst Wieviele Dich toll genug fanden, um mit Dir Sex zu haben. Das macht aber den Sex nicht besser, die Gefühle auch nicht und die Situation schon gar nicht. Wenn es letztlich nur um Selbstbestätigung geht, solltest Du Dich mal nach Dingen umschauen, mit denen Du auch am Ende Deines Weges noch zufrieden sein kannst.

Interessant – ich würde mich davor hüten jemand etwas vorschreiben zu wollen. Und genau das tust Du mit deinen Äußerungen. Des weiteren ist es deine Sicht der Dinge und bitte – stempel nicht anderen deine Sicht der Dinge auf – oder wenn schon geschrieben, dann mache bitte klar, dass es deine Einstellung zu der Sache ist, aber mit hinterschwelligen Andeutungen den TS hier sein „Unrecht“ einzureden ist anmaßend. Er entscheidet selbst wie er sich verhalten wird, was wichtig für ihn ist.

@
"lightnec was hast Du mit Deinem Leben angefangen" - "Tja Chef, ich hab mit 30 angefangen eine tolle Frau zu hintergehen und später ist es dann in die Brüche gegangen." Da ist es fraglich, ob der Sex das wert war.

Reine Polemik!

@
Ich bin nur ein paar Jahre jünger, als Du. Aber mir graut es schon davor, dass die Hälfte des "Lebens vor der Rente" schon vorbei ist. Klar ist es reizvoll, wenn man bestätigt bekommt, sexuell attraktiv und leistungsfähig bzw. allgemein begehrenswert zu sein. (Kondition?) Aber es ist noch lange nicht das Beste, was man mit seiner Zeit anfangen kann.

Mir scheint, Du hast den Thread nicht gelesen. Mit keinem Wort konnte ich hier herauslesen, dass es dem TS um Bestätigung geht. Er machte sich von Anfang an Sorgen um die Beziehung und um die Zukunft und nicht das was Du ihn hier in den Mund legen willst
 

Benutzer18780 

Geheimdienstchef
Interessant – ich würde mich davor hüten jemand etwas vorschreiben zu wollen. Und genau das tust Du mit deinen Äußerungen. Des weiteren ist es deine Sicht der Dinge und bitte – stempel nicht anderen deine Sicht der Dinge auf
komisch, genau das habe ich auch gedacht, als ich deine doch sehr "aktiv" geschriebene meinung in den letzten beiträgen gelesen habe :zwinker:
-- allerdings hast sowohl du als auch hellgrau den text deutlich als eigene meinung deklariert.
 

Benutzer28082 

Verbringt hier viel Zeit
Sorry – Mann in Mond – ich hacke hier meine Beiträge zwischen Tür und Angel rein. Daher Tippfehler und unsaubere Darstellungen sind Ergebnisse des Schnellschreibens und des Zeitmangels.

Streichen wir also das Wort Problem. Wir benutzen hier grundsätzlich das Wort Problem nicht – sondern wir definieren solche „Probleme“ als „schwierige Situation des Gesamten“.

Doch – Lösungen aus schwierigen Situationen gibt es immer. Dabei ist allerdings einiges zu berücksichtigen. Wenn es nicht aus jeder angespannten Situation einen Lösungsweg geben würde, dann hätten wir hier auf der Erde nicht wirklich viel zu lachen. Es gab zum Beispiel schon mehr als nur einmal den Fall, dass die Welt kurz vor einem erneuten Krieg mit Nuklearwaffen steht – auch dieses Problem hat man Gott lob gelöst. Das von mir aufgezeigte Beispiel hat zwar mit dem Thread nicht zu tun, aber diese Situation ist mit Abstand kritischer zu beurteilen als „100 Jahre kein Sex zu bekommen“. Es gibt sogar Mechanismen um schwerwiegende Situationen meistern zu können, aber diese Ausführung hier führt einfach zu weit.

Nein, ich glaube nicht das es der Frau damit gut geht. Aber sie kann trotzdem Konstruktiv am Lösung der Situation arbeiten – und genau das tut sie mir einfach zu wenig.

Mann in Mond – was tust Du, wenn Dir das Wasser bis zum Hals steht? Richtig Du wirts – sofern möglich – selbsttätig anfangen zu schwimmen. Du befreist Dich mit eigener Kraft aus dieser Situation. Wenn sie so eingeklemmt wird von dem Berufsleben, Kind, Mann usw, dann kann sie sich doch mitteilen. Keiner kann erwarten, dass innerhalb von zwei Stunden eine Lösung für die Situation gefunden wird. Eine Situation die 10 Jahre in eine falsche Richtung läuft holt man nicht in ein paar Gesprächen wieder zurück. Ein wenig Geduld ist schon angebracht. Aber nochmals wenn ich eine schwierige Situation erkenne und nicht handle, dann ist das schon sehr fraglich und innerhalb einer Beziehung nicht richtig.

Schuld hin oder her – ist wirklich ein Punkt den man nicht so auf Anhieb richtig klären kann. Sehr selten werden schwierige Situationen nur von einer Person erzeugt – meistens haben da noch mehrere Leutz die Finger im Spiel. Gemeinschaftlich kann man solche Probleme zumindest versuchen zu lösen. Wer sich dem Lösungsversuch entzieht macht sich „schuldig“.

In der Tat interessiert die Frage „Du / ich bin Schuld“ nur sekundär. Der TS möchte mit Sicherheit wieder zur Normalität zurückkommen – und da ist die Klärung der „Schuldfrage“ wirklich zweitrangig – da gebe ich Dir voll Recht.

So – bin auch wieder draußen – muss wieder so tun als ob …..
 
H

Benutzer

Gast
@ Trauerklops: Kontrollier mal Deine Zitate, da passt irgendwas nicht.

Man – schon wieder diese Hausfrauenpsychologie …
Tja, eigentlich wäre hier schon Schluss. Ist das hilfreich? Ist das ein sinnvolles Niveau? Weißt Du, ob ich Psychologe bin? Bist Dus?


Ich teilte bereits mit, dass der vergleich von Sex und Essen einfach nicht zu ziehen ist.
Hab ich aber doch schon getan.
Naja, jedenfalls hab ich Deine Meinung dazu verstanden.

Dir nur raten dich nicht so polarisieren zu lassen. Das Problem hat mehr als nur eine Seite.
Genau deshalb steh ich ja auf der Seite, die hier so furchtbar vernachlässigt wird. "Seinen Job zu machen" und "sich um die Familie zu kümmern" ist keine Tat für die man Sex als Gegenleistung erwarten oder gar verlagen kann.

Ließ mal den Satz genau – Du widersprichst Dir selbst.
Kann ich nicht finden, führ das mal aus. Sorry.

Ich will es mal so ausdrücken: Du wirst niemals zum Erfolg kommen, wenn Du stets mit der Tür ins Haus fällst (nach dem Motto: los will poppen) – dazu gehört schon eine lange ausgibige Diskussion (was der TS auch getan hat) und ein aktives Teilnehmen an der Diskussion (was seine Frau leide rnur bedingt getan hat). Beschreibe erste Mal das Problem, begreife es, realisiere es und dann kann man mal gucken was man ändern kann. Wenn Du gleich mit dem Terminkalender in der Hand ankommst und sagst: Montag, Mittwoch und Sonntag poppen wir wirst Du das Problem nur fokussieren – aber nicht lösen.
Wo hab ich denn so einen Quatsch von Terminplan geschrieben?
Und wieso meinst Du, dass ich irgendwelche Probleme nicht lösen könnte? Es ist lightnec der hier ein Problem hat. Den Erfolg, von dem Du sprichst habe ich vielleicht schon? Wär doch möglich. :smile:

Blödsinn – das mag deine Empfindung sein – ist aber so nicht haltbar.
Blödsinn - das mag Deine Meinung ist. Ist aber nicht die Meine und ohne einen empirischen Beweis nicht haltbar.
Clown gefrühstückt? Wenn Du so sicher bist, dass es "nicht haltbar" ist, dann widerleg es auch. Wenn Du das kannst, werde ich das natürlich akzeptieren. Erscheint mir aber bisher nicht machbar. Und deshalb werde ich an meiner Meinung, die natürlich auf meinen Empfindungen beruht, festhalten. Ist doch ganz normal, oder nicht? Klar lass ich mich umstimmen, wenn ich erkenne, dass Du recht hast. Ist aber bisher einfach nicht so.

Was nun – richtig oder falsch. Viel geschrieben – keine Aussage.
Das "viel geschrieben" ist die Aussage. Man kann eben nicht immer jedes Problem in einem Post lösen oder mit "richtig" oder "falsch" bewerten. So leicht sind diese Themen eben nicht. Das weißt Du doch selbst.

Ja – der TS hat sich sehr mit dem Thema auseinander gesetzt und er hat schon vieles versucht.
Bist Du sein Babysitter? Er ist doch hier aktiv, da wird er sich schon äußern, wenn es ihn interessiert. Scherz beiseite, soll ich mit Dir darüber reden, was lightnec schon versucht hat oder nicht?
Es macht doch mehr Sinn, wenn er und ich uns (Interesse vorausgesetzt) darüber direkt auseinandersetzen, oder nicht?
Wenn Du was sinnvolles hinzufügen kannst, ist das gut. Aber bevor er seine Position zu meinen Aussagen bezieht macht das doch kaum Sinn. Evtl. ignoriert ers ja auch, dann ist das doch ziemliche Verschwendung.

Interessant – ich würde mich davor hüten jemand etwas vorschreiben zu wollen.
Du hast weiter oben noch behauptet meine Ansichten wären "nicht haltbar" und ich würde einen Vergleich bringen, der "nicht zu ziehen ist". Find ich nicht besonders schlimm, aber dann solltest Du Dir nicht auf die Fahne schreiben niemanden was vorzuschreiben, oder?

Und genau das tust Du mit deinen Äußerungen.
Langsam. Du behauptest, Du würdest sowas nicht tun und drehst mir daraus einen Vorwurf. Nehmen wir mal an Du hättest Recht und ich würde irgendwas vorschreiben. Dann mach ich das eben. Und weiter? Gibts da ein Gesetz gegen? Schadet es lightnec? Wohl kaum, er kann die Infos ja betrachten, wie er möchte.

Des weiteren ist es deine Sicht der Dinge und bitte – stempel nicht anderen deine Sicht der Dinge auf
Warum denn nicht? Das machst Du doch genauso. Du behauptest ich würde "Hausfrauenpsychologie" anwenden.
Lass mich doch stempeln.

aber mit hinterschwelligen Andeutungen den TS hier sein „Unrecht“ einzureden ist anmaßend.
Wieso denn? Wenn ich es eben für Unrecht halte, dann ist das so. Das darf ich doch noch schreiben oder nicht? Außerdem ist das eine massive Übertreibung. Als "Unrecht" wird hier doch überwiegend das "Unwillige" Verhalten seiner Partnerin gesehen. Wo habe ich denn wirklich was von "lightnec tut was Unrechtes" geschrieben?

Er entscheidet selbst wie er sich verhalten wird, was wichtig für ihn ist.
Davon gehen wir mal aus. Und genau deshalb brauchen wir unsere Ansichten auch nicht zensieren. Schon gar nicht durch die Ansichten anderer, die nicht lightnec heißen.

Reine Provokation, Profilierung und Streitsucherei.
Ernsthaft, was bringt so eine Äußerung?


Mir scheint, Du hast den Thread nicht gelesen.
Da irrst Du. Aber das macht nichts.

Mit keinem Wort konnte ich hier herauslesen, dass es dem TS um Bestätigung geht. Er machte sich von Anfang an Sorgen um die Beziehung und um die Zukunft und nicht das was Du ihn hier in den Mund legen willst
Find ich vollkommen in Ordnung, dass Du das so siehst.

Sei einfach mal nicht so aggressiv. Ich hab echt keine Lust auf das "Ich hab Recht im Internet"-Spiel. (Ja ich weiß, Du bist völlig enstpannt. Umso besser :smile: )

Gruß

-- -- hellgrau
 

Benutzer28082 

Verbringt hier viel Zeit
@hellgrau:
Wollen wir mal akademische Schwimmabzeichen vergleichen? Nur zu. Des Weiteren interessiert es mich nicht im Geringsten ob der Beitrag für Dich hilfreich ist oder nicht. Die Anzweiflung meines Niveaus steht hier auch nicht zu Diskussion. Und wenn bei Dir eine psychologische Ausbildung zu finden sein sollte – so würde es mich schon sehr wundern.
Und wenn ich mir den Rest deines Versuches so angucke auf die Argumente zu antworten kann ich Dir nur mitleidsvoll über den Hinterkopf streicheln. Deine Argumente höre ich täglich ein paar male und innerlich kann ich nur den Kopf schütteln – bleibe bei deiner Meinung.
Mir scheint Du möchtest krampfhaft alles falsch verstehen – nur zu, die Gedanken sind frei und ich lache mich gerade innerlich darüber kaputt. Wenigstens erheitern mich deine Beiträge – sehr erfrischend!
Lach – so einen empirischen Beweis. Ich bin da doch lieber für den deduktiven Beweis – aber egal.
@
Das "viel geschrieben" ist die Aussage. Man kann eben nicht immer jedes Problem in einem Post lösen oder mit "richtig" oder "falsch" bewerten. So leicht sind diese Themen eben nicht. Das weißt Du doch selbst.
Soso – mir das Wort im Munde verdrehen wollen, aber wenn es einem gleich getan wird, dann „wusste ich das natürlich“ – echt unkonsequent.
Lese mal meine Signatur zu Thema „recht haben“ – die steht da nicht ganz ohne Grund.
Den Rest spar ich mir und gehe lieber einen Kaffee trinken. Mir tut einfach nur der TS leid, dass er sich sehr viel Mühe gegeben hat, viel versucht und gekämpft hat – aber leider nicht weitergekommen ist. Ihm gehört mein Mitgefühl in dieser Situation.
Achso – und ich schließe mich dandy mit seiner Kurzausführung voll und ganz an. Den Beitrag fand ich ebenfalls sehr interessant.
 

Benutzer82338 

Verbringt hier viel Zeit
Erstmal dank euch allen, die sich hier an diesem elend langen Thread beteiligen.

Es liest sich alles sehr angenehm und verstehe auch was ihr sagen wollt. Ich nehme es auf, verarbeite es zu meinem, baue die Erfahrung anderer mit in meine Beziehung ein und beobachte wie es weiter geht.

Ich möchte auch sagen, dassich auch die Diskussionen zwischen euch sehr Interessant finde. :smile:

Auf einiges möchte ich dennoch eingehen.

radl_django schrieb:
@lightnec: Ich hoffe, dass Du mit meinem Post was anfangen kannst :smile:
Aber sicher konnte ich was damit anfangen. :smile:

radl_django schrieb:
Über ne Affaire mach ich mir Gedanken, aber versuch diese zu verdrängen, denn schliesslich würde ich die ganze Ehe damit aufs Spiel setzen.
Den Gedanke eine Affäre zu starten, verdrängte ich über 4 Jahre. Meine Moralvorstellungen bremsten mich immer wieder aus es doch zu tun.

brauche Hilfe schrieb:
(...) Dass der Sex nach 10 Jahren nicht mehr der ist, wie am Anfang der Beziehung ist einfach nur hormonbedingt.
Da gebe ich dir Recht, deshalb haben wir ja auch nicht mehr 3x Sex am Tag. So wie es bei uns am Anfang war. Auch keine 5x pro Woche, wie es ein Jahr später noch war. Aber wenn dass mit den Hormonen stimmt, warum finde ich sie nach so vielen Jahren noch so Attraktiv, ja sogar Attraktiver und könnte sie am liebsten immer noch 5x pro Woche vernaschen?

Es steckt mehr dahinter, also nur die Hormone. Ich kenne persönlich Paare, die haben fast Täglich Sex und sind schon 7 Jahre zusammen...

brauche Hilfe schrieb:
Was ich jetzt sagen will, hat jetzt net explizit mit deinem Prob zu tun.
Menschen setzen mehrjährige Beziehung aufs Spiel (10, 20 oder auch 30 Jahre), um was neues auszuprobieren. Nach relativ kurzer Zeit stellt man fest, dass man die Person liebt, die man verlassen hat. Aber zurück kann man auch nicht mehr. Das Vertrauen ist einfach nicht mehr da. Also denk dran bitte lightnec
Genau das befürchte ich. Genau das ist auch etwas gewesen, was mich zum Fremdgehen immer ausgebremst hat. Ich Stecke in einem Gefühlschaos...

Mann im Mond schrieb:
ich denke, ein bild tut nichts zur sache. halte dich an dein versprechen.
Ich halte Versprechen.
Es war doch nur eine Metapher dir zu sagen, wie hübsch doch meine Maus ist. :smile:


Die ganze Sache mit dem Kompromiss, sehe ich auch so, dass es da kein wirkliches gibt. Man kann eine Frau nicht zum Sex zwingen. Auch dass sie für die liebe nur die Beine Breit macht, stellt für mich nicht als erfühltes Sexualleben dar. Ich bin mir aber sicher, wenn man das Grundproblem gelöst hat oder nur erkannt hat, dass die Lust zu einem normalen Zustand zurückkommen kann. Sie gibt ja auch zu verstehen, dass sie Sex mag. Beim letzten Mal (vor 3 Monaten) sagte sie nach dem es Wild zur Sache ging, dass es geil war. Sie braucht nur einen kleinen Stups, damit die Lust sich entfalten kann.

Ich glaub auch nicht, dass sie eine Mogelpackung war. Sie hat sich in ihrer Art und Charakter wenig verändert. Ich glaube das ich der bin, der sich stark verändert hat.



Doch ich möchte noch etwas anderes Berichten.
Sicherlich geht auch meine Geduld mal zu Ende. Daher habe ich vorgestern mein letztes Posting von mir ins Word kopiert und ihn auf meinem Lebtop offen stehen lassen und die Küche verlassen, weil ich plötzlich was zu tun hatte. Hier noch mal nachzu lesen.

lightnec schrieb:
Ich weiß, dass ich mich hier nicht lange habe blicken lassen. Doch ich bin mir mit meiner Entscheidung so unsicher. Immer wenn ich mich auf dieser Plattform aufgehalten habe, fühlte ich mich irgendwie schlecht. Die letzten 6 Wochen meines Krank seins trugen auch ihren Beitrag.

Die aktuelle Situation ist zwar besser geworden aber nicht in dem Ausmaß, dass es eine Erwähnung wert wäre. Da es eben etwas besser wurde, versteife ich mich anscheinend zu sehr in die Hoffnung.

(gelöschter Absatz)

Auch hier über PM unterhalte ich mich viel über mein Problem. Hier hat mir eine Reifere Frau einen Satz gesagt, der mir gefallen hatte. "Einen Menschen kann man nicht ändern! Erst der Versuch seinen Partner ändern zu wollen, führt zu Problemen..."

Dieser Satz hat mir gefallen, weil ich damit was anfangen konnte. Ich habe mich damit abgefunden, dass meine Frau eben zu schüchtern oder Unerfahren ist, den Anfang machen zu können, dass sie eben nicht auf Verrückte Dinge Steht und dass sie eben nichts Neues Ausprobieren muss, um glücklich sein zu müssen. Als ich so an meine Beziehung ran ging, sie also so genommen habe wie sie ist, ich es innerlich Akzeptiert habe, ab da ging es in Harmonischer Sicht richtig gut vorwärts bei uns. Sie sagte selber, dass ich lockerer Drauf bin als sonnst.

Ich hatte es ja durchgezogen, dass ich sie nicht mehr unter Druck setze und ich sie daher nicht mehr Verführt habe. Drei Monate haben wir keinen Sex. Mittlerweile habe ich es sein lassen, meiner Frau nicht mehr zu verführen. Dann mache ich es eben. Ich kenne ja ihre Schwachstellen. :smile: Doch hier liegt genau das Problem. Es kommt sehr oft ein NEIN oder JETZT NICHT. Einmal im Monat scheint ihr genug. Sie sagt es mir sehr lieb um mich nicht zu verletzen. Das bekomme ich mit. Sie streift mir durch die Wange oder meinen Schultern. Wenn ich frage, WANN DANN, dann kommt immer ein MAL SEHEN und lächelt ganz lieb. Souverän unterbreche ich den Anmachversuch.

Vor einigen Wochen hatte ich mal eine Tabelle gemacht, wo alle Möglichen Sexpraktiken draufstanden. Die 1 wäre Abneigung und die 10 wäre absolutes gefallen. Bei einigen Dingen waren wir uns beide Einig. Das ginge auch uns zu weit. Aber das meiste davon ging weit auseinander. Sie möchte wirklich nur kuscheln, schmusen und es Romantisch haben. Ich mag es auch, keine Frage. Da waren auch Übereinstimmungen. Aber 10 Jahre lang kuscheln und Romantisch...(?) Outdoor und Spielzeug könne sie sich vorstellen. Sie mag es nicht, devot zu sein. Oder sich "benuzen" lassen wollen. Genau das ist das, was sich mit meinem Interesse oder Neugier beißt. Ich hatte übrigens immer gedacht, dass genau dies ist, was sie mag, aber es nicht getraut hat anzusprechen. Weil der Sex manchmal leicht in diese Richtung ging. Nun bin ich schlauer.

Das alles ist kein Muss. Ich habe ihr auch gesagt, dass es nicht darum geht, was wir machen können, um unser Beziehung zu retten. Es ging nur darum sein gegenüber besser zu kennen. Dass ich endlich Gewissheit habe, was sie eben mag und vor allem nicht mag. Dass alles was ich mal Ausprobieren möchte ist kein Muss. Mich würde es Befriedigen, wenn der Normale Sex bei uns Gesund wäre.

Nach dem ich das alles mal mit einem Verwanden meines Vertrauen erzählte, gab er ein Interessanten Satz von sich. "man kann auch alles Kaputt reden" Manche Situationen ergeben sich einfach. Nachdenklich Rückblickend, rede ich wirklich zu viel. Viel zu viel...

All diese Erfahrungen wollte ich in meine Beziehungen einfließen lassen. Daher habe ich mich lange nicht gemeldet, in der Hoffnung, dass ich Positives zu berichten habe.

Mittlerweile erwische ich mich damit, wie ich mit anderen Frauen flirte und ihnen Komplimente mache. Ich bin nicht mehr so zurückhaltend. Wahrscheinlich weil mir die Konsequenz egal wird. Das Feedback und die Körpersprache der Frauen, ist sehr angenehm. Gerade für das eigene Ego.

Ich weiß, dass ihr mir hier helfen wolltet. Ich kann mir auch vorstellen, dass ihr das Gefühl habt, dass ihr gegen eine Wand redet - ich mir nicht helfen lassen möchte. Auch ich habe oft in Threads soetwas gedacht. Ich erwarte jetzt keine Antworten. Doch da der Thread schon so lange geht und ich viel Leser habe, wollte ich euch wenigstens auf dem Laufenden lassen.

Ich finde die Option mit der Auszeit gar nicht so schlecht. Mich würde es sehr Interessieren, ob sie mich irgendwann vermisst...

Bei all den Erfahrungen, die ich in den letzten Monaten gemacht habe, brauchte ich nicht lange um zu verstehen, dass ich und meine Frau in Sexueller Hinsicht nicht zusammen passen. Das ist auch das Problem was ich habe. Nur in Sexueller Hinsicht passen wir nicht zusammen. Außerhalb des Sexes funktioniert ja die Beziehung. Aber soll ich das alles aufgeben, nur weil ich meinen Sexuellen Wünsche nicht ausleben darf. Sollte ich mich lieber auf das Konsentrieren, was uns Verbindet(?)

Ich mag es auch sinnlich und romantisch. Ich mag es auch im Sommer nackt auf einer Wiese liegen. So wie meine Maus eben. Sollte ich nicht darauf bauen. Ich bekomme manchmal das Gefühl, dass sie nicht versteht, warum ich alles so Kompliziert mache, warum ich etwas ändern will, obwohl unsere Beziehung bis hier funktionierte.

Aber auf der anderen Seite, lerne ich Frauen kennen, die genau das Mögen was ich Mag. Die Versuchung ist groß, es einfach mal auszuprobieren. Ich bin nicht der Mutigste was das ansprechen von Frauen angeht, aber die Hemmungen fallen immer mehr und ich finde langsam Spaß daran, mit einer Frau zu flirten.

Doch auch hier im Forum hat einer gesagt, dass man mit einer anderen Frau eben auch andere Probleme haben kann. Vielleicht lerne ich ja eine kenne, die genau den Sex mag wie ich aber der Rest eben nicht passt und somit die Beziehung dann auch scheitert.

Ich bin gerade in so einer Art Selbstfindungsphase der Irgendwo ein Zeichen sehen will, um die richtige Entscheidung treffen zu können.

Liebe Grüsse
lightnec

Die einzige Veränderung die ich vorgenommen habe, war das löschen des Absatzes mit dem Affären auf anderen Plattformen. Das geht zu weit.

Als ich nach einer Stunde wieder kam, setzte ich mich wieder an meinem Lebtop und schrieb wieder wild los. Nun kam meine Frau an und sprach mich auf den Text an.

Als erstes war sie stark gekränkt, weil ich mit anderen Frauen flirte und sie auch schon mit Komplimenten anspreche. Das hat sie mir nicht zugetraut. Sie verstand auch sofort, woher das kommt. Sie sagte selber: „wenn wir mehr Sex hätten, dann würdest du anderen Frauen nicht hinterher schauen.“ Sie sagte auch, dass sie jetzt nicht mehr ruhig schlafen kann, wenn ich in Discos gehe. Das Gespräch war zwischendurch etwas Intensiv aber auf Grund der Situation doch sachlich und ruhig. Beleidigt und Unverstanden wurde von ihr das Gespräch beendet. Sie sollte wissen woran sie ist.

Gestern Abend machte sie etwas, was sie noch nie gemacht hat. Sie hat sich zu mir auf die Couchlehne gesetzt und fing mit dem Thema an. Sie wollte mir sagen, was sie an mir stört. Doch sie sagte selber, dass sie nicht die passenden Worte findet um mich nicht zu verletzen. Ich gab ihr zu verstehen, dass sie frei raus reden soll, ich werde es schon Richtig auffassen.

Sie sagte, dass wir in unserer Beziehung keinen Zusammenhalt haben. Wir beide würden uns oft in den Rücken fallen. Gerade Gespräche mit anderen Leuten, wie beim Kaffeklatsch oder bei Freunden, würden wir nicht zeigen, dass man zueinander hält. Sie sagte auch weiterhin, dass sie einen Starken Mann möchte, der Sicher mit allem ist und weiß was er will. Das alles wäre ich nicht. Auch stört sie meine Schusseligkeit, weil ich eben einiges Vergesse.

Hier war ich erstmal erschrocken, weil sie nichts mehr in unserer Beziehung mitbekommt. Ich sagte zu ihr, dass ich das alles aber bin und sie es eben nicht mehr sieht. Ich sagte auch, dass ich das mit dem Starken und Selbstbewussten Mann wusste und eben der auch sein wollte. Ich fühlte mich schon länger unter Druck gesetzt, weil sie viel von mir erwartet, auch das sagte ich ihr. Ich habe ihr zu verstehen gegeben, dass ich alles, wirklich alles mache, was wichtige Entscheidungen angeht.

Ich kam mit dem Beispiel, als ich sie Kennen lernte sie nicht mit Geld umgehen konnte und ich alles gerade gebogen habe. Ich war der, der die Gläubiger um Ratenzahlungen gebeten hatte, der mit Banken Gespräche führte und die ganzen Schulden tabellarisch übersichtlich gestaltetet hatte, um einen Überblick zu bekommen. Dass war vor 5 Jahren und sie hat es anscheinend vergessen.

Weiterhin sagte ich, dass ich der jenige bin, der bei Wohnungsproblemen oder Schulproblemen mit den Entsprechenden Personen in Kontakt getreten bin. Ich bin der, der die Preisverhandlungen unseres Auto und der Wohnung gewagt habe. Ich bin der, der seine Meinung deinem Vorgesetzen und auch meinen sage. Auch der vor deiner und meiner Verwandtschaft keinen Halt macht, wenn Unstimmigkeiten zwischen euch liegen und und und. Ich sagte, dass ich genau weiß, was sie mit Selbstbewusst meint „Aber du siehst es nicht mehr“ Bei all den Aufgaben ist es nicht zu verübeln, wenn man da mal was vergisst. Hier die Anspielung auf meine Schusseligkeit.

Ich habe auch verstanden, was sie mit dem „nicht zu ihr halten“ meinte.
Ich erklärte ihr auch ganz vorsichtig, dass es für mich schwer ist, zu seinem Partner zu stehen, ihn Respektiere und immer Stark an ihrer Seite bin, wenn man das Gefühl hat, nicht mehr Wahr genommen zu werden. „ich meine, von dir kommt ja überhaupt nichts mehr rüber“

Sie wurde ruhiger und sagte: „aber das weiß ich doch alles“ noch leiser sagte sie, „das ist auch nicht das was ich meinte“ ich erkenne, dass sie nicht Gegenargumentieren konnte. Ich lies sie überlegen, bis sie sagte, dass sie Situationen meint, wo wir uns beide nicht mehr ernst nehmen. „Ich habe das Gefühl, wir fallen uns gegenseitig in den Rücken.“ Weil ich ruhig war, kam sie mit einem Beispiel, wenn wir uns bei Leuten sind und sie sich mit jemanden unterhält, mag sie das nicht, wenn ich ins Wort Falle um sie zu verbessern oder wenn ich keine Meinung dazu hätte. Wenn man dass alles als was Großes versucht zu verstehen, glaube ich zu wissen was sie meint. Interessant war auch in ihrem letzten Absatz des Gespräches, dass sie das Wort WIR und UNS benutzte.

Sie sprach auch das mit dem flirten nicht noch mal an. Sie sagte, dass wir uns mal Intensiver war nehmen sollte und wir beide wieder mehr Zusammenhalt zeigen sollten. Das war wie gesagt gestern Abend.

Heute Früh wurde sie etwas zeitiger Wach als sie aufstehen musste. Sie fragte mich, ob ich nicht mehr schlaffen könnte. Ich sagte Nein und sie kam zu mir rüber und kuschelte sich bei mir ein - bis der Wecker anging.

Das wäre so ein kleines Zeichen...

Mit diesem Gespräch, find ich das was Trauerklops geschrieben hat Interessant.

Trauerklops schrieb:
Nun, ich kenne diesen Thread seit der ersten Zeile – und ehrlich gesagt, die Entwicklung wundert mich nicht im Geringsten. Im Gegenteil ich habe sie damals sogar prognostiziert.

Grundsätzlich ist jedes Zusammenleben ein Kompromiss. Werden die Kompromisse sauer ausgehandelt und diskutiert, dann ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass beide Seiten mit dem ausgehandelten Kompromiss leben können. In diesem Fall habe ich bis dato nicht erkennen können, ob sich nur der Mann bewegt – oder auch seine Frau. In meinen Augen stellt es sich so dar, dass sie sehr wohl den Aktionismus ihres Mannes auf der einen Seite toll findet – aber auf der anderen Seite ihr (sorry für die harten Worte) am Arsch vorbeigeht.

Sie hat weder Lust diesen Thread zu lesen, noch hat sie Lust sich mit dem Problem auseinander zu setzen. In meinen Augen ist das ein unhaltbarer Zustand der klar aufzeigt, was sie von der jetzigen Lebenssituation hält. Sie kennt ihre Probleme, sie hat aber keinen Mum sich diesen Problemen zu stellen. Da kann ihr Mann mit den Hintern Fliegen fangen – sie bewegt sich nicht.

Die Schlussfolgerung aus der gesamten Geschichte – eine Seite bleibt beim Kompromiss auf der Strecke – nämlich die des Mannes. Eine einfache Ausrede – ich brauche nicht soviel Sex in einer Beziehung ist in diesem Punkt keine ausreichende Begründung und kann nicht alleine so stehen gelassen werden.

Kurzum: Die Frau fordert vieles und ist bereits nichts dafür zu geben. Ein sehr ungesundes „Gleichgewicht“ der Beziehung. Ts , Du wirst Dir die Lippen fusselig reden können, sie wird Dir nicht zuhören. Entweder Du akzeptierst das (was ich nicht hoffen möchte) und lebst damit, oder Du beendest die Beziehung zu dieser Person, die die anscheint nicht verstehen möchte – ja sich nicht mal die Mühe gibt Dich zu verstehen.

Ich habe das Gefühl, dass manche Frauen sehr schnell der Meinung sind, der Mann habe ihr die Welt zu Füßen zu legen und sie selbst nimmt nur ohne zu geben. (In übrigen – es ist keine Verallgemeinerung). Zu oft fehlt der weitere Gedankengang, warum wohl „Mann“ so reagiert wie er reagiert. All zu oft machen sich dann Frauen „Gedanken“ um das Handeln des Mannes – und kommen natürlich mit einer sehr großen Wahrscheinlichkeit auf einen falschen Grund. Anstatt das „sich gedachte“ mal wie gewöhnlich zu hinterfragen, denken manche Frauen einfach dass sie stets richtig liegen – wir haben einen Begriff dafür geprägt – wir nennen es „Hausfrauenpsychologie“.
Wenn nur halb so viele genau diese Psychologie anwenden würden oder halt einfach mal nachfragen würden, dann würden sich viele Probleme bereits im Ansatz selbst erledigen –

In diesem Sinne wünsche ich Dir lieber TS endlich Einsicht und den Mut für notwendige Veränderungen.
In übrigen hatte ich bei Dir niemals das Gefühl gegen eine Wand zu reden. Ich kann dein Verhalten sehr gut Verstehen – es ist typisch und ein wenig schwingt darin „die Hoffnung stirbt als letztes“ – und das ist ja auch gut so, aber hänge nicht zu viel an diese Sache, an solchen Geschichten kann man sich schnell auch mal verheben.


hellgrau schrieb:
Soviel dazu. Hier werden ja dauernd Waatschn in die eine Richtung verteilt. Ich dachte es sei an der Zeit, dass Du auch wieder eine von der anderen Seite bekommst.
Auch wenn es blöd klingt. Aber es tut gut auch mal etwas in die andere Richtung zu denken. Neu ist der Gedanke für mich nicht, so wie es im vorherigen Posting von mir zu lesen ist.

Mir ging auch durch den kopf, dass ich mit dem Verlassen meiner Partnerin erst erkenne, was ich eigentlich mit all meiner Energie und all meiner Geduld geschaffen habe. Deshalb das Kämpfen um Besserung. Aber was ist wenn der Kampf genau das ist, was meine Beziehung kaputt macht.

Meine Frau sagte selber, dass ich nicht mehr so richtig zu ihr stehe. Ich möchte etwas ändern und sie kann nicht verstehen warum. Es ging bis jetzt so gut zwischen uns. Mit diesem Druck, dass ich was ändern möchte, kommt sie nicht klar und legt sich auf ihr Libido aus. Auch eine Theorie von mir...

tryanderror schrieb:
ich verfolge dieses Thema schon von Anfang an, und wie dei meisten bin ich schwer beeindruckt von Lightnecs Einsatz.

Wir hatten diese Situation vor etwa 1 1/2 jahren in unserer Beziehung, ich war diejenige, der die Kust verloren gegangen ist, in mir hat sich schon bei dem gedanken sich schlafen zu legen alles verkrampft.

(...)
Finde deine Erfahrung sehr Interessant. Werde es mal meiner Frau zeigen....


So muss erstmal Schluss machen. Ist ja eine Menge hier geschrieben wurden....

Ich melde mich...
 

Benutzer84611 

Benutzer gesperrt
Zwei Buchtips für dich

" Warum Männer nicht zuhören und Frauen nicht einparken können "

und

" Die 5 Sprachen der Liebe "

Könnten für Dich hilfreich sein.

Die Autoren weiß ich leider nicht.
 

Benutzer35050 

Verbringt hier viel Zeit
Hallo lightnec,

korrigiere mich bitte falls ich mich irre, aber höre ich da in deinem Post evtl Kränkung und vielleicht auch ein bißchen Ärger über die "Anschuldigungen" von deiner Frau heraus? Ich habe den Eindruck, dass du dich von deiner Frau zu unrecht kritisiert fühlst und deshalb Gegenbeispiele suchst um die Schuld von dir zu weisen. Das ist jetzt etwas überspitzt ausgedrückt, aber das war mein erster Gedanke als ich deinen Post gelesen habe. Sei mal ehrlich zu dir, könnte deine Frau in manchen Dingen recht haben?
Die Sache mit dem mangelnden Selbstbewußtsein verstehe ich selbst nicht, dafür finde ich aber das Argument mit dem "Zusammenhalt" unheimlich wichtig. Es ist wirklich nervig, wenn man in geselliger Runde zusammensitzt und sich unterhält und dabei ständig vom Partner unterbrochen, verbessert oder kritisiert wird. Das ist in dem Moment bestimmt nicht böse gemeint, aber man fühlt sich dann doch etwas im Stich gelassen. Und das ist nur ein Beispiel für das Stichwort "Zusammenhalt". Gerade wenn deine Frau nicht die selbstbewußteste ist, stört sie das vielleicht mehr als du glaubst.

Ein paar Seiten weiter vorne in diesem Thread hast du mal geschrieben, dass du ab und zu in die Lehrerrolle verfällst und deiner Frau sagst wie sie das und das machen soll. Könnte das vielleicht auch ein Punkt sein, den deine Frau kritisiert?

Ich finde euer Gespräch zeigt, dass ihr schnell dazu tendiert, aneinander vorbeizureden. Ich stelle mir gerade die klassische Situation vor:

Sie bringt einen Kritikpunkt vor.
Er ist durch die Kritik gekränkt und argumentiert direkt mit Beispielen dagegen um keine "Schuld" einzugestehen. Vielleicht möchte er in diesem Moment auch nicht zugeben, dass an der Kritik etwas dran ist.
Sie sagt, dass sie es anders gemeint hat.
Er fühlt sich innerlich immer noch in seinem Stolz verletzt und fragt wie sie es denn gemeint hat.
Sie fragt sich warum er auf einmal so unfreundlich reagiert und versucht es nochmal zu erklären, wird dabei aber immer unsicherer.
Er fragt sich warum sie nicht einfach geradeheraus sagen kann, was Sache ist und wird immer genervter.
Sie fühlt sich unverstanden.
Und schon ist das Chaos perfekt, weil es nicht mehr um die Sache geht, sondern der Ton immer unangenehmer wird.

Wie gesagt, korrigier mich, wenn ich falsch liege, aber ich behaupte 80% aller Gespräche scheitern genau an diesem Problem.

Ich finde es sehr positiv, dass deine Frau mit dieser Sache an dich herangetreten ist, denn

- sie zeigt dir damit, dass ihr etwas an eurer Beziehung liegt und sie bereit ist ein Problem anzugehen

- sie spricht ein Problem offen an, anstatt es für sich zu behalten. Das ist verglichen mit der Situation vor ein paar Monaten schon ein riesiger Fortschritt!

- sie merkt dass du unzufrieden bist und dass etwas nicht stimmt

- sie macht sich Sorgen um eure Beziehung und wünscht sich eine Verbesserung. Genau wie du auch. So unterschiedlich sind eure Vorstellungen also gar nicht.

Ich würd sagen, da hast du ein Zeichen. Nämlich das Zeichen, dass deiner Frau eben nicht alles gleichgültig ist. Ihr seid beide unzufrieden und wollt was ändern. Das sind doch die besten Voraussetzungen sich zusammenzusetzen und sich gemeinsam in Ruhe eine Strategie zu überlegen, wie man die Beziehung wieder schöner macht. Und dabei ist es ganz wichtig zuzuhören und die Kritik des anderen ernst zu nehmen. Vorallem auch darüber ohne Ärger und gegenseitige Schuldzuweisungen sprechen zu können.

Deine Frau scheint sich sehr wohl Gedanken um euch zu machen. Sie hat deinen Text gelesen und weiß was in dir vorgeht. Ich bin ehrlich gesagt etwas überrascht, dass sie nicht heftiger darauf reagiert. Sie hätte dir ja auch eine Szene machen können, denn der Text ist sehr ehrlich geschrieben und beinhaltet viel, worauf man mit Unverständnis und Ärger reagieren könnte. Sie könnte sich ja auch im Recht fühlen und wütend sein auf was für Gedanken du kommst. Das tut sie aber nicht.

Du forderst viel von deiner Frau. Gibst du ihr denn auch das was sie von dir fordert? Bzw, weißt du was sie von dir fordert? Ja, das ist eine provokante Frage, denn so wie du eure Situation hier beschreibst, scheint es völlig klar zu sein, dass du unheimlich viel Energie investierst um eure Beziehung zu verbessern. Aber ist deine Frau derselben Meinung? :smile:
 
H

Benutzer

Gast
*daumenhoch* Silverbell. Da bleibt nicht viel hinzuzufügen.

Lightnec ich fürchte Du hast den Punkt erreicht, wo man viel reden aber nur wenig sagen kann. Letztlich stehst Du vor einer Entscheidung und die ist vielleicht gar nicht so groß, wie sie erscheint. Du kannst es weiter versuchen oder Dich abwenden.
Entscheiden, was letztlich dabei herauskommt kannst Du schließlich nicht. Führ Dir nochmal die Wege vor Augen, die Du gehen kannst. Was machst Du nach einer Trennung? Viele Affären? Eine Frau suchen, die Dir glaubhaft versichert, dass sie mindestens 3mal die Woche Sex will. Selbst dann, wenn sie mit Dir die gleichen Schwierigkeiten hat, wie Deine jetzige Partnerin?
Suchst Du jemanden für den das, was Deiner Frau Probleme bereitet, nicht wichtig ist? Da solltest Du Dir nicht nur überlegen wovon Du Dich abwendest, sondern auch welchem Weg Du Dich zuwendest. Ihr seid beide füreinander nicht der Traumpartner, so wie es zur Zeit läuft. Ich habe ehrlich das Gefühl, Du vollziehst bereits seit einer ganzen Weile Stück für Stück eine langsame Trennung. Das ist ja auch in Ordnung. Wenn es mit euch nicht mehr klappt, dann geht es einfach nicht.
Da braucht es nicht so viele Worte. Trauer, Wut, Ärger, Verzweifung und deren Verwandte werden sowieso kommen, wenn ihr euch trennt. Aber daraus eine Beziehung, in der es Probleme gibt, zu beenden entsteht noch lange keine funktionierende Neue.

Viel Erfolg

-- -- hellgrau
 

Benutzer71062 

Meistens hier zu finden
@silverbell und hellgrau

anscheinend nehmt ihr nur das wahr, was ihr wahrnehmen wollt.

Das zwischen dem TS und seiner Partnerin entstandene Gespräch ist von ihm initiiert worden. Und zwar um ein konkretes Problem, dass er ihr indirekt durch die offenen Seiten auf dem Computer aufgezeigt hat. Darauf hat sie gekrängt reagiert und sich mit Gegenvorwürfen revanchiert.

Der Unterschied ist: Lightnec geht darauf ein und redet konkret über diese Vorwürfe mit ihr. Zeigt auch Beispiele auf, bei denen er sich eben bemüht hat, sich zu verbessern. Auf der einen Seite die Bereitschaft, mit dem Problem auseinanderzusetzen und sich auch zu verändern, auf der anderen Seite - mmh, nennen wir es ruhig Ignoranz.

Wenn mein Partner mangelnden Sex als Problem anspricht und ich das permanent ignoriere und verdrenge, bin ich schon arg weltfremd, wenn mich sein Flirten mit anderen Frauen überrascht.

Trotz zahlreicher Hinweise scheint sie immer noch nicht kapiert zu haben, dass ihr Partnerschaft in Gefahr ist. Und das was sie ihm jetzt vorgeworfen hat, sieht einfach nach ner billigen Revanche aus.

Ihr sexuelles Verhalten hat sich verändert. Und da gibt es keine unterschiedlichen Blickwinkel. Wenn er eine schlanke Frau geheiratet hätte und die wäre dann in der Ehe auseinandergegangen wie ein Hefekuchen, dann bleibt sie auch aus jedem Blickwinkel fett. In beiden Fällen kann man - auch gemeinsam - die Ursache der Veränderung herausarbeiten.

@ leightnec : Frauen denken anders als Männer. Streichelt eine Frau häufig den Schwanz eines Mannes und will mit ihm schlafen, fühlt sich dieser begehrt und geliebt. Nie würde der Mann auf den Gedanken kommen: "Du liebst nur meine Schwanz" oder "Hauptsache du hast was zum poppen, egal was". Anscheinend denken aber viele Frauen so. "Er liebt nur die Muschi, egal wer da noch drann hängt". Sie entwickeln dabei teils eine merkwürdige Einstellung zum Sex. "Beim Sex liebt er nur meine Muschi und nicht mich. Ich will Geborgenheit, weil er dadurch zeigt, dass er mich liebt."

Bei deiner Frau kommt wahrscheinlich noch ein geringes Selbstbewusstsein dazu, so dass sie sich leicht nur auf ihre Muschi reduziert fühlt. Deshalb lehnt sie Sex ab. Helfen würde da nur eine andere Einstellung zum Sex. Sie müsste Sex als etwas ganz normales Akzeptieren, dass wie Essen und Trinken zum täglichen Leben gehört. Da deine Frau ja die Hilfe eines Psychologen ablehnt, kommst du so nicht weiter. Tryanderror hat einen anderen Weg des "Aufwachens" beschrieben. Bei deiner Frau wirst du aber wohl einen lauten Wecker nehmen müssen, da sie alles, was mit Sexproblemen zu tun hat, zu verdrängen scheint. Ein Fremdgehen könnte sie aufwecken, aber auch zur Bestätigung ihrer jetzigen Einstellung zu Sex führen.

Ich finde es weder egoistisch noch unmoralisch, wenn du langsam mal daran denkst, wie es dir besser geht. Und als "Nebeneffekt" hast du dann die Möglichkeit, dass du damit deine Frau "aufweckst".
 

Benutzer85806  (46)

Verbringt hier viel Zeit
Hallo,

ich denke, daß Gespräche über die innere Einstellung zur Partnerschaft etc. zwar wichtig für das funktionieren einer Beziehung sind, aber nicht die Problemlösung in der Sexualität darstellen.

Könnte man nur in einer perfekt funktionierenden Partnerschaft mit harmonischem Umfeld, stets stabiler Seelenlage, frei von beruflichem und familiären Stress Sex haben, dann hätten 90% der Paare keinen mehr.

Wenn meine Haare mein Problem sind ändere ich etwas an meinen Haaren, wenn Essen mein Problem ist, werde ich an meinem Essverhalten arbeiten müssen.

So habe ich mir (vielleicht extrem vereinfacht) damals überlegt, ob ich wieter auf die Nebenkriegsschauplätze schauen möchte, die einen ein Leben lang begleiten, oder auf das Problem als solches.

Natürlich hätte sich auch bei mir eine schwerwiegende psychische Problematik herauskristallisieren können, die mir meine "ich tu es einfach" Taktik unmöglich gemacht hätte.
Aber nein- es wurde von selbst besser.

Die Argumentation "du machst in der Partnerschaft nicht alles richtig, würdest Du das tun würde ich mit Dir schlafen" ist mir zu weit hergeholt, solange es um kleine Dinge geht, und nicht um häusliche Gewalt o.ä., was wir beim TE ja ausschliessen können.

Es geht für den zurückgewiesenen Partner, ob Mann oder Frau, doch auch nicht nur um Lustbefriedigung.
Die ständige zurückweisung schmerzt.
Für meinen Partner war nicht nur der Sex als solches ein Problem, sondern das Gefühl nicht attraktiv zu sein, nicht geliebt zu werden, keine Nähe zu haben.
Als ich das begriffen habe, war mir klar, wie sehr ich ihn verletzt habe.
Auch das war ein Stück des Begreifens, daß ich ihm nicht nur Befriedigung innerhalb der Partnershaft verwiegert habe, sondern ihn auch auf Liebesentzug gesetzt und ihm ein Gefühl der Demütigung verpasst habe.

wir sehen alle so viele Dinge in einer Partnerschaft als selbstverständlich an.
Die Freundin von lightnec auch.
Unterstützung, Hilfe. Liebe, Treue, .....Warum nicht auch Sex?

Was wäre das Geschrei groß, wenn lightnec kontern würde?
Du schläfst nicht mit mir weil Du mehr Untertützung willst? Schlaf mit mir dann geb ich sie Dir!

(wär natürlich kontraproduktiv, für mich aber schon auch verständlich)

Ich hoffe nict nur für lightnec, daß bei Ihr ein umdenken stattfindet, für mich lebt es sich nach dem umdenken entspannter und schöner, für meinen Partner allemal.
 
H

Benutzer

Gast
@ Dandy77: Wir lesen doch den gleichen Text. Wir sind andere Menschen, haben andere Meinungen und kommen zu anderen Ergebnissen.
Du schreibst Deine Meinung, wir schreiben unsere.
Ich behaupte nicht einfach "Du redest Unsinn" und Du ... *mitdemzaunpfahlwink* :smile:

Wenn ich ganz schonungslos sage, was ich denke, kommt dabei heraus:
Die Beziehung ist schon fast im Allerwertesten.
Keiner der Beiden bekommt, was er gerne hätte.
Die Schuldgesuche "Sie ist die Böse" bilden gerade noch den Sargnagel.
Liebesbeziehungen basieren auf dem Wunsch, dass es dem anderen gut geht und man selbst der Grund dafür ist.
"Was kann ich für Dich tun?", "Wie kann ich Dich noch glücklicher machen, als Du es alleine bist?" sind die richtigen Fragen.
Sobald daraus ein Anspruch wird, gibt es Probleme.
Selbst wenn der so um die Ecke gedacht ist wie
"Du sollst Lust darauf haben xyz für mich/mit mir zu tun, weil ich das toll finde."
Wenn man gemeinsam kann, bleibt man zusammen.
Wenn man nicht gemeinsam kann, trennt man sich.
Wenn man beides nicht kann, gibts ein hin und her.
Wann und wo man dabei glücklich ist, oder leidet ist vollkommen offen.
Natürlich ist das alles nur meine Meinung und das ist auch gut so.
Ich blubber ja nicht sinnlos irgendwas nach, was irgendjemand mal aufgeschrieben oder erfunden hat. Da würde ein Verweis reichen.

"Ich hab Recht im Internet" können wir gerne spielen. Aber bei solchen Threads funzt das einfach nicht, ist nicht hilfreich und macht noch nicht einmal Spaß.

-- -- hellgrau
 

Benutzer82338 

Verbringt hier viel Zeit
Ich gebe zu, dass es sich doch als sehr schwierig erweißt, dinge ohne Mimik, Gefühle und Körpersprache, in einem Forum zum Ausdruck zu bringen.

Ich wollte dass Gespräch, was ich mit ihr geführt habe nicht zu groß und langatmig gestalten. Daher habe ich die Fakten genommen. Kurz und Knapp sollte es sein, was die Sache eben auf dem Punkt bringt. Leider Liest sich dass dann alles zu direkt, Plump und Emotionslos. Ich hoffe immer, dass man sich das Szenario mit einer Gewissen Reife und Erfahrung aufnimmt. Wir beide mögen uns sehr. Während des Gesprächs gehe ich auf sie ein und sage, dass ich verstehe was sie meint. Ich lege ab und zu meine Hand auf die Schulter oder halte ihre Wange für einen kurzen Moment. Sage auch, dass ich es schön finde, dass sie so Mutig war, weil sie das Gespräch eröffnete.

Ich weiß genau was Silverbell zum Ausdruck bringe will. Mir ist die Sache zu wichtig um es nicht sachlich und Subjektiv aufzufassen. Ich hatte gesagt, dass ich über den Tellerrand schauen werde. Dass ich unsere Beziehung aus der Vogelperspektive neutral beobachten möchte. Genau das mache ich seit ich diesen Thread eröffnet habe.

Was habe ich aber bis jetzt gesehen. Ein Mann rennt in einem Raum im Zick Zank, nimmt alles ernst was Frau sagt und setzt es um, so gut er es eben kann. Dieser Mann macht alles, um seiner Frau das Leben zu erleichtern, damit sie eben kein Druck und Stress hat - damit sie diesen Mann hat, den sie sich wünscht. Der Mann macht alles Organisatorisches und trifft die wichtigsten Entscheidungen. Doch wehe es war eine Flasche dabei, dann ist sie nicht Schuld - diese Frau hat es ja nicht entschieden. Egal, denn dieser Mann sagt sich: „so ist eben meine Frau, da stehe ich drüber.“ Dieser Mann hat aus der Vogelperspektive aber auch andere Dinge erkannt. Wie fleißig diese Frau doch eigentlich ist. Wie sie sich um ihr Kind kümmert und weil sie ihn lieb hat, viel Blödsinn durchgehen lässt. Dass sie viel Verständnis für ihren Mann aufweißt und gewisse Macken von im Toleriert. Dieser Mann erkennt Situationen, die Beweißen, dass diese Frau ihren Mann doch noch liebt. Doch es sind mehr Materielle Liebesbeweise.

Jetzt erfahre ich im Gespräch, dass sie das alles nicht erkannt hat. Sie sieht es überhaupt nicht mehr. Es ist alles Selbstverständlich geworden. Ja Silverbell, ich war etwas gekränkt. Aber nur auf der Tatsache, dass ich alles bin was Frau sich wünscht und sie es nicht mehr Mitbekommt. Denn das Problem daran ist, dass ich es ja nicht besser oder anders machen kann, weil ich es ebn schon bin. Genau dass ist was mich so Deprimiert hat. Mir scheint in der Tat so, wie manche hier schon geschrieben habe, dass vieles Selbstverständlich geworden ist.

Schuldzuweißungen sollte es nicht sein. Ich glaube auch nicht, dass meine Frau es so aufgefasst hat. Im Gegenteil, in manchen Dingen, gab ich ihr sogar Recht. Wie zum Beispiel, dass ich in manchen Situationen nicht zu ihr Stehe. Denn während des Gespräches, habe ich auch pausen des Nachdenkens eingebaut und bin inne gegangen um wirklich zu verstehen können/wollen, was sie meinte. Revue gehe ich einige Situationen durch und musste Feststellen, dass es da Dinge gibt, an die ich mich gut erinnern konnte. Gekränkt war ich in diesem Moment, da gebe ich dir Recht aber eher auf mich. Weil sie Recht hatte und ich eben solche einfachen, ja schon dummen Situationen selbst nicht mehr wahrgenommen habe.

Ein kleines Beispiel:
Meine Frau unterhält sich mit dem Freund ihrer Schwester. Ich mag ihn nicht so... Ich höre zu. Irgendwann fragt sie eher Rhetorisch nach meiner Meinung. „stimmt doch oder...“ und schaut mich an. Ich komme dann mit: „Äh.., also ich denke eher so und so darüber“.
Wie Gesagt es ist nur ein kleines Beispiel um hier im Forum ein besseres Bild machen zu können. Wenn man etwas Abstrakt denken kann, so kann man es als etwas großes Sehen.

Ich verstand was sie Meinte und gab ihr Recht. Aber gleichzeitig sagte ich ihr, dass ich ein Widerspruch erkenne. Auf der einen Seite will sie einen Selbstbewussten Mann, der weiß was er will, aber auf der anderen Seite soll er sich ihr Unterwerfen, nur um ihr Recht zu geben und um anderen zu Zeigen, dass wir ein Team sind.

Ich bin mir mittlerweile sicher, dass ich dies auch in anderen Situationen gemacht habe, wo es wirklich zu Unrecht war. Daher gab es keine Schuldzuweißung. Die Gespräche gingen auch von DU und ICH ins WIR über. Ich vermute mal zum einen die Lehrerrolle in mir und zum anderen, dass ich mich innerlich aufgegeben habe und mir eigentlich alles egal wurde. Daher eben solche Situationen nicht erkannt habe.

Genau dass ist was ich seit vorgestern Bewusst war nehme und dementsprechend handle. Meine Frau machte gestern sogar einen kleinen Scherz draus. Unser Kind stand uns Gegenüber und ich stänkerte ein weinig mit im. Das Kind meinte aus Spaß: „Mama, sag doch mal was. Papa hat das und das gesagt“ Sie dementierte es und ich sagte wieder Neckisch: „eh ich denke Zusammenhalt“ und stupste dabei an ihre Schulter. Schon waren sie und ich in den absurdesten Dingen einer Meinung und lachten darüber. :smile:

Wir gehen übrigens seit einer Woche gemeinsam ins Fitnessstudio. Sie sagte heute früh zu mir, dass sie sich auf das heutige Training wieder freut. Als ich heute die Wohnung früh verlasse, habe ich wie immer in den Raum „Tschüß Mausi“ gerufen und wollte die Wohnungstür schließen. Doch diesmal kam ein: „Öh..., warte“ und kam an um mir einen Abschiedsschmatzer zu geben. :smile:

Ich möchte noch mal verdeutlichen, dass in dem was Siverbell aber auch Dandy77 was dran ist, was ich auch nicht abstreiten möchte. Aus meiner Sicht ist Dandy77 das Pro und Silverbell das Kontra. Ich denke auch, dass wir beide etwas falsch gemacht haben. Wer hier mehr und wer hier weniger Schuld ist, ist auch für mich nicht relevant.

Wenn ich wieder in der Vogelperspektive bin, glaube ich auch so langsam, dass sie mehr Gedanken gemacht hat als ich vermutet habe. Sie geht womöglich anders damit um. Ob es fasch oder richtig ist, ist mir auch wieder egal.

Ich konsentriere mich auf dass, was ist... :smile:

Ich melde mich....
lightnec
 

Benutzer71062 

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@hellgrau andere Menschen und andere Meinungen sind ok. sonst bräuchte man ja nicht diskutieren. Aber die Ausgangspositonen sollten doch gleich sein. Und das sollte man analytisch angehen. Dabei geht es in der Tat nicht um Schuld, wohl aber um Ursache.

Fakt ist, dass der TS unzufrieden ist. Er hat ein Recht das zu äußern und kann die Unzufriedenheit auch genau definieren. Und er hat auch ein Recht auf Zufriedenheit.

Fakt ist auch, dass diese Unzufriedenheit aus einem veränderten Verhalten seiner Frau resultiert. Daraus folgt - für mich zwingend wie 2+2=4 - die Ursache dieser Veränderung festzustellen und sie gegebenenfalls zu korrigieren oder andere Konsequenzen zu ziehen.
Bei der Frau des TS kann ich keine Bereitschaft erkennen, sich mit diesem Problem auseinanderzusetzten. Eher es zu verdrängen.

Silverbell findet, dass der TS auf Kritik seiner Frau beleidigt reagiert und du gibst ihr auch noch Recht. Fakt ist, dass der TS ein Problem angesprochen hat und seine Frau, anstatt darauf einzugehen, ihrerseits Kritik an ihm geübt hat. "Und du bist auch kein guter Mann" Will sie damit ihre Sexunlust rechtfertigen?
Hier muss man sich schon stark anstrengen, in dem Verhalten keine Revanchekritik zu sehen.

Und das werfe ich auch der Frau vor - wenn wir unbedingt über Schuld reden wollen: Die Hinnahme der Veränderung ihres Verhaltens anscheinend als "Gottgewollt". "Ist eben so, musste dich mit abfinden und im übrigen bist du ja auch kein guter Mann"

Aber daraus eine Beziehung, in der es Probleme gibt, zu beenden entsteht noch lange keine funktionierende Neue.

Nein - eine Garantie gibt es nicht. Aber wenn man seit 10 Jahren (das ist mehr als ein drittel deines Lebens) ohne Erfolg an der Verbesserung der Beziehung arbeitet, sollte man auch mal über Alternativen nachdenken.
 
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