10 Jahre Beziehung. Ich halte die Sexabstinenz nicht mehr aus.

Benutzer77130 

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Hi lightnec!

Erstmal muss ich dich sagen, dass ich dich wirklich bewundere, für das was du da "erträgst", dafür, dass du es tust, weil du deine Freundin liebst und du dir aber soviele Gedanken machst, statt "einfach" fremdzugehen, wie manch anderer das vielleicht tun würde (da schließe ich auch Frauen nicht aus).

Zu deinem Problem kann ich dir generell nicht viel sagen, nur vielleicht ein paar Denkanstöße:
- Mit deiner Freundin funktioniert die Beziehung hervorragend - außer natürlich die Sache mit dem Sex. Umgekehrt hast du die Angst, wenn du dich auf jemand neues einlässt, dann funktioniert vielleicht der Sex, aber beziehungsmäßig ist da nicht viel drin. Kann passieren - muss aber nicht. Es kann auch beides dasein: eine tolle zwischenmenschliche Beziehung UND ein funktionierendes Sexleben. Ich denke, auch diese Option solltest du nicht aus dem Blick lassen. Alles andere wäre zu einseitig.
- Dann die Frage, die auch meine Vorschreiber schon aufgeworfen haben: Wie wichtig ist dir Sex in einer Beziehung? Und wie siehst du die Zukunft? Wie lange willst du es so, wie es jetzt ist noch durchziehen? Wie lange KANNST du das überhaupt noch?
Du denkst jetzt schon ans fremdgehen, flirtest, chattest, kommunizierst über Sex. Wo führt das hin?
- Was wäre für deine Freundin schlimmer? Zu wissen das du unglücklich/ unzufrieden bist? Zu erfahren, dass du fremdgehst? Verlassen zu werden, weil du die Situation nicht mehr aushälst?

Und trotzdem, im HInterkopf habe ich immer den Gedanken an die Zukunft. Wie lange ist sowas auszuhalten? Jetzt machst du das nochmal 10 Jahre mit und dann? Nochmal 10 Jahre? Nochmal 10 Jahre? Und wieviel hast du dann verpasst? Wird nicht irgendwann die "Wut" auf deine Freundin, dir das "vorenthalten" zu haben über die Liebe triumphieren? Oder wirst du einfach resignieren und aufgeben?

Liebe Grüße, NikeGirl
 

Benutzer71062 

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@ SandraChristina,

Wie gesagt, jeder hat eine andere Wertigkeit vom Sex.

Meiner Meinung nach ertragen sich bei gutem Sex Differenzen im sonstigen Leben leichter als gutes Zusammenleben bei schlechtem Sex.

Letztlich ist aber das Maß der Zufriedenheit bzw. Unzufriedenheit entscheidend. Und die Unzufriedenheit wächst nunmal mit der Zeit.

Wie lange bist du doch gerade mit deinem Partner zusammen?

Wie sieht es in zehn Jahren aus, wenn die Unzufriedenheit im sexuellen Bereich die Zufriedenheit im anderen Bereich aufgefressen hat?
 

Benutzer69138 

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@ SandraChristina,

Wie gesagt, jeder hat eine andere Wertigkeit vom Sex.

Meiner Meinung nach ertragen sich bei gutem Sex Differenzen im sonstigen Leben leichter als gutes Zusammenleben bei schlechtem Sex.

Letztlich ist aber das Maß der Zufriedenheit bzw. Unzufriedenheit entscheidend. Und die Unzufriedenheit wächst nunmal mit der Zeit.

Wie lange bist du doch gerade mit deinem Partner zusammen?

Wie sieht es in zehn Jahren aus, wenn die Unzufriedenheit im sexuellen Bereich die Zufriedenheit im anderen Bereich aufgefressen hat?

anders rum hatte ich die beziehung auch: der sex war wunderbar, der rest nicht. funktioniert auch nicht, überspitzt gesagt: wir haben versucht die differenzen wegzupoppen. das funktioniert vordergründig. aber problemlösungen findet man da nicht.

klar, es braucht einen mittelweg. keine frage.

die sexuelle unzufriedenheit frisst an der generellen zufriedenheit. wie wahr. das ist meine größte angst.

komischer weise merkt mein partner, wenn phasen kommen, in denen ich dazu neige meine unzufriedenheit in der beziehung auszuweiten. und er reagiert mit einer gesünderen sexualität.

soll heißen: wenn ich unzufriedener werde, will er öfter und gibt sich von sich aus mehr mühe :ratlos: setzt bei mir in diesem bereich, dann wieder zufriedenheit ein, will er wieder weniger.

ich werde nicht schlau.
 

Benutzer71062 

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Tja, SandraChristina, ich würde mir auch manchmal wünschen, die Frauen wären bezüglich ihrer Sexualität typisiert und hätten ein Edikett. und am besten noch eine Halbwertzeit. :zwinker:

So aber müssen wir suchen und uns gegebenenfalls arrangieren, oder halt weitersuchen.
 

Benutzer28082 

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Nun, ich kenne diesen Thread seit der ersten Zeile – und ehrlich gesagt, die Entwicklung wundert mich nicht im Geringsten. Im Gegenteil ich habe sie damals sogar prognostiziert.

Grundsätzlich ist jedes Zusammenleben ein Kompromiss. Werden die Kompromisse sauer ausgehandelt und diskutiert, dann ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass beide Seiten mit dem ausgehandelten Kompromiss leben können. In diesem Fall habe ich bis dato nicht erkennen können, ob sich nur der Mann bewegt – oder auch seine Frau. In meinen Augen stellt es sich so dar, dass sie sehr wohl den Aktionismus ihres Mannes auf der einen Seite toll findet – aber auf der anderen Seite ihr (sorry für die harten Worte) am Arsch vorbeigeht.

Sie hat weder Lust diesen Thread zu lesen, noch hat sie Lust sich mit dem Problem auseinander zu setzen. In meinen Augen ist das ein unhaltbarer Zustand der klar aufzeigt, was sie von der jetzigen Lebenssituation hält. Sie kennt ihre Probleme, sie hat aber keinen Mum sich diesen Problemen zu stellen. Da kann ihr Mann mit den Hintern Fliegen fangen – sie bewegt sich nicht.

Die Schlussfolgerung aus der gesamten Geschichte – eine Seite bleibt beim Kompromiss auf der Strecke – nämlich die des Mannes. Eine einfache Ausrede – ich brauche nicht soviel Sex in einer Beziehung ist in diesem Punkt keine ausreichende Begründung und kann nicht alleine so stehen gelassen werden.

Kurzum: Die Frau fordert vieles und ist bereits nichts dafür zu geben. Ein sehr ungesundes „Gleichgewicht“ der Beziehung. Ts , Du wirst Dir die Lippen fusselig reden können, sie wird Dir nicht zuhören. Entweder Du akzeptierst das (was ich nicht hoffen möchte) und lebst damit, oder Du beendest die Beziehung zu dieser Person, die die anscheint nicht verstehen möchte – ja sich nicht mal die Mühe gibt Dich zu verstehen.

Ich habe das Gefühl, dass manche Frauen sehr schnell der Meinung sind, der Mann habe ihr die Welt zu Füßen zu legen und sie selbst nimmt nur ohne zu geben. (In übrigen – es ist keine Verallgemeinerung). Zu oft fehlt der weitere Gedankengang, warum wohl „Mann“ so reagiert wie er reagiert. All zu oft machen sich dann Frauen „Gedanken“ um das Handeln des Mannes – und kommen natürlich mit einer sehr großen Wahrscheinlichkeit auf einen falschen Grund. Anstatt das „sich gedachte“ mal wie gewöhnlich zu hinterfragen, denken manche Frauen einfach dass sie stets richtig liegen – wir haben einen Begriff dafür geprägt – wir nennen es „Hausfrauenpsychologie“.
Wenn nur halb so viele genau diese Psychologie anwenden würden oder halt einfach mal nachfragen würden, dann würden sich viele Probleme bereits im Ansatz selbst erledigen –

In diesem Sinne wünsche ich Dir lieber TS endlich Einsicht und den Mut für notwendige Veränderungen.
In übrigen hatte ich bei Dir niemals das Gefühl gegen eine Wand zu reden. Ich kann dein Verhalten sehr gut Verstehen – es ist typisch und ein wenig schwingt darin „die Hoffnung stirbt als letztes“ – und das ist ja auch gut so, aber hänge nicht zu viel an diese Sache, an solchen Geschichten kann man sich schnell auch mal verheben.

Glück und Kraft auf deinen Weg!

tk
 

Benutzer48403  (51)

SenfdazuGeber
Jetzt machst du das nochmal 10 Jahre mit und dann? Nochmal 10 Jahre? Nochmal 10 Jahre? Und wieviel hast du dann verpasst? Wird nicht irgendwann die "Wut" auf deine Freundin, dir das "vorenthalten" zu haben über die Liebe triumphieren? Oder wirst du einfach resignieren und aufgeben?

Interessanter Satz, ich will mal näher darauf eingehen.

Sicher ist den meisten im Forum bekannt, dass es zw. mir und meiner Frau im sexueller Hinsicht absolut nicht berauschend ist. Trotzdem ist es in letzter Zeit etwas besser geworden. Es liegt sicher daran, dass ich gar keinen Druck mehr auf Sex ausübe. Inzwischen bekommt sie auch mal von sich aus Lust, und die Qualität des Sex ist auch relativ gut.
Aber letztendlich ist es mir immer noch zu wenig, und der Schnitt liegt momentan bei alle 3 Wochen 1x Sex.

Und da stellt sich für mich ebenfalls die Frage: Muss ich mich für den Rest des Lebens damit abfinden? Ich fühl mich definitiv noch zu jung, um den Sex aufs Abstellgleis stellen zu müssen. Der Sex gehört nun mal einfach dazu, dass ich ausgelichen und innerlich zufrieden bin. Sicherlich wird das meiner Frau einfach nicht klar, aber wirft mir des öfteren vor, ich sei launisch, genervt etc.

Über ne Affaire mach ich mir Gedanken, aber versuch diese zu verdrängen, denn schliesslich würde ich die ganze Ehe damit aufs Spiel setzen.

Aber einen Hoffnungschimmer hab ich noch: Mir sagte vor einiger Zeit eine Frau um 40, dass bei vielen Frauen die sexuelle Lust sich im reiferen Alter noch steigern kann, also wenn die Kinder aus dem Gröbsten raus sind, wenn die Frau wieder mehr Zeit für sich hat.

In gegebenem Falle würde das auf meine Frau auch zutreffen, denn zur Zeit ist sie mit unseren beiden Söhnen ziemlich eingespannt, so dass sich das durchaus nachteilig auf das sexuelle Bedürfnis auswirken kann.

Gesetzt der Fall, ich ginge fremd, es käme raus und sie stellt mir die Frage "Warum bist Du fremdgegangen?", würde ich ihr die Gegenfrage stellen: "Vielleicht solltest Du Dir selbst mal die Frage stellen, warum ich fremdgehe!"

Es ist immer leicht gesagt, Reden, aber wie soll was fruchten, wenn man gegen eine Wand redet?

Stimmt es eigentlich, dass Frauen tatsächlich den Sex viel weniger benötigen als Männer? Wenn ja, warum hat die Natur es nicht eingerichtet, dass darin ein ausgewogenes Gleichgewicht besteht?

@lightnec: Ich hoffe, dass Du mit meinem Post was anfangen kannst:smile:
 

Benutzer71062 

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Hey Trauerklopps, nicht so verbittern.

und Radl: vielleicht empfinden wir Männer auch reifere Frauen als aktiver, weil wir selber im Alter stärker abbauen. :zwinker:

alle drei wochen eine Viagra reicht doch :smile:

Im Ernst: Statistisch weicht der durchschnittliche sexuelle Appetit von Männern und Frauen weniger voneinander ab, als die Extremwerte innerhalb eines Geschlechts.

Entscheident ist also die Kombination und - die Schwankungen im Laufe der Zeit. Der männliche Appetit scheint über die Zeit eher linear, wenn auch leicht sinkend, zu verlaufen. Der weibliche verläuft eher wellenmäßig mit mehreren auf und ab´s.
 

Benutzer82338 

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Dandy77 schrieb:
Zunächst ist mir bei deinem Bericht ein Widerspruch aufgefallen. Du warst lange nicht mehr hier im Forum, weil du dich danach schlecht fühlst. Hast aber Foren aufgesucht, in denen es schon konkreter um Affairen geht, ...
Ich gebe zu, ich habe mich etwas blöd ausgedrückt.
Auf diesen Plattformen geht es um Kontaktanzeigen. Dabei geht es nicht um Freundschaft oder Beziehung, sondern um Sextreffs, Affären, Partnertausch und und und....
Forums gibt es da nicht.

Dandy77 schrieb:
(...) Ob es in einer Partnerschaft funktioniert, hängt davon ab, wie groß die Differenzen sind, d.h. wie weit klaffen die Partner bei den sexuellen Bedürfnissen auseinander. Oft lässt sich die Differenz ausgleichen, indem man aufeinander zugeht. Sind die Unterschiede aber zu groß, staut sich langsam Frust an.
Ich verstehe was du meinst. Ich merke es ja an mir selber. Es gab Phasen, wo wir in einer Woche 3x Sex hatten. Der war gut, der war wild. Da bin ich immer so ausgeglichen, dass ich kein Bedürfnis verspüre eine andere Frau kennen lernen zu wollen, bzw. mit ihr Flierten möchte.

Das ist übrigens auch etwas, was ich nicht verstehe. Wenn wir mal richtig wilden und derben Sex hatten, sagt sie auch, dass es geil war. Aber es dauert Monate, bis sie mal wieder so weit ist. Und wenn ich von Monaten rede, dann 6.


Dandy77 schrieb:
Männer lieben die Frau, mit der sie schlafen. Je mehr du den Sex mit anderen Frauen auslebst, desto weniger wird die Liebe zu deiner Frau. Kleine Fehler - bisher unsichtbar - fallen dann auf und führen zum Streit. Deine Aussage: "sonst läuft alles in unserer Beziehung" wird sich dann schon bald relativieren und eure Beziehung steuert dem Ende entgegen.
Ich weiß auf was ich mich einlasse und ich weiß auch die möglichen Konsequenzen (die mir noch nicht mal Bewusst sein müssen) die entstehen können. Ich arbeite darauf hin, dass es zu den ersten Treffen kommt und später auch zum ersten Sex. Es gibt Frauen, die sind genau in der gleichen Situation wie ich. Daher ist klar, dass es eben nur Sex und Spaß ist und nichts mehr daraus werden soll. Einige sind genau so zurückhaltend wie ich und sind sich noch nicht sicher. Aber so wie die, möchte ich es wissen.

Die Angst die ich eher habe ist die, dass ich meine Frau nicht mehr richtig war nehme, dass sie mich Körperlich nicht mehr Interessiert. So dass ich die Lösung, dass wenigstens der normale Sex im gesunden Ausmaß ist, ich dadurch mehr kaputt mache.

Ich gehe sogar gedanklich noch einen Schritt weiter. Ich kenne mich, ich muss es erleben um es zu verstehen. Vielleicht erfahre ich bei all den treffen oder dem einen treffen, dass es doch nicht das ist was ich wollte. Den Sex erlebe ich vielleicht verrückter oder schweinischer. Meine und Ihre Phantasien werden vielleicht auch Hemmungslos ausgelebt. Doch es kann passieren, dass die Vorstellung anders war. Mir wäre es vielleicht lieber, wenn ich es doch mit meiner Frau erleben könnte. So hätte ich die Erfahrung gemacht und weiß nun, dass ich mich nicht mehr auf meine Phantasien so versteifen muss. Nun kann ich besser auf unsere Vorlieben eingehen, da ich nun freier im Kopf bin.

Dandy77 schrieb:
Ich lese ja schon eine Zeit mit und kann mich gut in deine Situation reindenken. Ich glaube, dass sich der von mir beschriebene Weg bei dir abzeichnet.
Ich glaube noch zu wissen, was du geschrieben hattest. :smile:


Mann im Mond schrieb:
mittlerweile glaube ich, du hast einfach nur Angst, den schritt nach vorne zu gehen und dich von deiner freundin zu trennen.
(...)
Trenne dich im guten, und gibt ihr nicht einen Grund, sauer auf dich zu sein wegen einer entdeckten affaire.
Ich habe ein Selbstbewusstes Auftreten, ich bin ehrlich und direkt, ich bin ein Quasselstrippe, bin Intelligent, kann Subjektiv und logisch denken. Aber ich bekomme es nicht hin, ehrlich zu mir zu sein und zu erkennen, dass ich zu lange in Hoffnung schwelge.

Im Prinzip hast du Recht, was du da von dir gibst. Aber bis auf dem Sex Funktioniert der Rest gut. Und dann ist da noch die Attraktivität. Ich würde ja gerne mal heimlich ein Bild von meiner Maus zeigen. Aber ich habe ihr Versprochen es nicht zu tun. Aber dann könntest du es vielleicht etwas besser verstehen. OK OK..., was nützt mir eine Bildhübsche Frau, wenn man sie nicht anfassen darf. Schon wieder kommt die Logik in mir durch...

Ich fühle mich schon wieder schlecht....



NikeGirl schrieb:
(...) Mit deiner Freundin funktioniert die Beziehung hervorragend - außer natürlich die Sache mit dem Sex. Umgekehrt hast du die Angst, wenn du dich auf jemand neues einlässt, dann funktioniert vielleicht der Sex, aber beziehungsmäßig ist da nicht viel drin. Kann passieren - muss aber nicht. Es kann auch beides dasein: eine tolle zwischenmenschliche Beziehung UND ein funktionierendes Sexleben. Ich denke, auch diese Option solltest du nicht aus dem Blick lassen. Alles andere wäre zu einseitig.
Ich versteife mich jetzt nicht so sehr darauf, dass ich nur eine Frau finde, bei dem der Sex stimmt aber der Rest nicht. Ich gehe schon davon aus, dass es mehr Frauen gibt, mit denen ich meine sexuellen Vorlieben teilen kann und ich mit meiner netten, ehrlichen und Freundlichen Art eine Frau finde, wo auch der Rest passt. So optimistisch bin ich schon.

Ich möchte ehrlich auch in meinem Thread sein. Ich vermute eher etwas anderes. Dies ist mir bei der Auswahl diverser Profile auf Flirt-Plattformen aufgefallen. Ich erwische mich, wie sehr ich visuell gestrickt bin. Das Grenzt die Suche sehr stark ein. Nicht viele Frauen kommen in Frage die ich anschreiben würde. Dass ist übrigens eine Eigenschaft, die ich an mir überhaupt nicht mag. Ich kenne Nette Frauen, mit der ich mich sehr gut verstehe, wir die gleichen Interessen haben und wir uns auch Sympathisch sind. Doch ihre Figur sagt mir nicht zu und da ist sie noch nicht mal Dick oder Mollig. Das finde ich fürchterlich an mir. Vielleicht ist es doch die Angst, lange alleine zu sein, weil ich eben so wählerisch bin. Meine jetzige Frau ist übrigens die 3. Frau mit der ich was habe. Ich wusste damals schon, dass ich sehr wählerisch bin. Aber dass es mal zu solchen Problemen kommen kann. tztztz

NikeGirl schrieb:
- Dann die Frage, die auch meine Vorschreiber schon aufgeworfen haben: Wie wichtig ist dir Sex in einer Beziehung? Und wie siehst du die Zukunft? Wie lange willst du es so, wie es jetzt ist noch durchziehen? Wie lange KANNST du das überhaupt noch?
Du denkst jetzt schon ans fremdgehen, flirtest, chattest, kommunizierst über Sex. Wo führt das hin?
- Was wäre für deine Freundin schlimmer? Zu wissen das du unglücklich/ unzufrieden bist? Zu erfahren, dass du fremdgehst? Verlassen zu werden, weil du die Situation nicht mehr aushälst?
Das sind viele Fragen die auch nur auf Moral aufbauen. Auch wenn ich mich davor drücken will diese zu beantworten, werde ich es machen.

Sex in der Beziehung ist mir sehr wichtig. Das ist aber eine Frage, die ich erst jetzt so klar beantworten kann. Die Zukunft stelle ich mir so vor, dass wir wieder normalen gesunden Sex haben. Ich kann auch auf meine Neugier was anderes Auszuprobieren verzichten. Ich liebe die normalen Dinge genau so wie jeder andere Mann. Aber es müsste überhaupt erst Sex geben.

Wenn ich ehrlich bin, möchte ich es so lange hinziehen, bis ich ein klares Zeichen gefunden habe. Das kann eine Erfahrung sein, dass der Sex in den Affären nicht so war wie ich es mir vorgestellt habe. Oder es ist besser als erwartet und werde nun verstehen, dass die Unterdrückten Gefühle keinen sinn haben dies weiter zu unterdrücken. Das sie mir endlich mal Klartext sagt, woran es liegt, dass sie mich nicht mal mit dem "Arsch" anschaut. Warum sie mir keine Wärme und Geborgenheit im sinne von Nähe oder Umarmung geben kann. Sie versehendlich doch den Thread liest und mich nun verlassen möchte oder mich nun endlich versteht. Oder ich lerne durch Zufall während unserer Beziehung eine andere Frau kennen.. Ader sie stößt sich leicht den Kopf und der (Sex)Schalter wird umgekippt. :smile: Das alles könnten diese besagten Zeichen sein. :smile:

NikeGirl schrieb:
Wie lange ist sowas auszuhalten? Jetzt machst du das nochmal 10 Jahre mit und dann? Nochmal 10 Jahre? Nochmal 10 Jahre? Und wieviel hast du dann verpasst? Wird nicht irgendwann die "Wut" auf deine Freundin, dir das "vorenthalten" zu haben über die Liebe triumphieren? Oder wirst du einfach resignieren und aufgeben?
Wenn ich mal in so langer Zeit wütend werde, dann nicht auf meine Freundin - sondern auf mich selber...

Ich melde mich
lightnec
 

Benutzer80380 

Verbringt hier viel Zeit
Es tut mir leid, aber selbst, wenn ich jetzt eine negative Bewertung riskiere, muss das denke ich mal gesagt werden Rein physisch und gedanklich ja, aber eig. tust du das nicht. Dass der Sex nach 10 Jahren nicht mehr der ist, wie am Anfang der Beziehung ist einfach nur hormonbedingt.

Wenn man eine Person kennenlernt, mit ihr eine Beziehung anfängt. Rumknutschen, wilder Sex. Zu der Zeit wird ein Hormon namens Oxytocin ausgeschüttelt, der aber im Laufe der Zeit nachlässt. Ich frag mich immer, warum da immer so viel reininterpretiert wird, warum ist es nicht so wie am Anfang der Beziehung. Wie gesagt, es sind einfach nur Hormone.

Aber du willst eine 10-jährige Beziehung aufs Spiel setzen. Wie würde es dir denn gehen, wenn sie sich so verhalten würde? Wenn du an ihrer Stelle wärst?
Wenn ich hier mal immer im Forum lese: Ja, mein Partner will das und dies nicht, dass kann ich nicht mehr aushalten, der oder die will dort nicht mehr mitmachen. Was ist denn jetzt los? Aber heisst denn eine Beziehung nicht, dass man Gefühle und Wünsche des anderen akzeptiert und die Person einfach akzeptiert, wie sie so eben ist???

Was ich jetzt sagen will, hat jetzt net explizit mit deinem Prob zu tun.
Menschen setzen mehrjährige Beziehung aufs Spiel (10, 20 oder auch 30 Jahre), um was neues auszuprobieren. Nach relativ kurzer Zeit stellt man fest, dass man die Person liebt, die man verlassen hat. Aber zurück kann man auch nicht mehr. Das Vertrauen ist einfach nicht mehr da. Also denk dran bitte lightnec
 

Benutzer18780 

Geheimdienstchef
Sie kennt ihre Probleme, sie hat aber keinen Mum sich diesen Problemen zu stellen.
das haben jetzt mehrere hier geschrieben, es seien ihre probleme. aber stimmt das wirklich? hat sie denn ein problem mit der sexsituation ? ich denke nicht. ausschließlich er ist damit unzufrieden, was sie mitbekommt. Es zu ihrem Problem zu deklarieren würde bedeuten, ihr sexuelles verlangen als "nicht in ordnung" zu bewerten, wenn ich jetzt mal nur von der sexhäufigkeit ausgehe. sicherlich liegt ihr verlangen nicht im normbereich, sondern irgendwo an einem extrem.

ich denke auch nciht, dass es etwas ist, wo man kompromisse einzugehen hat. genausowenig wie sich über geschmack streiten lässt. ich esse nichts, was ich nciht mag, da gibts keine kompromisse. ich glaube deshalb, dass man ihr nicht so sehr einen vorwurf machen kann.

allerdings - wäre ich lightnec - würde ich mich nciht auf dauer damit abfinden.

Ich würde ja gerne mal heimlich ein Bild von meiner Maus zeigen. Aber ich habe ihr Versprochen es nicht zu tun. Aber dann könntest du es vielleicht etwas besser verstehen.
ich denke, ein bild tut nichts zur sache. halte dich an dein versprechen.

@brauchehilfe: ich glaube, die zusammenhänge (hormon) stimmen nicht so ganz, wie du sie dargestellt hast (wird mit der dauer der beziehung weniger).
es ist auch keine rein hormonelle sache. es gibt viele faktoren, die in das beziehungs und sexverhalten reinspielen. so pauschal kann man das nicht sagen.
[zumal ich als gegenbeispiel gut diene. in unserer beziehung ist das sexleben relativ konstant.]

um es mal aus meiner sicht nochmal zu schreiben:
ich kann es nicht als normalen gegebenen zustand ansehen, dass die sexualität in langen beziehungen abnimmt - und das so zu akzeptieren ist.
ich lebe in einer langen beziehung, und auch wir haben immer mal wieder probleme in jeglicher hinsicht. die aufgebaute beziehung wäre das wertvollste im leben, was ich verlieren kann. trotzdem würde ich die beziehung beenden, wenn sich derart krasse probleme wie bei lightnet einstellen und auch auf dauer keine lösungsmöglichkeiten auftun. es wäre kein leichter schritt, und auch ich könnte nicht einfach "hop und weg" aus der beziehung raus. dafür ist sie mir zu wichtig. in lightnecs situation gibt es aber definitiv verbesserungen, die er erfahren kann. und dafür würde ich auch eine längere durststrecke in kauf nehmen.
 

Benutzer80380 

Verbringt hier viel Zeit
aber keine Beziehung ist perfekt. Bei einigen mangelt's an Sex, bei anderen vllt. an Zeit, die man miteinander verbringt.

Manchmal lässt es sich regeln, manchmal eben nicht. Aber es ist auch definitiv kein Grund, fremdzugehen bzw. eine Beziehung zu beenden.

Aber ich geb's auf, lightnec muss wissen, was er da tut und für seine Taten und Konsequenzen grade stehen.
 

Benutzer28082 

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Das – lieber Mann in Mond – sehe ich aber komplett anders. Es ist ein Problem von Ihr. Sie hat mittlerweile registriert, dass ihr Mann / Freund ein Problem hat mit der mangelnden Sexualität. Sie weiß weiter, dass es die Beziehung durchaus belastet – wenn nicht sogar soweit belastet, dass sie zerbricht. Es sollte eigentlich in ihrem Interesse liegen die Beziehung zu stabilisieren und dazu gehört auch ein Kompromiss einzugehen – bzw. Auswege aus der Situation zu finden. Seine Unzufriedenheit wird ein sehr großes Stück von ihr erzeugt – somit ist es sehr wohl auch ihr Problem. Aus ihrem Verhalten kann man nur eines ableiten – dass sie keine Lust mehr auf die Beziehung hat. Sie hat sich für das Zusammenleben mit dem TS vor einiger Zeit entschieden – dazu gehört nun mal auch ein gewisses Sexualleben – einfach so über diese Thematik innerhalb der Beziehung wegzugucken ist in meinen Augen höchst Egoistisch. Es ist und bleibt eines Ihrer Probleme die sie angehen sollte. Die Komplettlösung des Problems kann sie nicht alleine bewältigen – aber sie sollte den Anfang machen – schon alleine als Zeichen des guten Willens und das sie die Problematik erkannt hat.

Auch im Sexualleben kann man Kompromisse eingehen – wenn einen die Beziehung noch etwas bedeutet. Eine sexuelle Unlust einfach auf den Partner zu übertragen und meinen das es damit gut ist, kann nur falsch sein. Dein Vergleich mit der Nahrungsaufnahme hinkt gewaltig. Wenn Du richtigen Hunger hast – dann bist Du sehr wohl zum Kompromiss bereit. Dann wirst Du Dir z.B. mit Wonne eine fette Ratte braten und noch lecker schreien – das kann ich Dir garantieren. Auch im Sexualleben kann man Kompromisse eingehen. Man muss es nur zum teil auch mal wollen und zulassen. Die Frau des TS verweigert sich in Teilbereichen total und das kann nicht richtig sein. Des weiteren sind es keine Vorwürfe, sondern die Essenz aus ihrem Verhalten. Ich gucke schon lange nicht mehr durch eine rosarote Brille und versuche das ganze stets positiv zu sehen. Die Lage des TS ist für ihn zu einer Situation geworden, die ihn stark belastet – das scheint sie ja nicht wirklich zu interessieren – sie zieht weiterhin ihr Ding durch und geht über alle Eingebungen von ihn nur kurz oder gar nicht ein – das ist nicht in Ordnung und wird unweigerlich zu einem Bruch führen.

Mir steht nicht zu den TS etwas vorzuschlagen – er muss selbst wissen, was er für richtig hält. Ich zeige ihn nur auf, dass das gezeigte Verhalten seiner Frau nicht so in Ordnung ist. Es fehlt die aktive Auseinandersetzung mit dem Problem ihrerseits – und es ist ein Problem innerhalb der Beziehung und schon alleine deshalb ist es auch Ihr Problem.
 

Benutzer89132 

Benutzer gesperrt
Manchmal lässt es sich regeln, manchmal eben nicht. Aber es ist auch definitiv kein Grund, fremdzugehen bzw. eine Beziehung zu beenden.
Na ja, wenn es sich NICHT regeln lässt, dann ist es meiner Meinung nach sehr wohl ein Grund, die Beziehung zu beenden.

Ich habe jede einzelne Seite in diesem Thread nachgelesen, und ganz ehrlich, einen echten Fortschritt konnte ich nicht feststellen.

Ich bin nicht sexsüchtig und ich finde auch nicht, dass Sex das Wichtigste in einer Beziehung ist, ich kann auch nachvollziehen, dass man nach 15 Jahren eben vielleicht nicht mehr soviel Sex hat wie in den ersten 6 Monaten einer Beziehung und dass es immer wieder "bessere" und "schlechtere" Phasen gibt, sexuell gesehen, das ist ja ganz normal. Aber was sind denn das bitte für Aussichten, quasi für den Rest seines Lebens kaum Sex zu bekommen, immer darum bitten und betteln zu müssen (oder ewig warten) und gleichzeitig ständig zu versuchen, nur ja keinen Druck sich aufbauen zu lassen, immer verständnisvoll zu sein, immer die eigenen Bedürfnisse hinten anzustellen?

Natürlich gehört Rücksichtnahme zu einer Beziehung, aber wenn es immer nur einer ist, der Rücksicht nimmt, während der andere nichtmal kompromissbereit ist, dann ist das nicht gesund für die Beziehung.

Natürlich könnte man jetzt sagen, beim Thema Sex gibt es eben nicht so viele Möglichkeiten für Kompromisse, weil es gerade da absolut nicht in Ordnung ist, jemanden zu etwas zu zwingen oder zu überreden, was er nicht will. Klar, wenn seine Frau nur ihm zuliebe auf einmal alles mögliche macht, obwohl es ihr selbst zuwider ist und sie keine Lust darauf hat, bringt das ja auch nichts.

Nur - was bleiben denn noch für Optionen, wenn es keinen Kompromiss gibt, mit dem BEIDE glücklich sind? Entweder einer ist für den Rest seines Lebens unglücklich, oder man trennt sich, mehr Auswahl gibt es nunmal nicht.
 

Benutzer71062 

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@ brauche Hilfe

der TS setzt seine Beziehung nicht leichtfertig aufs Spiel. Immerhin arrangiert er sich die Hälfte deines Lebens mit einem für ihn, im wahrsten Sinne des Wortes, nicht befriedigenden Zustand.
Ob er fremdgeht oder eine offene Beziehung führt oder die Beziehung beendet - er hat lange genug versucht eine Veränderung mit seiner Partnerin herbeizuführen. Leider hat sie kein Interesse daran oder - sie unterschätzt einfach die Gefahr für ihre Beziehung. Schließlich bekommt sie ja nachwievor alles, was ihr wichtig an der Beziehung ist.

Natürlich ist das sexuelle Verlangen am Anfang einer Beziehung größer und pegelt sich dann auf einem etwas niedrigeren Niveau ein. Hier ist es aber schon so extrem, dass man sich fragt, ob der TS nicht auf eine Mogelpackung hereingefallen ist oder nicht.

Man liebt ja bestimmte Eigenschaften an seinem Partner, deshalb ist man ja mit ihm zusammen. Wenn diese Eigenschaften sich aber ändern, muss man sich fragen, ob der Partner sich am anfang nicht einfach nur verstellt und einem etwas vorgespiel hat. Das gilt auch für den Sex. Allein daraus ließe sich schon ein Motiv ableiten, die Beziehung abzubrechen oder auch fremdzugehen.

@ TS: du betonst immer die Schönheit deiner Frau. Die Frau, die man liebt, findet man immer schön. Männer lieben die Frau, mit der sie schlafen. Insofern relativiert sich das.

Persönlich ist mir eine leidenschaftlichte Frau lieber, als ein fregides Modell. Weil ich mich durch die mir gezeigte Leidenschaft geliebt fühle.

Bei der Frau des TS scheint es anders zu sein. Ihr reicht die Geborgenheit in der Beziehung, das Gefühl, dass ihr Partner immer für sie da ist, dass sie nicht allein ist. Ausserdem bekommt sie ja auch das Gefühl, begehrt zu werden. Warum sollte sie etwas ändern solange alles für sie in Ordnung ist.

Die Augen werden ihr wahrscheinlich erst aufgehen, wenn sie das alles verliert, weil er sich den Sex woanders holt.
 

Benutzer48403  (51)

SenfdazuGeber
Die Augen werden ihr wahrscheinlich erst aufgehen, wenn sie das alles verliert, weil er sich den Sex woanders holt.

Soweit ich im Thread mitverfolgt hatte, hatte er sie darauf schon darauf angesprochen.

Aber lassen wir den TS zu Wort kommen, wie er weiter vorgehen wird.
Ich bin grundsätzlich gegen Fremdgehen, aber hier findet sich ein Härtefall vor. Seine Frau scheint grundsätzlich seine Bedürfnisse zu ignorieren, und das hat auf lange Sicht irgendwann Konsequenzen.

Ein Mann ist schliesslich auch immer nur ein Mensch. Und kein Mann hat es verdient, sein ganzes Leben nur zurück zu stecken.

Gleiches gilt natürlich umgekehrt auch für Frauen.
 

Benutzer18780 

Geheimdienstchef
Es sollte eigentlich in ihrem Interesse liegen die Beziehung zu stabilisieren und dazu gehört auch ein Kompromiss einzugehen (...) Seine Unzufriedenheit wird ein sehr großes Stück von ihr erzeugt – somit ist es sehr wohl auch ihr Problem.
(...) dazu gehört nun mal auch ein gewisses Sexualleben
(...)Auch im Sexualleben kann man Kompromisse eingehen – wenn einen die Beziehung noch etwas bedeutet. Eine sexuelle Unlust einfach auf den Partner zu übertragen und meinen das es damit gut ist, kann nur falsch sein.
wie bitte sollte ein solcher kompromis aussehen, wenn wir mal nur die häufigkeit betrachten? Wenn ihr Bedürfnis nach sex einfach (extrem) niederer ist als seines?
Muss sie sich einfach mal "ein bischen dazu zwingen"? es ihrem freund zuliebe tun? beine breit? hand anlegen?

mir fällt nichts anderes ein, denn lust auf sexualität kann man nicht einfach herbeizaubern, selbst mit "gutem willen zeigen" nicht :rolleyes:.

Ich möchte zumindest mit keiner Frau schlafen, wenn ich mir denken kann, dass sie es nicht gern tut, oder nur meinetwegen. Und so wie ich lightnec einschätze, kann und will er das von seiner freundin auch nciht fordern.

Ich weiß, dass du ebenfalls vor dem problem standest, dass die frau weniger (keinen) sex mochte als du. Da ist es auch verständlich, die Frau als diejenige zu sehen, die sich auf den Mann zubewegen sollte. Trotzdem glaube ich, dass lightnecs Freundin (wie so ziemlich jede Frau) schon erkannt hat, dass es hier ein Problem und auch Handlungsbedarf gibt. Nur gibt es für sie eben auch keine möglichkeit (aus ihrer sicht), das zufriedenstellend zu ändern.
Nur weil man kein Entgegenkommen sieht, heißt es ja noch lange nicht, dass die Gegenseite ignorant gegenüber der Situaiton ist. Das ist alles eine Frage der Sichtweise.


Und um nochmal auf das "sein problem"/"ihr problem" zurückzukommen: ihre sexualität kann ich einfach nicht als problem an sich sehen. Ihre Sexualität wird erst durch sein Bedürfnis zu einem Problem.
Die Lösung der Frage, wer von beiden Ursache des Problems ist, liegt hier: Wir haben ihre sexualität, und wir haben sein Bedürfnis. Die Frage, die sich stellt ist, was von beiden legitim ist und was nicht.
1.) sein Bedürfnis ist legitim, ihre geringe Lust auf sex nicht --> das problem ist SIE
2.) sein Bedürfnis ist nicht legitim, ihre geringe Lust schon --> ER ist das problem
3.) beides ist nicht legitim --> KEINER ist Schuld, aber die konstelation ist schlecht.
4.) beides ist legitim --> beide tragen ihren Teil zur Schuld bei, die Konstelation ist schlecht.

@trauerklops: mir scheint, du hast mit (1) argumentiert, ich mit (2). vermutlich sehen wir beide (4) als die "korrekte" sichtweise, bewerten aber anders, wer wem entgegenkommen sollte.



eigentlich ist es aber auch völlig egal, wer schuld ist. Fakt ist, dass sich die Situation nicht ändert. und dagegen hilft nur eine Trennung, wenn lightnec es "korrekt" machen möchte.
 

Benutzer71062 

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@ Mann im Mond

ich neige hier auch eher zu Trauerklops Ansicht, denn - und das hast du bei deinen Alternativen vergessen:

5.) Ihr Sexualverhalten hat sich verändert und die Abweichung überschreitet die übliche Toleranz. Sie "entspricht" damit nicht mehr der Frau, mit der der TS ursprünglich seine Beziehung eingegangen ist. Seine Bedürfnisse haben sich nicht verändert und so wie er ist, ist sie ja auch die Beziehung mit ihm eingegangen. Wenn man wollte, könnte man ihr unterstellen: Bis sie ihn fest an der Angel hatte, hat sie ihm die leidenschaftliche Frau vorgespielt und jetzt sind ihr eben andere Sachen wichtig. Würde man das Ganze versachlichen und wäre die Garantiezeit nicht schon abgelaufen :zwinker: , hätte er das Recht auf Wandlung. Genügend Gelegenheit zur Nachbesserung hat er ihr gegeben.

Was mich dabei immer ein wenig auf die Palme bringt - und so geht es Trauerklops sicherlich auch - ist, dass manche Partner einen eben mit "falschen Versprechungen" in eine langfristige Beziehung locken und sich nachher "bedrängt" fühlen und Verzicht fordern, anstatt sich darum zu kümmern, warum sie sich verändert haben.

also: sie hat sich veränder, entspricht nicht mehr der Beschreibung und bessert auch nicht nach -----> er hat das Recht auf Wandlung

(natürlich weiß ich, dass man eine menschliche Beziehung nicht versachlichen kann)
 
H

Benutzer

Gast
Niemand ist schuld. Das Problem ist auf dem Niveau von "Ich mag Spinat und Du nicht". Da gibt es keine Schuldigen.
Warum sollte sie weiter auf Dich zukommen? Vielleicht ist der Sex, der stattfindet schon ein Kompromiss am äußersten Limit?
Aus Sicht des "Ich will mehr"-Partners lässt sich immer schnell urteilen, dass das vorhandene Minimum genau die Menge ist, die der Partner gut findet. Ist aber etwas kurzsichtig gedacht. Evtl. ist es genau die Menge, die der Partner einem selbst zuliebe noch "mitmacht". Wer sagt, dass sie nicht schon seit Jahren Kompromisse fährt?
Außerdem ist es wesentlich leichter auf der Verzicht-Seite zu stehen und etwas Angenehmes nicht zu tun, als sich zu etwas Unangenehmem durchzuringen.
Sorry wenn das für schlechte Stimmung sorgt, aber diese Themen laufen doch immer darauf hinaus, dass der Betroffene seine Ansprüche Stück für Stück mit Argumenten, die richtig über zweifelhaft bis falsch sind, als legitim deklariert.
Ist aber einfach nicht so. Niemand hat solche Ansprüche. Wenns nicht klappt, dann ist das eben schwierig. Aber eine Schuld oder gar einen "Bösen" gibt es deshalb nicht.
Der Thread ist ja schon ziemlich umfangreich und ich hab nicht mehr alles im Kopf. Gab es denn überhaupt schonmal Vorschläge für einen gegenteilige Entwicklung?
Also nicht einfach Verzicht, sondern das Senken des Interesses?
Du hast einen tollen Partner, ein Kind (wenn ich das noch richtig weiß) und jetzt noch etwa 30 Jahre Zeit bis Du schon wieder an die Rente denkst.
Das ist ganz ganz wenig. Überleg mal, was Du in den bisherigen 30 Jahren so geschafft hast.
Hier wurde häufig erwähnt "etwas zu verpassen". Hast Du Dir mal überlegt, was Du alles verpasst, wenn Du Dein Leben auf Sex ausrichtest? Das, was Du von anderen Frauen bekommst ist Kopfsex. Deren Mumus fühlen sich auch nicht wirklich anders an.
Wir suchen unser Leben lang nach Bestätigung. Duch andere Menschen ("ich find Dich toll"), durch Umstände (Karriere, Religion ...) und sogar durch uns selbst ("ich bin treu zu mir selbst ihr *****). Kopfsex ist so ziemlich alles, was Du von "irgendwelchen Frauen" bekommen kannst. Für jede Frau, steigt in Deinem Kopf der "Zähler" an, der misst Wieviele Dich toll genug fanden, um mit Dir Sex zu haben. Das macht aber den Sex nicht besser, die Gefühle auch nicht und die Situation schon gar nicht. Wenn es letztlich nur um Selbstbestätigung geht, solltest Du Dich mal nach Dingen umschauen, mit denen Du auch am Ende Deines Weges noch zufrieden sein kannst.
"lightnec was hast Du mit Deinem Leben angefangen" - "Tja Chef, ich hab mit 30 angefangen eine tolle Frau zu hintergehen und später ist es dann in die Brüche gegangen." Da ist es fraglich, ob der Sex das wert war.
Ich bin nur ein paar Jahre jünger, als Du. Aber mir graut es schon davor, dass die Hälfte des "Lebens vor der Rente" schon vorbei ist. Klar ist es reizvoll, wenn man bestätigt bekommt, sexuell attraktiv und leistungsfähig bzw. allgemein begehrenswert zu sein. (Kondition?) Aber es ist noch lange nicht das Beste, was man mit seiner Zeit anfangen kann.

Soviel dazu. Hier werden ja dauernd Waatschn in die eine Richtung verteilt. Ich dachte es sei an der Zeit, dass Du auch wieder eine von der anderen Seite bekommst. ;-)

Gruß

-- -- hellgrau
 
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