10 Jahre Beziehung. Ich halte die Sexabstinenz nicht mehr aus.

Benutzer1492 

Verbringt hier viel Zeit
Ich habe den ganzen Thread verfolgt und bin eher zu der Erkenntnis gekommen, dass der TE seine Frau viel zu doll bekuschelt hat.
Ich würde mich glaub ich von so einem verständnisvollen, geduldigen, toleranten, einfühlsamen usw. Typ einfach nur "überfordert"/"überkuschelt" fühlen... immer das richtige Wort und die richtige Handlung zur richtigen Zeit?! Das würde mich auf Dauer so was von anöden und auch nicht motivierter/antriebssamer/geiler machen. :smile: Ich würde mich eher drauf ausruhen.. und ich denke, dass ich das ein wenig nachempfinden kann, weil ich auch eher faul bin, vieles möchte, aber meist den Antrieb nicht finde, geschweige denn etwas wirklich durchziehe.

Insofern kann dieser "Verständnistyp"-Plan auch total nach hinten los gehen. Tu doch lieber was dir und deinem Empfinden entspricht und wenn da "deine Maus" (*omg* :grin: ) den Anschluss verliert, wird sie das schon früh genug merken und... auf ihre Reaktion wäre ich gespannt.

Aber nun gut, du hast dich ja bereits anders entschieden. :cool1:
 

Benutzer48403  (51)

SenfdazuGeber
Ich erkenne in dem Gesamten kein „Rollenkonformes“ Verhalten. Im Gegenteil ich sehe da nur Egoismus pur. Und ja, ich fordere auch meine Zärtlichkeiten ein – aber wenn Mann das dann tut ist er „schwanzgesteuert“. Es wird immer nur gesehen was man andern geben muss – aber niemals wird das erkannt, was man selbst bekommen hat. Ich für meinen Teil habe drei Jahre sehr vieles akzeptiert und auch toleriert – aber ich kann nicht aus meiner Haut. Ich brauche Zärtlichkeiten und die will ich jetzt auch haben – bekomme ich sie nicht, dann gehe ich. Drei Jahre nur ausnahmslos geben und nicht mal im Ansatz etwas wieder zu bekommen – da stelle ich mir die Frage der Basis meiner Ehe. Nur ein Beispiel: Wo liegt das Problem für Frau ihren Mann mal nach einer langen Zeit ihm schlicht und ergreifend einen runterzuholen? …. Ich höre schon die Stimmen „wenn sie keine Lust hat, dann hat sie keine Lust…“ Bullshit! Ich hatte natürlich die letzten drei Jahre auch immer Lust ihr jeden Abend den Rücken zu massieren, ihr Frühstück ans Bett zu bringen mir den Arsch für sie aufzureißen, damit es ihr bessert geht. Sie zu stützen wenn es ihr schlecht ging und diverse andere Dinge die ich gemacht habe, und dann kommen Argumente wie „wenn ich nicht will, dann will ich nicht…“ – na super! Wer dann nicht dem Egoismus die Krone aufsetzt – WAS DANN? Immer schön nehmen – aber wehe man soll mal was zurück geben – neee, dann wird man als sexsüchtiges, kaltherziges Arschloch abgestempelt. Ich kann über soviel Dummheit einfach nur noch lachen – ein Glück.

Wo steht Dein Schrein zur Anbetung? :anbeten:
 

Benutzer28082 

Verbringt hier viel Zeit
Ah – so hüpft der Hase … ich habe ein Interpretationsproblem gehabt und habe so die geäußerten Meinungen falsch bewertet. Es hätte mich gewundert wenn auf einmal unsere Meinungen so auseinander gehen würden.

Natürlich fällt es schwer solche Dinge mit einer gewissen Objektivität zu sehen – vor allem wenn man selbst in die Schublade „schwanzgesteuertes Etwas“ gesteckt worden ist. Zu oft wir pauschalisiert und einkategorisiert – und das ohne Rücksicht auf Verluste. Mich macht so eine Verhalten von anderen Menschen regelrecht krank – und unfair finde ich es auch. Ich versuche schon seit zwei Jahren gegen das Vorurteil „Männer wollen nur das eine“ anzugehen – in diesem Forum habe ich es aufgegeben, weil es zwecklos ist. Ganz wenige Leute können noch klare Linien ziehen und auch mal zu dem stehen wenn was schief gegangen ist, aber egal, mit diesem Thema kann man Bücher füllen … also lassen wir es lieber.

Mir tut nur eines wirklich leid – der TS. Er hat genauso wie ich viel getan und gekämpft. Selbst wenn er nur die Hälfte verwirklicht hat was er geschrieben hat, so zeigt es mir doch klar und deutlich wie sehr an der Beziehung gehangen hat (oder noch hängt). Gekämpft wie ein Löwe – und dennoch verloren. So eine Erkenntnis ist schmerzhaft und sie drückt einen emotional stark an den Boden. Aber ich glaube nicht, dass seine Freundin das Potential hat das zu sehen was er mitgemacht hat. Ich gehe sogar soweit und behaupte, in ihrem Kopf startet er nur diese Aktionen, um endlich wieder Sex zu bekommen. Dass das nicht der Wahrheit entspricht wird jedem Leser dieses Threads klar sein – aber ich bin sehr fest davon überzeugt – sie denkt wie von mir beschrieben. Meine noch Frau hat es ebenfalls getan – warum, wieso …. Ich kann es mir nicht erklären. Vielleicht ist es in den Augen mancher Frauen einfach unvorstellbar, dass Mann auch mal Halt und Liebe braucht. Warum sollten wir uns nicht Wohlfühlen, wenn wir Geborgenheit erfahren? Warum soll der Mann nicht auch mal sagen, „nimm mich in den Arm und halte mich einfach nur fest, weil die Situation mich überfordert“? – ich habe immer das Gefühl wenn ich so was als Mann fordere ein „Mensch von anderem Planeten“ zu sein. Verständnis habe ich zumindest für so eine Bitte noch nie geerntet. Vielleicht muss ich doch rülpsend und furzend durch die Gegend laufen, mir ständig am Sack kratzen und so tun als ob ich der letzte Höhlenmensch wäre – aber da wären wir dann wieder bei der Klischeerolle angelangt.

Ich für meinen Teil habe aus solchen Dingen gelernt. Vertraue nur Dir selbst. Ich persönlich bin fertig mit der Sache Beziehung. Mein Vertrauen gehört meiner Katze, meinen Kaninchen und meinem Hund – und mehr wird es in meinen Leben nicht mehr geben.
 

Benutzer75021 

Beiträge füllen Bücher
Trauerklops;4702176 schrieb:
Ich versuche schon seit zwei Jahren gegen das Vorurteil ?Männer wollen nur das eine? anzugehen

Vielleicht ist es in den Augen mancher Frauen einfach unvorstellbar, dass Mann auch mal Halt und Liebe braucht. Warum sollten wir uns nicht Wohlfühlen, wenn wir Geborgenheit erfahren? Warum soll der Mann nicht auch mal sagen, ?nimm mich in den Arm und halte mich einfach nur fest, weil die Situation mich überfordert?? ? ich habe immer das Gefühl wenn ich so was als Mann fordere ein ?Mensch von anderem Planeten? zu sein. Verständnis habe ich zumindest für so eine Bitte noch nie geerntet. Vielleicht muss ich doch rülpsend und furzend durch die Gegend laufen, mir ständig am Sack kratzen und so tun als ob ich der letzte Höhlenmensch wäre ? aber da wären wir dann wieder bei der Klischeerolle angelangt.
:anbeten:
Und da wären wir wieder beim Thema Rollenklischees angelangt und die damit verbundenen Probleme und Vorurteile.
Ist genau das, was sich in meinem Thread https://www.planet-liebe.com/vbb/showthread.php?t=227642 wiederspiegelt, aber mir glaubt ja keiner :engel:
Off-Topic:
vor allem nicht die Macho-Fraktion :-D
 

Benutzer71062 

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@ trauerklops

Du machst ja deinem Namen alle Ehre. Mann soll nie nie sagen. Ich bin seit kurzem das 2. Mal verheiratet. Mit mehr Wissen, was alles schief laufen kann und mit Mehr Vorsätzen, es diesmal besser zu machen. Das gilt auch für meine Frau. Kopf hoch - und das gilt auch für den TS

@ Mann im Mond

Aber diese Rollenstereotypen erfüllen sich teilweise nur ihret selbst willen! Ein Mann lernt von kleinauf, wie ein Mann zu sein hat: er ist stark, weint nicht, ist der große Stecher und ist besonders Wortkarg, was seine Gefühle angeht. Mann wird also nicht so, weil natur ihn so gemacht hat, sondern weil er unterbewusst merkt, was von ihm erwartet wird. Jeder, der sich dieser Rolle entsprechend verhällt, fördert diese Rolle.
Das gleiche gilt für die Frauen und deren Rollenverständnis.


Hier geht es nicht um erlernte, weil evtl. gesellschaftlich erwartete, Verhaltensweisen, sondern um, von Natur aus vorgegebene, unterschiedliche Konditionierung für unterschiedliche Aufgaben.
Alle männliche und weibliche Lebewesen haben von der Natur unterschiedliche Aufgaben zugewiesen bekommen und sind danach konstruiert. Dieser ursprüngliche Bauplan sah einzig und allen die Vermehrung der jeweiligen Art vor. Das der Mensch den Verstand stärker als jedes andere Lebewesen ausgebildet hat, ermöglicht ihn, vom rein instinktiven Verhalten abzuweichen (also nicht schwanzgesteuert). Das bewart ihn aber nicht davor, diese instinktiven Bedürfnisse wahrzunehmen. Es erscheint daher logisch, das Mann und Frau unterschiedliche instinktive Bedürfnisse wahrnehmen.

Der TS hat diese Bedürfnis jahrelang unterdrückt und auf seine Frau Rücksicht genommen. Irgendwann ist dann der Zeitpunkt erreicht, an dem der gefühlte Mangel einfach zu groß ist.

Er hat genauso viel Recht auf die Befriedigung seiner Bedürfnisse, wie seine Frau. Ursprünglich war das wohl auch kein Problem da beide annähernd kompatible Bedürfnisse hatten. Bloss anscheinend haben sich die Bedürfnisse seiner Frau geändert. Ihrem Instinkt folgend, ist sie mehr Muttertier geworden. Während er jahrelang mit seinem Verstand seinen Trieb unterdrückt hat, sah sie keine Notwendigkeit dafür, dass ihr Verstand eingreift, weil es ja gesellschaftlich erstrebenswert ist, eine gute Mutter zu sein.

Eine Frau, die ihren Mann zu mehr Kinderbetreuung bewegen will, ist eine gute Mutter. Ein Mann, der seine Frau zu mehr Sex bewegen möchte, ist schwanzgesteuert.
 

Benutzer18780 

Geheimdienstchef
Off-Topic:
Hier geht es (...) um, von Natur aus vorgegebene, unterschiedliche Konditionierung für unterschiedliche Aufgaben.
Alle männliche und weibliche Lebewesen haben von der Natur unterschiedliche Aufgaben zugewiesen bekommen und sind danach konstruiert.

... und damit wären wir bei der evolutionsTHEORIE, die du treffenderweisend als umstritten angegeben hast.


Lightnec hat viele, sehr viel bessere Argumente in der Beziehung angebracht, als blose Evolutionstheorie. Das halte ich für richtig, aber es hat nicht wirklich gefruchtet.
Es geht ja auch darum, eine Möglichkeit zu finden, wie er sich mit seiner Freundin arrangieren kann, undnicht darum, dass sie seine Triebe - wenn wir es mal so nennen wollen - zu dulden, weil es naturgegeben sein soll.
 

Benutzer71062 

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Es geht ja auch darum, eine Möglichkeit zu finden, wie er sich mit seiner Freundin arrangieren kann

Wenn ich einen Weg suche, unterschiedliche Verhaltensweisen oder auseinanderklaffende Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen, versuche ich die Ursache für diese Differenz auszumachen. Denn nur wenn ich die Ursache kenne, habe ich die Chance unterschiedliches Verhalten zu verstehen und evtl zu verändern.

blose Evolutionstheorie

was denn sonst noch? Die Schöpfungsgeschichte?

In der Wissenschaft wird übrigens nicht der Einfluss der Triebe sondern nur die Intensität unterschiedlich gesehen.

undnicht darum, dass sie seine Triebe - wenn wir es mal so nennen wollen - zu dulden, weil es naturgegeben sein soll.

Das ist es ja eben. Nicht nur er unterliegt seinen Trieben, sondern auch sie ihren. Der Unterschied ist, das ihre sich verändert haben und er im Gegensatz zu ihr mit dem Verstand gegen seine Triebe ansteuert während sie die Notwendigkeit dafür nicht sieht.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
…. Ich kann es mir nicht erklären. Vielleicht ist es in den Augen mancher Frauen einfach unvorstellbar, dass Mann auch mal Halt und Liebe braucht. Warum sollten wir uns nicht Wohlfühlen, wenn wir Geborgenheit erfahren? Warum soll der Mann nicht auch mal sagen, „nimm mich in den Arm und halte mich einfach nur fest, weil die Situation mich überfordert“? – ich habe immer das Gefühl wenn ich so was als Mann fordere ein „Mensch von anderem Planeten“ zu sein. Verständnis habe ich zumindest für so eine Bitte noch nie geerntet.
Off-Topic:
komisch....ich schon! Vielleicht bist Du ja nur bis jetzt an die "falschen" Frauen geraten? Ich halte mich für einen absolut "unmännlichen", "weichen" Mann (man könnte auch "Warmduscher" dazu sagen ;-) und ich frage mich manchmal selbst, ob ich auf einen Typen wie mich stehen würde, wenn ich eine Frau wäre. In jüngeren Jahren hab ich auch immer mal wieder versucht "härter" und "männlicher" zu werden...aber das ist komplett hoffnungslos, weil meiner ganzen Art einfach total fremd. Aber ich bin trotzdem bisher mit Frauen eigentlich ganz gut klar gekommen


@ trauerklops


Hier geht es nicht um erlernte, weil evtl. gesellschaftlich erwartete, Verhaltensweisen, sondern um, von Natur aus vorgegebene, unterschiedliche Konditionierung für unterschiedliche Aufgaben.
Alle männliche und weibliche Lebewesen haben von der Natur unterschiedliche Aufgaben zugewiesen bekommen und sind danach konstruiert. Dieser ursprüngliche Bauplan sah einzig und allen die Vermehrung der jeweiligen Art vor. Das der Mensch den Verstand stärker als jedes andere Lebewesen ausgebildet hat, ermöglicht ihn, vom rein instinktiven Verhalten abzuweichen (also nicht schwanzgesteuert). Das bewart ihn aber nicht davor, diese instinktiven Bedürfnisse wahrzunehmen. Es erscheint daher logisch, das Mann und Frau unterschiedliche instinktive Bedürfnisse wahrnehmen.


...so ein Unsinn! "Konditionierung" ist definitionsgemäß "Lernen" und kann demnach niemals "von der Natur vorgegeben", also angeboren, sein.
Diese ganze evolutionstheoretische Begründungskacke von Geschlechterunterschieden geht mir mächtig auf den Sack. Es mag ja durchaus sein, dass wir noch uralte Instinkte in uns haben (und das ist natürlich auch hochwahrscheinlich). Aber wie Du ja selbst sagst, sind wir Menschen auch vernunftbegabte, selbstreflexive und kulturfähige Wesen. Und weil das so ist, lässt sich mit diesen "angeborenen Instinkten" heute natürlilch keinerlei Verhalten mehr begründen bzw. rechtfertigen. Absoluter Käse!

Das problematische an diesen evolutionspsychologischen Thesen ist übrigens, dass sie praktisch nicht falsizierbar sind.
Man kann nämlich eigentlich absolut JEDES Verhalten stringent evolutionstheoretisch begründen: Brutpflegeverhalten von Frauen, genauso wie Brutpflegeverhalten von Männern, fremdgehende Männer genauso wie fremdgehende Frauen, monogame Männer genauso wie monogame Frauen, Monogamie ebenso wie Polygamie usw......es findet sich immer ein guter Dreh, wie dieses Verhalten (egal welches!) sich evtl. doch günstig auf die Weitergabe der eigenen Gene auswirken könnte.
 

Benutzer28082 

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Off-Topic:
Meine Entscheidung sich künftig vom anderen Geschlecht fern zu halten hat gute Gründe. Auf der einen Seite muss ich ein Mensch sein, der ich gar nicht bin. Es gilt der Grundsatz keine Schwächen zu zeigen – es wird einen sonst schnell zu Verhängnis. In einer Beziehung möchte ich mich so geben wie ich bin, ich brauche einen Pol der mich auch mal auffängt, mir halt gibt und mich motiviert, wenn die Lage mal wieder aussichtslos ist. Bis jetzt konnte das nur eine Frau und die hat mich letztendlich betrogen. Nein danke – für den Rest meines Lebens reichen mir meine Tiere. Bevor ich nochmals „ja“ sage müsste man mir schon eine Knarre an den Kopf halten und selbst bei so einer Situation wäre ich mir eines „Jas“ nicht so sicher.
 

Benutzer71062 

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@ casanis:

Mit der Konditionierung hast du natürlich recht. Also bitte durch das Wort Programmierung ersetzen. Aber du hast auch so verstanden, was ich sagen wollte.

Es tut mir leid, dass ich dir mit meiner anderen Meinung auf "den Sack gehe", ist umgekehrt aber genauso bezüglich Menschen, die sich für rein verstandgesteuert halten.

Klar ist der Einfluss von Trieben und Instinkten auf auf unser Verhalten umstritten. Gerade wenn man die Ansicht vertritt, das jedes Leben selbstbestimmt ist.

Du bezeichnest dich selbst als unmännlich und Warmduscher. Und hast mit deinem Verstand den Entschluss gefasst, dich zu verändern, männlicher und härter zu werden. Anscheinend hast du das aber nicht mit dem Verstand geschafft "weil es deiner Art widerspricht". Zumindest müsste das deine Meinung über den Einfluss des Verstandes relativieren. (Ich könnte das jetzt auch so formulieren, dass es mit verstand eben nicht gelingt, aus einem Beta- ein Alpha-Männchen zu machen)

Und irgendwas muss ja dann noch da sein, was sich mit Verstand nicht ändern lässt. Vielleicht ist es ja bei unserem TS ähnlich und betrifft nur einen anderen Sektor?
 

Benutzer18780 

Geheimdienstchef
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sind wir hier, um unsere differenzen bzgl evolution und co auszutragen, oder um lightnec weiterzuhelfen :confused:
 
S

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komisch....ich schon! Vielleicht bist Du ja nur bis jetzt an die "falschen" Frauen geraten? Ich halte mich für einen absolut "unmännlichen", "weichen" Mann (man könnte auch "Warmduscher" dazu sagen ;-) und ich frage mich manchmal selbst, ob ich auf einen Typen wie mich stehen würde, wenn ich eine Frau wäre. In jüngeren Jahren hab ich auch immer mal wieder versucht "härter" und "männlicher" zu werden...aber das ist komplett hoffnungslos, weil meiner ganzen Art einfach total fremd. Aber ich bin trotzdem bisher mit Frauen eigentlich ganz gut klar gekommen





...so ein Unsinn! "Konditionierung" ist definitionsgemäß "Lernen" und kann demnach niemals "von der Natur vorgegeben", also angeboren, sein.
Diese ganze evolutionstheoretische Begründungskacke von Geschlechterunterschieden geht mir mächtig auf den Sack. Es mag ja durchaus sein, dass wir noch uralte Instinkte in uns haben (und das ist natürlich auch hochwahrscheinlich). Aber wie Du ja selbst sagst, sind wir Menschen auch vernunftbegabte, selbstreflexive und kulturfähige Wesen. Und weil das so ist, lässt sich mit diesen "angeborenen Instinkten" heute natürlilch keinerlei Verhalten mehr begründen bzw. rechtfertigen. Absoluter Käse!

Das problematische an diesen evolutionspsychologischen Thesen ist übrigens, dass sie praktisch nicht falsizierbar sind.
Man kann nämlich eigentlich absolut JEDES Verhalten stringent evolutionstheoretisch begründen: Brutpflegeverhalten von Frauen, genauso wie Brutpflegeverhalten von Männern, fremdgehende Männer genauso wie fremdgehende Frauen, monogame Männer genauso wie monogame Frauen, Monogamie ebenso wie Polygamie usw......es findet sich immer ein guter Dreh, wie dieses Verhalten (egal welches!) sich evtl. doch günstig auf die Weitergabe der eigenen Gene auswirken könnte.

:jaa: :anbeten:

Leider wird die wissenschaftliche Psychologie vor allem von Laien gerne trivialisiert, sodass jeder Hinz und Kunz erstens zu allem eine Meinung hat und zweitens diese auch munter preisgibt und dabei vergisst, dass es bloß eine Meinung ist. In der Medizin, Biologie etc. sieht das anders aus, da werden von Wissenschaftlern natürlich auch manchmal Unsinnstheorien aufgestellt und durchgezogen, aber ich kenne keinen Laien, der glaubt, er könne am offenen Herzen operieren, nur weil er "Emergency Room" geguckt hat :ratlos:

Naja, was soll's, amüsant ist es ja auch :grin:


Lieber Dandy,

das Einzige, worin sich die meisten Wissenschaftler einigermaßen einig sind, ist die Tatsache, dass Genetik überbewertet wird. Selbst wenn es gewisse Anlagen gibt (die sich im übrigen durch Dinge wie "Hochsensibilität für Reize" etc äußert und nicht "Frau geht gerne shoppen"), spielt immer auch die Umwelt eine entscheidende Rolle, wie sich der Mensch entwickelt. Deshalb ist die frühkindliche Entwicklung ja auch so wichtig.

Doch wie dem auch sei, ist dem Threadstarter damit geholfen? :zwinker:
 

Benutzer71062 

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Liebe Starla,

solange eine Theorie strittig und nicht widerlegt ist, ist es auch legitim, sie als Erklärungversuch heranzuziehen. Es mag sein, dass du dich in der allgemeinen Psychologie besser auskennst und mich daher zum Laien erklärst. Mein Fachgebiet ist die Werbepsychologie und in der gibt es bestimmte Schlüsselreize mit denen man Menschen am Verstand vorbei manipulieren kann.

Natürlich widerstrebt es dem angeblich selbstbestimmten Menschen, auf ein intelligentes Tier reduziert zu werden. Aber weder die Frau des TS noch casanis schaffen es, mit dem Verstand gegen "ihre Art" anzukommen.

Und was es dem TS hilft: Egal wie wir es nennen, Trieb, Instinkt oder Art. Es ist etwas, was sich mit dem Verstand nur sehr schwer kontrolieren bzw korrigieren lässt. Wenn die "Art" der Freundin des TS eben so ist, dass sie keinen Sex mehr will, dann kann er noch so viel versuchen, er wird nichts ändern. Das habe ich aber schon vor zig Seiten festgestellt.
 

Benutzer74999  (35)

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Da jede Situation, in jeder Beziehung und mit jedem Menschen, anders ist... ist es schwer zu sagen, dass ich mich sehr gut in dich hineinversetzen kann - aber ich kann dir einfach mal etwas von mir erzählen:

Ich bin nun seit knapp 3 Jahren mit meiner Freundin zusammen und die Probleme der fehlenden Zärtlichkeit, der fehlenden Nähe und vor allem das Problem das es im Bett nicht funktioniert, kenne ich nur zu gut - das ging in meiner Beziehung ab dem 1. Halbjahr rapide zurück. Zumindest von Ihrer Seite aus. Ich habe gut 2 Jahre lang wirklich intensiv versucht, das bestehende Problem zu finden - die Ursache, den Grund... wieso Sie kaum noch Lust verspürt, sei es im Bereich Sex oder Zärtlichkeiten allgemein.

Ich habe so oft versucht mit Ihr zu reden, Gespräche unter Tränen, ich habe Ihr Briefe geschrieben um Ihr meinen Standpunkt und meine Verzweiflung zu erklären. Ich habe eingesteckt und mich zurückgehalten - Ihr Zeit gegeben, viel Zeit. Themen nicht angesprochen, um Sie nicht unter Druck zu setzen.

Aber ich habe nie eine wirkliche, spürbare Verbesserung erlebt.
Wenn - dann nur für ein paar Tage, dann war alles so wie vorher.

Ich habe lange gelitten, wirklich. So viele Tränen , so viel Verzweiflung und so viel Wut, es nicht ändern zu können.
Ich habe diese Frau so sehr geliebt wie nie jemanden zuvor und es schmerzt irgendwo seit langer Zeit wieder, solch Zeilen zu schreiben über ein Kapitel mit dem ich mehr oder minder abgeschlossen habe. Ich habe in Ihr lange die Person gesehen, mit der ich alt werden wollte....

Meine letzte Hoffnung war der Zusammenzug im Sommer diesen Jahres... ich weiss nicht, ob es bereits zu spät war, mir die Kraft fehlte oder es an Ihr liegt, aber auch der Schritt zusammen zu ziehen, brachte keinerlei Besserung (obwohl Sie vorher immer meinte, wenn wir uns öfter sehen, unsere Ruhe haben, wird es sich ändern).


Das alles hat sich nun geändert... oder zumindest ich.
Meine Liebe zu Ihr ist nicht mehr so stark, wie Sie einst war.
Ich kann, wenn man mich ehrlich fragt, nichtmal mehr klar sagen ob ich Sie wirklich liebe.
Ich habe mit einem Großteil dieser ganzen Probleme abgeschlossen, habe mein Leben in den Vordergrund gestellt und bereue dies in keinster Weise.
Für mich ist es eine klare Entscheidung gewesen - wieso soll ich weiter kämpfen, um Schmerz zu ernten? Wenn ich mich auch um mich selbst kümmern kann und dann unter'm Strich weit weniger Schmerz für mich entsteht?

Ich möchte nicht mehr mit Ihr schlafen - weil in meinem Kopf nur noch Enttäuschungen in diesem Bereich eingebrannt sind.
Ich möchte Sie nicht mehr mit liebevollen Dingen überraschen - denn ich erfahre dass gleiche eh nicht von Ihr.
Ich möchte... mein ganzes Leben sicherlich nicht mit Ihr verbringen.

Spätestens im nächsten Jahr hoffe ich, dass ich beruflich genug Rückhalt habe und dann werde ich ausziehen.
Ich finde mich mittlerweile immer wieder in Wünschen und Träumen wieder, jemand neues kennen zu lernen... und dafür habe ich lange genug gebraucht, darin etwas positives zu sehen.
In gewisser Weise freue ich mich bereits auf die Trennung.


Ich werde vielleicht von manch Menschen nun gescholten, wieso ich nicht ehrlich zu Ihr bin - aber in Hinsicht auf meine berufliche Situation ist es wirklich sehr schwierig.

Momentan ist die Beziehung recht komisch - Sex ist mittlerweile komplett abgehakt, Zärtlichkeiten nur noch selten. Ist wie eine WG. Oberflächlich ist alles in Ordnung, auch nach aussen hin.
Aber es ist ok für mich, ich stelle keine Erwartungen mehr. Mein Leben steht im Vordergrund, mein Beruf - und da geht's voran.



Und...
Weisst du, wer nun angefangen hat, zu merken dass es zu spät ist?

Ja, Sie. Sie hat es gemerkt, in einem Gespräch vor einiger Zeit sogar selbst unter Tränen zu mir gesagt. Sie weiss dass Sie an vielem Schuld ist und in den letzten 2-3 Monaten versuchte Sie viel, um mir zu zeigen wie wichtig es Ihr ist. Nicht Sex... aber Zärtlichkeiten. Aufmerksamkeiten wie ein "Ich liebe Dich" und Ähnliches.
Es ist schade, dass die Einsicht so spät kam.
Denn es ist in meiner Beziehung wirklich zu spät, ich möchte und kann mich nicht mehr darauf einlassen...






Vielleicht findest du dich in meinem Beitrag ja etwas wieder, auch wenn es bei Euch eine weit längere Zeit ist/war.

Was ich aber grundsätzlich sagen möchte - auch ich rate dir, kümmere dich wieder um dich selbst. Trenne dich von Ihr und werde wieder, nicht nur oberflächlich, glücklich.
Auch wenn es mit einem anderen Menschen ist. Und versuch dich daran zu halten, auch wenn es schwer ist.
Jetzt wieder in all das zurück zu fallen - selbst wenn Sie sich kurzfristig ändert, wird keine gute Lösung sein.
Es wird eh wieder alles so wie vorher... oder nicht?


Alles gute!

p.s.: Hoffe dass man in dem Beitrag einigermassen durchsteigen kann... hab nie so 'nen roten Faden irgendwie wenn's um so etwas geht.
 

Benutzer84611 

Benutzer gesperrt
Da jede Situation, in jeder Beziehung und mit jedem Menschen, anders ist... ist es schwer zu sagen, dass ich mich sehr gut in dich hineinversetzen kann - aber ich kann dir einfach mal etwas von mir erzählen:

Ich bin nun seit knapp 3 Jahren mit meiner Freundin zusammen und die Probleme der fehlenden Zärtlichkeit, der fehlenden Nähe und vor allem das Problem das es im Bett nicht funktioniert, kenne ich nur zu gut - das ging in meiner Beziehung ab dem 1. Halbjahr rapide zurück. Zumindest von Ihrer Seite aus. Ich habe gut 2 Jahre lang wirklich intensiv versucht, das bestehende Problem zu finden - die Ursache, den Grund... wieso Sie kaum noch Lust verspürt, sei es im Bereich Sex oder Zärtlichkeiten allgemein.

Ich habe so oft versucht mit Ihr zu reden, Gespräche unter Tränen, ich habe Ihr Briefe geschrieben um Ihr meinen Standpunkt und meine Verzweiflung zu erklären. Ich habe eingesteckt und mich zurückgehalten - Ihr Zeit gegeben, viel Zeit. Themen nicht angesprochen, um Sie nicht unter Druck zu setzen.

Aber ich habe nie eine wirkliche, spürbare Verbesserung erlebt.
Wenn - dann nur für ein paar Tage, dann war alles so wie vorher.

Ich habe lange gelitten, wirklich. So viele Tränen , so viel Verzweiflung und so viel Wut, es nicht ändern zu können.
Ich habe diese Frau so sehr geliebt wie nie jemanden zuvor und es schmerzt irgendwo seit langer Zeit wieder, solch Zeilen zu schreiben über ein Kapitel mit dem ich mehr oder minder abgeschlossen habe. Ich habe in Ihr lange die Person gesehen, mit der ich alt werden wollte....

Meine letzte Hoffnung war der Zusammenzug im Sommer diesen Jahres... ich weiss nicht, ob es bereits zu spät war, mir die Kraft fehlte oder es an Ihr liegt, aber auch der Schritt zusammen zu ziehen, brachte keinerlei Besserung (obwohl Sie vorher immer meinte, wenn wir uns öfter sehen, unsere Ruhe haben, wird es sich ändern).


Das alles hat sich nun geändert... oder zumindest ich.
Meine Liebe zu Ihr ist nicht mehr so stark, wie Sie einst war.
Ich kann, wenn man mich ehrlich fragt, nichtmal mehr klar sagen ob ich Sie wirklich liebe.
Ich habe mit einem Großteil dieser ganzen Probleme abgeschlossen, habe mein Leben in den Vordergrund gestellt und bereue dies in keinster Weise.
Für mich ist es eine klare Entscheidung gewesen - wieso soll ich weiter kämpfen, um Schmerz zu ernten? Wenn ich mich auch um mich selbst kümmern kann und dann unter'm Strich weit weniger Schmerz für mich entsteht?

Ich möchte nicht mehr mit Ihr schlafen - weil in meinem Kopf nur noch Enttäuschungen in diesem Bereich eingebrannt sind.
Ich möchte Sie nicht mehr mit liebevollen Dingen überraschen - denn ich erfahre dass gleiche eh nicht von Ihr.
Ich möchte... mein ganzes Leben sicherlich nicht mit Ihr verbringen.

Spätestens im nächsten Jahr hoffe ich, dass ich beruflich genug Rückhalt habe und dann werde ich ausziehen.
Ich finde mich mittlerweile immer wieder in Wünschen und Träumen wieder, jemand neues kennen zu lernen... und dafür habe ich lange genug gebraucht, darin etwas positives zu sehen.
In gewisser Weise freue ich mich bereits auf die Trennung.


Ich werde vielleicht von manch Menschen nun gescholten, wieso ich nicht ehrlich zu Ihr bin - aber in Hinsicht auf meine berufliche Situation ist es wirklich sehr schwierig.

Momentan ist die Beziehung recht komisch - Sex ist mittlerweile komplett abgehakt, Zärtlichkeiten nur noch selten. Ist wie eine WG. Oberflächlich ist alles in Ordnung, auch nach aussen hin.
Aber es ist ok für mich, ich stelle keine Erwartungen mehr. Mein Leben steht im Vordergrund, mein Beruf - und da geht's voran.



Und...
Weisst du, wer nun angefangen hat, zu merken dass es zu spät ist?

Ja, Sie. Sie hat es gemerkt, in einem Gespräch vor einiger Zeit sogar selbst unter Tränen zu mir gesagt. Sie weiss dass Sie an vielem Schuld ist und in den letzten 2-3 Monaten versuchte Sie viel, um mir zu zeigen wie wichtig es Ihr ist. Nicht Sex... aber Zärtlichkeiten. Aufmerksamkeiten wie ein "Ich liebe Dich" und Ähnliches.
Es ist schade, dass die Einsicht so spät kam.
Denn es ist in meiner Beziehung wirklich zu spät, ich möchte und kann mich nicht mehr darauf einlassen...






Vielleicht findest du dich in meinem Beitrag ja etwas wieder, auch wenn es bei Euch eine weit längere Zeit ist/war.

Was ich aber grundsätzlich sagen möchte - auch ich rate dir, kümmere dich wieder um dich selbst. Trenne dich von Ihr und werde wieder, nicht nur oberflächlich, glücklich.
Auch wenn es mit einem anderen Menschen ist. Und versuch dich daran zu halten, auch wenn es schwer ist.
Jetzt wieder in all das zurück zu fallen - selbst wenn Sie sich kurzfristig ändert, wird keine gute Lösung sein.
Es wird eh wieder alles so wie vorher... oder nicht?


Alles gute!

p.s.: Hoffe dass man in dem Beitrag einigermassen durchsteigen kann... hab nie so 'nen roten Faden irgendwie wenn's um so etwas geht.

Und das mit Status " Vergeben und glücklich " ?
 

Benutzer74999  (35)

Verbringt hier viel Zeit
Hmm... war hier länger nicht mehr und wenn nur wegen diesem Thema. Daher auch nicht aktuell... :zwinker:
 

Benutzer82338 

Verbringt hier viel Zeit
Hallo, ich bin es mal wieder.
Hier ist ja was los. Mich ärgert es immer wieder, dass ich nicht so oft ins I-Net komme.
Bevor ich auf eure Postings eingehe, möchte ich erzählen, wie es mit uns weiter ging.


Wie erwartet, hat sie sich über mein Geburtstagsgeschenk sehr gefreut. Doch das Highlight war das 12 Strophiges Gedicht. Es hat spaß gemacht über einen Reim meine Liebe noch einmal zum Ausdruck zu bringen. Beim vorlesen, kam sie vor der ganzen Verwandtschaft ins Stottern und hatte ganz schön zu tun, die Tränen zu unterdrücken. Während der Nachfolgenden Feier, kam sie öfters zu mir und berührte mich öfters. Mal steht sie hinter mir und legt die Hand auf meine Schulter. Beim vorbei gehen, gab sie mir spontan ein Küsschen und viele andere kleine Anekdoten des Liebesbeweises. Ich fand es schön, angenehm und seltsam zu gleich. Am Tag danach ging es ähnlich weiter. Irgendwann sagte ich zu ihr, dass die Feier ja richtig gelungen ist und sprach sie darauf an, was mit ihr passiert ist. Sie sagte irgendwann, dass dieses Gedicht für sie wie ein zweiter Liebesbeweis war. Ich glaube sie versteht gar nicht so richtig, wie sehr ich sie liebe. Vielleicht habe ich mich schon deutlicher von ihr abgekapselt, als mir bewusst ist.

Aber dass alles war vorletztes Wochenende. Ich habe mich nicht blenden lassen und weiterhin die Situation kritisch beobachtet. Wie erwartet stellte sich die "Normalität" wieder ein. Das alt bekannte leben ging weiter. Gestern hatten wir unsere erste Geplante "Sitzung". Aussprechen wollten wir uns, was gut war, was nicht gut war, oder was die Beziehung besser machen kann. Ohne durch die Blume soll gesagt werden, was uns stört oder was uns gefällt.

Angefangen habe ich mit der Sache, dass sie keine Liebe, Zuneigung zeigt und auch dem Kind gegenüber genervt und Aggressiv gegenüber ist. Im laufe des Gespräches kam zum Ausdruck, dass sie glaubt, dass wir uns zu wenig sehen, dass wir zu wenig unternehmen. Ich dementierte dies. Denn wenn wir uns sehen, sie auch keine Lust hat, irgendetwas zu unternehmen. Nein, da muss erst einmal 4 Stunden des Sonntags für Saubermachen draufgehen. Danach ist sie wieder Kaputt und will sich nur noch ausruhen.

Angesprochen auf den zweiten Liebesbeweis, sagte sie, dass sie wieder richtig erkennt, dass ich sie um alles liebe. Sie glaubte, dass ich kein wirkliches Interesse mehr an sie hätte. Da ich mich in letzter Zeit recht von ihr Distanziert habe. Vieles war mir egal und auch hat mich vieles nicht mehr Interessiert. Ich ging meine Interessen nach und ihre Meinung war mir mit unter egal. So ihr Standpunkt. Ich selber habe dies so nicht war genommen. Abstreiten kann ich es nicht. Vielleicht habe ich innerlich schon abgeschlossen.

Ich gab zum Ausdruck, dass ich genau das an ihr Vermisst habe, was sie zum Geburtstag mit mir machte. Die kleinen unterbewussten Gestiken, die zeigen, dass man seinen Partner noch gern hat. Sie weiß, dass es mir schon lange nicht mehr um Sex geht. Ich habe oft zu verstehen gegeben, dass mir das Zwischenmenschliche fehlt. Sie zeigt keine Nähe, Wärme oder Zuneigung. Absolutes Desinteresse an der Person. Wir müssten versuchen das Problem zu finden. Immer noch hat sie dieses Knuddel-Gefühl, wenn sie andere Paare beobachtet. Zu Hause ist es weg. Im Gespräch sagt sie, dass sie nicht gerne Nach Hause kommt, da sie weiß, das unser Kind sie wieder zu schaffen machen wird. Irgendwas ist immer. Am diesem Abend war es zum Beispiel, dass er sehr viele Versteckte Einträge hatte. Gefunden beim Aufräumen seines Schulschrankes. Sie weiß, dass sie diese all so Täglichen Verpflichtungen erwartet. Sie erwartet nur Arbeit, Stress und keine Entspannung zu Hause. Das sei der Grund, warum sie keine Lust auf Kuscheln oder mehr Spürt. Wenn sie abends 19:30 Uhr von der Arbeit kommt (Ich bin noch nicht da). Macht sie Abendbrot und/oder die Wäsche.

Ich komme erst Abends 20:30 Uhr nach Hause. Freue mich und umarme sie. Da hat sie keine Lust auf Kuscheln. Sie ist da einfach zu kaputt und möchte nur noch ins Bett sich ausruhen. Ich habe ihr angeboten, dass ich nach meiner Arbeit und nach meinem Sport auch noch die Hasen sauber machen würde und die Wäsche aufhängen würde. Sie meinte nur, dass es quatsch ist. Was solle sie in der Zeit machen. „Nichts? Dumm vor dem Fernsehen sitzen?“ Ich sagte: „sich Ausruhen, sich entspannen, mal abschalten.“

Zwischendurch habe ich mal angedeutet, dass sie eine 30h/Woche Job hat und ich einen 55h/Woche habe. Ich arbeite an manchen Tagen bis 0:00 Uhr und sie nicht wüsste, was eigentlich Stress ist. Da habe ich ja was gesagt, da war erstmal stress angesagt. Sie kam an, dass der Haushalt auch Arbeit ist. Ich stimme ihr zu. Ich war mal Arbeitslos und habe eine Zeit lang den Haushalt geschmissen. Daher glaubte ich ihr auch. Nur sagte ich dann, dass wir mal die Arbeit tauschen sollten. Ich bot an, auch weniger ins Fitnessstudio zu gehen um dafür mal eher zu Hause zu sein, so dass ich das Abendessen übernehmen kann. Doch das will sie auch nicht. Nach einer Weile hin und her, kamen wir zu keiner Lösung, wie wir dieses kleine Problem nun lösen könnten. Ich sagte, dass sie sich zu sehr unter stress setzt. Sie sieht in den Verpflichtungen immer einen Zwang. Hat sie keine Lust, so soll sie halt mal gar nichts machen. Dann gibt es eben nur Brot oder mal die Spagettis von gestern. Aber nein, wir haben ein Kind und so sieht sie sich verpflichtet, ihm etwas Ordentliches zu machen. Oder sie macht die Hasen nicht aller 2 Tage sauber. Dann eben doch nur aller 4 oder nur am Wochenende. Aber Nein, es stinkt immer so. (Ich und Kind riechen übrigens nie was...) Also muss eben wieder mal sauber gemacht werden.

Ich sagte ihr, dass sie mal abschalten soll, dass sie mal anfangen soll zu leben. Ihre eigenen Interessen nachgehen soll. Sie soll mal etwas egoistischer werden. Mal an sich denken. Ich gab du verstehen, dass ich eine Lösung finden möchte. Wenigstens ansatzweise.

(Ein wenig der Sarkasmus kommt in mir durch) „Damit du entspannter bist, habe ich kein Problem damit, abends um 21 Uhr dir noch Arbeit abzunehmen. Ich würde ja auch Staubsaugen und die Wäsche waschen. Aber um die Zeit hätten wohl die Untermieter ein Problem.“

Sie: „so ein quatsch. Soll ich dann vorher nichts machen und dumm rumsitzen?“

Ich: „Nein, dich ausruhen. Damit du entspannter bist und wieder mehr Gefühle in deiner Familie einbauen kannst. Also, ich möchte eine Lösung finden.“

Sie sagte: „es gibt keine“

Ich werde ernst im Blick: „Wenn ich viele Vorschläge mache und du keine Annehmen möchtest, du glaubst, dass es keinen Ausweg mehr gibt, bleibt für mich nur noch eine Möglich....“

Sie: „welche denn...?

Ich werde lauter und etwas fester in der Stimme: „Wenn wir beide (zeige auf uns beide) ein Problem haben. Ich Vorschläge mache und du keine davon annehmen möchtest, du also das Problem nicht lösen möchtest egal mit welchen Ansatz. Dann weiß ich, dass die Situation nicht besser wird. Dann bleibt mir nur noch eine Option übrig...

....ich trenne mich von dir.“

Sie zögert kurz: „hä... was.. wie jetzt....“ (wirkt Ratlos)

Ich: „Ja für mich wirkt die Situation aussichtslos

Sie: „Moment..., ich glaube nicht das dies so ein Problem ist. Ich denke eher, dass unser Kind das Problem ist. Die Sache mit den Verpflichtungen ist nicht so groß. Wir haben unser Kind nicht unter Kontrolle. Er macht mich mehr fertig. Ich habe zu ihm vor kurzen gesagt, dass ich wegen ihm nicht gerne nach Hause komme. Weil er nur Probleme macht.“

Ich: „Das hast du gesagt? Das halte ich nicht für richtig. Er ist nur das, was wir daraus gemacht haben. Er kann mit dir spielen. Ich weiß, dass wir ihm nichts zu Weinachten geben wollen, da er uns mit seinen Einträgen, seinen schlechten Zensuren und seiner extremen Faulheit uns nur enttäuscht. Aber du kannst es nicht, du kannst es Moralisch nicht, ihm nichts zu schenken. ...und genau das weiß er. Dies hat er mal andeutungsweiße mir gesagt.“

Das Thema Erziehung wurde aufgegriffen. Er ist zwar nicht das Musterkind, aber er Reflektiert meiner Meinung nach nur unser Verhalten. Ich habe meiner Frau gesagt, dass sie ihm nie gegenüber Böse ist, dass sie nie nachtragend ist. Wenn er misst gemacht hat, kann er nach ein paar stunden zu ihr kommen und sich unterhalten, als ob nichts gewesen wäre. Das ist meiner Meinung nach Falsch. Wenn er ein Tadel nach Hause bringt, bekommt er keinen Ärger, bringt er ein Lob mit, wird er belohnt. Das ist meiner Meinung nach Falsch. Wenn er uns enttäuscht hat, dann sollten wir ihm das auch zeigen. „was? du möchtest mit mir rumalbern? Das würde ich gerne mit dir machen. Habe auch richtig Lust drauf. Aber du hast ein 6 wegen nicht erbrachten Hausaufgaben und einen Disziplinverweis. Gehe in dein Zimmer und las mich in Ruhe, du hast mich traurig gemacht.“ So würde ich es machen. Wenn er eine 1 oder gar Lob mitbringt, dann z.B. beim Einkaufen: „was..., du möchtest dieses Computerspiel haben? Hmm.... du hattest doch gestern eine 1 oder. OK, ich kaufe es dir.“ Die Erziehung habe ich verstanden. Auch wo hier das Problem liegt. Meine Frau ist zu lieb und zu gutmütig und genau das weis der Bengel zu nutzen. Sie kommt dann zwar mit harten und für mich schmerzhaften Worten wie: „wenn es dein Sohn wäre, dann wäre es sicherlich anders“. Aber da stehe ich drüber. Lieber erziehe ich ihn richtig und stecke dafür den „bösen Papa Status“ ein, als dass er falsch erzogen wird. Ich bin nun mal der, der ein Verbot auch durchzieht. Meine Frau macht dies nicht. Ich will mir gar nicht ausmalen, was aus ihm geworden wäre, wenn er ohne Papa aufgewachsen wäre.

Ein weiterer Punkt den meine Frau angesprochen hat, warum sie sich nicht entspannen kann, sind unseren Momentanen Finanziellen Schwierigkeiten. Die Selbstständigkeit läuft nicht so wie erwartet. In den letzten 4 Monaten, müssen wir wirklich jede Investition 2x überlegen. Weiterhin verfolgen uns gerade ein paar Pannen. Einbruch im Geschäft, Platten am Auto und die bestehende Jugendweihe muss ebenfalls Finanziert werden.

So langsam glaube ich, dass meine Frau die gleichen Probleme hat wie ich, aber mit diesen anders umgeht. Sie frisst es in sich rein. Hofft auf die Zeit und somit Besserung. Lässt sich wahrscheinlich daher auch etwas gehen. Vielleicht auch deshalb die Gewichtszunahme(?) Ist mir gerade mal so eingefallen.

Ihr Kind macht sie zu schaffen, Geldsorgen machen sich breit, Unzufriedenheit bei ihrer aktuellen Arbeit (hat übrigens wieder eine Absage einer Bewerbung erhalten) und dann noch der Partner, der immer kuscheln will und sie mit den Nervigem Thema kommt, wie können wir es lösen. Ganz nach dem Motto, „...ich habe gerade andere Sorgen...“
 

Benutzer18780 

Geheimdienstchef
nur noch eine Option übrig...
....ich trenne mich von dir.“

Sie zögert kurz: „hä... was.. wie jetzt....“ (wirkt Ratlos)

Ich: „Ja für mich wirkt die Situation aussichtslos

Sie: „Moment..., ich glaube nicht das dies so ein Problem ist.

Ich denke, hier liegt der Kern des Problems begraben. Du leidest wie ein hund unter der Situation. Sie ist zwar auch nicht glücklich, schlägt sich aber von Tag zu Tag durch das Leben. Ihr Problem ist nicht so groß wie deins. Beziehungsweise - wie du schon richtig schriebst - verarbeitet sie das anders und frisst es in sich auf.

Es scheint ihr gar nicht in den Sinn zu kommen, dass du dich notfalls Trennen würdest.

Wenn du das durchziehen willst, würde ich ihr das auch davor immer wieder andeuten. keine ahung. ich denke, wenn du den schnitt mal gemacht hast, fällt sie aus allen wolken und weiß nicht weiter, weil sie dich ja eigentlich liebt. vermutlich ist die situation für sie auch drastisch genug, um zu handeln. Denn diese "Brisanz" der Situation scheint sie nicht erkannt zu haben, obwohl du schon seit langem alles probierst.

Du hast ja geschrieben, du sagst deiner frau irgendwann, dass du ausziehen wirst. Das finde ich immer noch gut. Damit wird ihr der Schritt sicher deutlich, und sie beginnt endlich, aufzuwachen und nachzudenken.
Wenn du dann die schnauze noch nicht endgültig voll hast, kannst du ihr ja das angebot machen, dass SIE sich um dich bemühen "darf". Was sie tun sollte, hast du ihr bis dahin ja schon zu genüge gesagt und gezeigt, bzw kannst es ja nochmal wiederholen.

Falls du bis dahin nicht mehr schreibst, wünsche ich dir trotzdem schonmal schöne Weihnachtstage.
 
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