1 Liter Sprit für 1,50 €??? Geht es noch???

G

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Gast
Ich fahre auf Grund der Spritpreise jetzt im Sommer wieder öfter mit meinem Roller. Bis zu meinem Freund brauche ich damit nicht wesentlich länger als mit dem Auto und das spart doch ganz schön Kohle. Und bei Vergnügungsfahrten (Lass ma' eben 'nen Döner holen) überleg ich mir dann auch dreimal ob wir da jetzt mit dem Auto hinmüssen oder ob man auch mal mit dem Fahrrad fahren kann...
 

Benutzer15054 

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Ist ja fein, wenn du das findest. Mir ist das zu weit.
Ich versteh auch nicht, was ihr euch so darüber aufregt. Das muss doch jeder für sich selbst entscheiden. Ich sag doch auch nicht zu dir: Nimm das Auto.

Die Energiekrise ist, wie so viele Probleme heute auch, ein globales, gesellschaftliches Problem. Dem kann man nicht abhelfen mit einem 'Das muss jeder für sich selbst entscheiden'. Mit einem 'weiter so' lösen wir die Energiekrise mit Sicherheit nicht, und ebensowenig mit einem Entscheidungsegoismus in gesellschaftlichen Fragen.

Der derzeitige Ölpreis ist übrigens nicht die Folge von Spekulanten oder der Ökosteuer, wie das manche gerne behaupten. Seit Beginn der Industriellen Revolution im 19. Jh. ist die kapitalistisch verfasste Menschheit von einer unglaublichen Energie-Gier befallen und hat in 200 Jahren die Bodenenergiequellen der letzten Millionen Jahre weitgehend verfeuert. Eine derartige, in der Geschichte der Menschheit beispielslose Ressourcen- und Energieverschwendung stößt nun an ihre objektive Grenze. Das macht sich an dem Ölpreis bemerkbar. Die Zeiten, in denen noch alle sorglos mit dem Auto umherfuhren und ihren Dreck in die Luft pusteten, sind vorbei.
Viel zu viele müssen noch begreifen, dass die Moderne in eine Sackgasse geraten ist. Aber viel zu viele wollen genauso weitermachen wie bisher und suchen sich lieber einen subjektiven Sündenbock aus, der für die Energiekrise verantwortlich sein soll: Grüne, Staat oder Börse. :frown: Solche Leute machen sich etwas vor, denn sie glauben, dass das Öl noch quasi ewig reichen würde.
 
D

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Gast
Niemand sagt daß das Öl ewig reichen wird. Allerdings ist es auch nicht so daß Ölknappheit herrscht. Es werden immer mehr große Vorkommen gefunden. Ob es nun auf festem Boden oder auf Bohrinseln ist, ist ja subjektiv. Fakt ist daß es genug Öl gibt. Aber wenn solch hohe Steuern auf Kraftstoff draufgeschlagen werden, wird das Benzin immer teurer. Und im Grunde leidet das Volk unter der Jahre langen Inkompetenz der Politiker. Wer nicht mit Geld umgehen kann, sollte es lassen und nicht im nachhinein andere dafür bluten lassen
 

Benutzer28147 

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Niemand sagt daß das Öl ewig reichen wird. Allerdings ist es auch nicht so daß Ölknappheit herrscht. Es werden immer mehr große Vorkommen gefunden. Ob es nun auf festem Boden oder auf Bohrinseln ist, ist ja subjektiv. Fakt ist daß es genug Öl gibt. Aber wenn solch hohe Steuern auf Kraftstoff draufgeschlagen werden, wird das Benzin immer teurer. Und im Grunde leidet das Volk unter der Jahre langen Inkompetenz der Politiker. Wer nicht mit Geld umgehen kann, sollte es lassen und nicht im nachhinein andere dafür bluten lassen
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/4/46/Ölfunde.png
 

Benutzer62847 

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"ann schrieb:
Schön wär's.... Hab grade eben für 1,55€ getankt...

Langsam ist es echt nicht mehr lustig.... Ich frag mich sowieso immer, warum bei uns das Benzin mit am teuersten ist...

Ich habe gelesen, dass in den Niederlanden das Benzin am Teuersten ist.

Das war auf meine Stadt bezogen. Verglichen mit anderen Städten Deutschlands ist das Benzin bei uns leider mit am teuersten....:geknickt:


Leider ist der von dir gepostete Link nicht sehr aktuell. Die Daten der letzten Funde sind von 2002.

Ich glaube nicht, dass man von "akuter" Ölknappheit reden kann. Klar ist Öl ein knappes Gut aber die Ölvorräte der Erde reichen laut Experten immer noch 40-50 Jahre.
 

Benutzer53832 

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Ich glaube nicht, dass man von "akuter" Ölknappheit reden kann. Klar ist Öl ein knappes Gut aber die Ölvorräte der Erde reichen laut Experten immer noch 40-50 Jahre.

Denk doch mal etwas weiter.
Es wird mit jedem dieser 40-50 Jahre teurer.
Und das je mehr, desto größer der Weltverbrauch wird.
 

Benutzer62847 

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Denk doch mal etwas weiter.
Es wird mit jedem dieser 40-50 Jahre teurer.
Und das je mehr, desto größer der Weltverbrauch wird.

Fragt sich nur, warum es so viel teurer wird. Klar steigt auch der Preis, wenn eine hohe Anfrage besteht aber nur ein geringes Angebot. Normalerweise bildet sich der Preis ja auch aus dem Angebot und der Nachfrage. Bei Mineralöl ist der Preis leider nicht mehr der Schnittpunkt aus Angebot und Nachfrage.

Die Hauptproblematik sind meiner Meinung nach die Spekulanten, welche etwa 50% des Preises des Barrels ausmachen. Wie schon mal erwähnt, liegt der aktuelle Preis eines Barrels bei etwa 120$. Der eigentliche Preis, der sich aus Angebot und Nachfrage ergeben würde, läge bei etwa 60-80$ pro Barrel. Grund hierfür ist, dass der physikalische Verkauf nur einen geringen Teil ausmacht, nämlich etwa 2%. 98% sind reiner Papierhandel, welcher den Preis enorm nach oben drückt.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Und ansonsten gibt es auch noch öffentliche Verkehrsmittel und Fahrräder mit denen man zur Arbeit fahren kann. Ich bestreite nicht einmal, dass dies nicht aufwendiger bzw. strapaziöser ist als mit dem Auto, aber es ist möglich. Wer meint, dass ihm dies zu anstrengend ist, der muss eben in den sauren Apfel beissen und die Spritkosten zahlen - was bleibt einem dann letztlich auch anderes über?
Ich habe schon mehrmals ausgeführt, dass die öffentlichen Verkehrsmittel keineswegs eine kostengünstigere Alternative zum Auto sein müssen.
Das mag für Langstrecken gelten, wenn man auch noch Frühbucherrabatt, etc. mitnimmt. Aber schon wenn man spontan irgendwo hinfahren will, kann es gut sein, dass man mit einem sparsamen Auto günstiger unterwegs ist, als mit der Bahn.
In Großstädten (z.B. Berlin) kann man auch im Nahverkehr problemlos aufs Auto verzichten. Allerdings gibt es auch da einige Komfortprobleme... (ich kann mir z.B. nicht vorstellen, wie man ohne Auto für eine Familie Getränke einkaufen sollte...)
In eher ländlichen Gebieten oder auch sogar in Ballungsräumen etwas außerhalb der Großstädte kann man den ÖPNV aber völlig vergessen! - Da ist man mit dem Fahrrad noch besser dran.

Ich wäre z.B. über eine Stude mit Bus und Bahn unter wegs, um in die Uni zu kommen. Die Busse fahren maximal stündlich, teilweise auch nur alle 2 Stunden und ich bräcute ein (sehr günstiges) Semesterticket für den Verkehrsverbund, in dem meine Uni liegt und teure Monatskarten für den Verkehrsverbund (übrigends einer der teuersten in ganz Deutschland), in dem meine Hematstadt liegt.
Mit dem Auto brauche ich 20 Minuten (20km) und zahle (obwohl ich alleine fahre) auch noch weniger (Durchschnittsverbrauch 5l/100km - Diesel).


Ich finde es wirklich OK, dass die Spritpreise nicht mehr so niedrig sind, wie früher.
Öl ist nun mal eine begrenzt verfügbare Ressource und bei steigener Nachfrage muss man mit steigenden Preisen rechnen.
Damit steigen schon die Chancen, dass es in absehbarer Zeit alternative Antriebskonzepte gibt, die zumindest teilweise auf regenerative Energien setzen und den Verbrauch an nicht-regenerativen Energieträgern deutlich senken.

Allerdings kann ich es einfach nicht glauben, dass der derzeitige extreme Preisanstieg nur wegen der größeren Nachfrage kommt.
Wenn ein Großteil des Ölhandels nur auf dem Papier geschieht, ohne dass jemals auch nur ein Barrel reales Öl den Besitzer wechselt (und sich das für die Analysten lohnt, die Volker Pispers mal treffenderweise als Schmarotzer bezeichnet hat), muss das den Ölpreis auf jeden Fall deutlich erhöhen.
Ich hoffe nur, dass diese Spekulationsblase in absehbarer Zeit platzt, da ich derzeit einfach keine Möglichkeit habe, meinen Spritverbrauch weiter zu senken (ich habe mir schon eine sehr sparsame Fahrweise angewöhnt, fahre ein sparsames Auto und kann meine Fahrstrecke nicht weiter reduzieren).
 

Benutzer28147 

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Fragt sich nur, warum es so viel teurer wird. Klar steigt auch der Preis, wenn eine hohe Anfrage besteht aber nur ein geringes Angebot. Normalerweise bildet sich der Preis ja auch aus dem Angebot und der Nachfrage. Bei Mineralöl ist der Preis leider nicht mehr der Schnittpunkt aus Angebot und Nachfrage.

Die Hauptproblematik sind meiner Meinung nach die Spekulanten, welche etwa 50% des Preises des Barrels ausmachen. Wie schon mal erwähnt, liegt der aktuelle Preis eines Barrels bei etwa 120$. Der eigentliche Preis, der sich aus Angebot und Nachfrage ergeben würde, läge bei etwa 60-80$ pro Barrel. Grund hierfür ist, dass der physikalische Verkauf nur einen geringen Teil ausmacht, nämlich etwa 2%. 98% sind reiner Papierhandel, welcher den Preis enorm nach oben drückt.

Und warum wird damit spekuliert? Weil in ein paar Jährchen - der exakte Zeitpunkt ist zwar umstritten, nicht jedoch, dass es früher oder später so kommen wird - das Ölfördermaximum erreicht sein wird. Und dann verkauft der Spekulant, sich die Hände reibend, seine Besitztitel, die er für nur 130$ erstanden hat. Ob der heutige Preis überzogen ist oder nicht, ist völlig egal, in der Zukunft wird er es zu 99% nicht sein. Genau deshalb ist Öl unter Spekulanten so begehrt.

Hast du neuere Zahlen, die diese Grafik widerlegen? Ansonsten wäre ich vorsichtig damit, die Zahlen einfach so abzutun.
 
D

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Gast
Ja die Grafik ist mehr als veraltet. 2007 und 2008 wurden die Vorkommen entdeckt und werden grade erschlossen. :zwinker: In Amerika z.B werden 200 Bohrinseln wieder aufgebaut die 2005 von den beiden Hurricanes zerstört oder komplett abgerissen wurden. Allerdings waren wenige von diesen 200 schon komplett funktionstüchtig. Und 200 neue Ölförderer, sind kein Pappenstiel. Und 50 Jahre ist ne Menge. Bis dahin gibt es schon alternative Brennstoffe für Autos. Die Gastankstellen werden sich in 50 Jahren mehr als verdoppelt haben, Wasserstoff wird irgendwann kommen und die Bioethanol Idee haben sie ja wieder verworfen. Nachdem viele Bundesbürger schon ihr Auto mit Bioethanol Anlagen bestückt haben
 

Benutzer28147 

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Ja die Grafik ist mehr als veraltet. 2007 und 2008 wurden die Vorkommen entdeckt und werden grade erschlossen. :zwinker: In Amerika z.B werden 200 Bohrinseln wieder aufgebaut die 2005 von den beiden Hurricanes zerstört oder komplett abgerissen wurden. Allerdings waren wenige von diesen 200 schon komplett funktionstüchtig. Und 200 neue Ölförderer, sind kein Pappenstiel. Und 50 Jahre ist ne Menge. Bis dahin gibt es schon alternative Brennstoffe für Autos. Die Gastankstellen werden sich in 50 Jahren mehr als verdoppelt haben, Wasserstoff wird irgendwann kommen und die Bioethanol Idee haben sie ja wieder verworfen. Nachdem viele Bundesbürger schon ihr Auto mit Bioethanol Anlagen bestückt haben

Quelle?

Deine amerikanischen Bestände müssten in die Graphik aber schon eingegangen sein oder wurden die bereits bekannten amerikanischen Vorkommen durch den Hurrican vergrößert?
 

Benutzer15353 

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Und warum wird damit spekuliert? Weil in ein paar Jährchen - der exakte Zeitpunkt ist zwar umstritten, nicht jedoch, dass es früher oder später so kommen wird - das Ölfördermaximum erreicht sein wird. Und dann verkauft der Spekulant, sich die Hände reibend, seine Besitztitel, die er für nur 130$ erstanden hat. Ob der heutige Preis überzogen ist oder nicht, ist völlig egal, in der Zukunft wird er es zu 99% nicht sein. Genau deshalb ist Öl unter Spekulanten so begehrt.

Hast du neuere Zahlen, die diese Grafik widerlegen? Ansonsten wäre ich vorsichtig damit, die Zahlen einfach so abzutun.
Da Du diese komplexe Materie ja offensichtlich komplett durchschaut hast, und es anscheinend Deiner Meinung nach ein Kinderspiel ist, mit Erdoel(kontrakten) sich dumm und daemlich zu verdienen, darf ich mir die Frage erlauben, ob Du diesbezueglich investiert bist? Und wenn nein, warum nicht?
 

Benutzer28147 

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Da Du diese komplexe Materie ja offensichtlich komplett durchschaut hast, und es anscheinend Deiner Meinung nach ein Kinderspiel ist, mit Erdoel(kontrakten) sich dumm und daemlich zu verdienen, darf ich mir die Frage erlauben, ob Du diesbezueglich investiert bist? Und wenn nein, warum nicht?

a) Investitionen setzen auch ein Kapital voraus. :zwinker:

b) Bezüglich des Öls bin ich mir ziemlich sicher. Sehr unsicher bin ich mir jedoch, was alternative Quellen anbelangt. Muss nur ein genialer Ingeneur herausfinden, wie man Autos anders/kostengünstiger/effizienter antreiben kann und futsch ist das Geld.
 
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Ich hab keine Quelle das hab ich irgendwann sonstwo mal gelesen. Ich verbringe meinen Tag anders als vor irgenwelchen Grafiken oder Statistiken zu brüten.

Nein müssen sie nicht. Weil wie du vielleicht gelesen hast, war das 2005 und dein Link zeigt eine Grafik von 2002. Also sind die Vorkommen nicht aufgeführt.
 

Benutzer28147 

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Ich hab keine Quelle das hab ich irgendwann sonstwo mal gelesen. Ich verbringe meinen Tag anders als vor irgenwelchen Grafiken oder Statistiken zu brüten.

Nein müssen sie nicht. Weil wie du vielleicht gelesen hast, war das 2005 und dein Link zeigt eine Grafik von 2002. Also sind die Vorkommen nicht aufgeführt.

Dann wirst du sicher auch verstehen, dass ich deine Angaben eher unter die Rubrik urban legend einordne.

Wenn du "meine" Grafik näher betrachtest, stellst du fest, dass in der Grafik zwischen Förderung und bekannten Ölvorkommen unterschieden wird. Deine Argumentation bezieht sich lediglich darauf, dass bekannte Ölquellen in näherer Zeit (wieder) leergepumpt werden können und sich somit die Fördermenge erhöhen wird. Das ändert aber nichts daran, dass die Vorkommen vor 2002 schon bekannt waren. Logischerweise baut eine Ölfirma erst Ölplatformen, wenn sie weiß, dass dort auch Öl ist.
 

Benutzer62847 

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Ich hab keine Quelle das hab ich irgendwann sonstwo mal gelesen. Ich verbringe meinen Tag anders als vor irgenwelchen Grafiken oder Statistiken zu brüten.

Nein müssen sie nicht. Weil wie du vielleicht gelesen hast, war das 2005 und dein Link zeigt eine Grafik von 2002. Also sind die Vorkommen nicht aufgeführt.

Hier nur ein Beispiel:

http://www.welt.de/wirtschaft/article1902715/Vor_Brasiliens_Kueste_liegt_ein_riesiges_Oelfeld.html

Erdöl-Experten aus Brasilien haben tief unter dem Atlantik eines der größten Ölfelder der Welt entdeckt.
 

Benutzer62847 

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Danke Ann..dafür könnt ich dich knutschen :grin:

Bitteschön! Das Thema interessiert mich halt...:smile: Da versuche ich auf dem aktuellsten Stand zu bleiben.

Ich habe ein paar Seiten weiter vorne einen sehr ausführliche Beitrag zur Thematik geschrieben, leider ist darauf niemand eingegangen...

Off-Topic:
Unser Auto ist übrigens ein Erdgasfahrzeug.
 

Benutzer70346 

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Warum regt man sich so auf? Selbst wenn die Preise ungerechtfertigt sind und man sie zwischenzeitig wieder senken würde, wäre das nur aufgeschoben und nicht aufgehoben.

Die Preise sind eben die Quittung für unseren ständig größer werdenden Raubbau. Der Mensch hat sich seine eigene Umwelt aufgebaut, die erst durch enorme Ressurcenverschwendung möglich wurde. Nur wird man diesen Luxus nicht ewig halten können, wie sich bereits jetzt so langsam bemerkbar macht.
 
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