1 Jahr zusammen - Liebesleben = 0

Benutzer149649  (38)

Ist noch neu hier
Hallo Zusammen,

ich bin mit meiner Freundin (ich 31, sie 25) nun seit fast einem Jahr zusammen und dachte eigentlich, dass ich mit ihr meine absolute Traumfrau gefunden hab und habe bis jetzt keinen einzigen Gedanken an eine Trennung verschwendet...

In den letzten Wochen kommen mir jedoch mehr und mehr Zweifel, denn unser Liebesleben tendiert bei uns in letzter Zeit gegen 0, am Anfang der Beziehung hatten wir zwar auch nicht jeden Tag Sex, aber schon mindestens 1-2x pro Woche, in den letzten Monaten wurde es jedoch zunehmend weniger, im Moment schlafen wir vielleicht (wenn überhaupt) 1x im Monat miteinander :frown:

Sie betont zwar immer, dass sie mich liebt (glaube ich ihr auch), wir verstehen uns auch total super und unternehmen echt viel zusammen, aber außer kuscheln auf der Couch oder im Bett läuft so gut wie gar nichts mehr, mittlerweile ist's sogar schon so weit, dass selbst Zungenküsse eher die Ausnahme sind :/
Wenn ich im Bett mal die Initiative ergreife und versuche sie unten zu streicheln wird die Hose energisch hochgezogen und meine Hand abgestoßen, das gleiche Spiel "oben rum"...
Ich darf mich schon dankbar zeigen, wenn sie ausnahmsweise (vlt 1-2x im Monat) großzügigerweise oben ohne schläft..

Mich belastet der Zustand zunehmend mehr und ich weiß auch nicht so recht wie es mit uns weitergehen soll, momentan fühle ich mich wie in einer 30/40-jährigen Ehepartnerschaft, in der Total "die Luft raus ist", wir sind jetzt wie geschrieben noch kein Jahr zusammen und haben kaum Sex, wie soll das erst in 10-20 Jahren ausschauen :frown:

Als ich letztens mal wieder "abgelehnt" wurde stellte ich die Frage, weswegen wir es mittlerweile so selten machen, Antwort: "Ich hab den ganzen Tag Menschen um mich rum (sie arbeitet als Ergotherapeutin) und brauche abends dann auch mal Zeit für mich. Das ständige "Gefummel" (wenn ich ihr auf der Couch z.B. mal über den Hintern streichle, was auch immer daran Gefummel sein soll?!) wäre furchtbar anstrengend und würde letzten Endes dazu führen, dass sie ganz dicht macht :frown:

Ich liebe sie über alles, aber irgendwie kann ich mir es auch nicht vorstellen, dass das nun auf ewig der Dauerzustand bleiben soll und ich bin ernsthaft am überlegen, ob ein Ende mit Schrecken nicht vielleicht besser wäre als ein Schrecken ohne Ende :frown:


Grüße
 

Benutzer138371  (40)

Beiträge füllen Bücher
Mal die Karten direkt auf den Tisch legen, und ihr sagen wie sehr dich das bedrückt.
Und ob es wirklich nur der eine Grund bei ihr ist.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Das ständige "Gefummel" (wenn ich ihr auf der Couch z.B. mal über den Hintern streichle, was auch immer daran Gefummel sein soll?!) wäre furchtbar anstrengend und würde letzten Endes dazu führen, dass sie ganz dicht macht :frown:
Aber wenn du nicht die Initiative ergreifen würdest, dann wäre ja auch Schluß, oder? Von daher: ganz dicht ist ja leider schon der Fall.

Ich kann deine Sorge verstehen. Grundsätzlich solltest du deine Sexualität ausleben können und deine Partnerin sollte dir dabei idealerweise behilflich sein. Wenn ihr eure Beziehung schleichend "entsexualisiert" habt, könnt ihr aber auch nicht gleich von 0 auf 100 wieder durchstarten. Wenn du probieren möchtest, daran was zu verändern, müsstest du erst einmal ein Problembewusstsein bei ihr schaffen. Momentan hört es sich ja so an, als ob sie es dir regelrecht übel nimmt, dass du dich ihr sexuell nähern möchtest und ihre Gründe hören sich eher vorgeschoben an. Die Wahrheit ist wohl, dass sie einfach keine Lust auf Sex mit dir hat, es dir aber nicht direkt sagen möchte.

Sobald man sich das aber mal eingestanden hat, ist man gleich befreiter und kann dann damit beginnen, sich herauszuarbeiten. Bei euch sind jedenfalls ein paar Gespräche fällig.
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Du solltest ihr deine Bedenken genau so mitteilen, wie du es uns hier schilderst.

Mich würden ja die Gründe interessieren, warum sie so gereizt auf das Thema reagiert, denn diesen Grund:
"Ich hab den ganzen Tag Menschen um mich rum (sie arbeitet als Ergotherapeutin) und brauche abends dann auch mal Zeit für mich.
kann ich wunderbar nachempfinden.
Ich brauche auch erst mal Zeit für mich, wenn ich von der Arbeit komme, jedoch legt sich das in den darauffolgenden 30-60 Minuten.
Jedoch kann ich es das nicht so nachempfinden:
Das ständige "Gefummel" (wenn ich ihr auf der Couch z.B. mal über den Hintern streichle, was auch immer daran Gefummel sein soll?!) wäre furchtbar anstrengend und würde letzten Endes dazu führen, dass sie ganz dicht macht :frown:
Das klingt schon so, als unterstellt sie dir, dass deine Berührungen bei bestimmten Zonen ihres Körpers, zum Sex führen sollen. Genau so wie bei den Zungenküssen. Ist das denn so?
Vielleicht setzt sie das unter Druck, sie ist gestresst von der Arbeit und ist dann genervt, dass du Sex willst, obwohl sie noch nicht entspannen konnte.

Hast du sie mal darauf angesprochen, wie oft sie gerne Sex hätte?
Habt ihr Spaß beim Sex, insbesondere sie?

In einer Beziehung gibt es oft ein auf und ab, was die Frequenz des Sexes betrifft, vor allem wenn man zusammen wohnt. (Tut ihr doch, oder?)
Nach 1 Jahr sollte es eigentlich noch nicht so auseinander driften, aber da gehören ja auch äußerliche Umstände dazu. (Arbeit, Freunde, Familie)
Hattet ihr schon immer ein unterschiedliches Bedürfnis, was die Quantität von eurem Sex betrifft?

Sollte es so sein, dass euer Bedürfnis stark auseinander geht, sehe ich nicht viele Möglichkeiten auf ein harmonisches Sexleben.
Der eine Partner muss entweder nachgeben oder der andere muss zurück stecken.
Es ist schwierig, da auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.

Wichtig finde ich, dass ihr ein klärendes, ehrliches Gespräch führt. In dem du ihr schilderst, wie sehr dich deine jetzige Situation belastet und das du dir das für die Zukunft anders vorstellst. Und vor allem, wie sie die Situation wahrnimmt und was sie sich (von dir) wünscht.
Dann müsst ihr sehen, inwieweit ihr zueinander findet oder ob ihr doch einsehen müsst, dass eure Libido einfach nicht zusammen harmoniert.

Es kann sein, dass es nur eine Phase ist (und es somit besser werden kann), es kann aber auch sein, dass ihr sexuell nicht auf einer Wellenlänge schwimmt - das müsst ihr heraus finden und ggf. Konsequenzen ziehen.
 

Benutzer76972  (30)

Verbringt hier viel Zeit
Hallo!

Als ich den Beitrag des TS gelesen habe, hätte ich meinen können, dass das von mir kam. Ich bin mittlerweile mehr als ein Jahr mit meiner Freundin zusammen, aber so ungefähr bei 10 Monaten kamen bei uns ähnliche Probleme.

Anfangs war ich überrascht, dass eine Frau wirklich so oft den Drang verspürt, Sex zu haben. Ich war von meiner vorherigen Beziehung sexuell frustriert. Am Ende der Beziehung tendierten hier die sexuellen 'Erlebnisse' gegen Null. Wie gesagt, mit meiner jetzigen Freundin war das anders. Wenn wir es nicht täglich machten, machten wir es am nächsten Tag, oft auch 2 bis 3 Mal am Tag.

Nun, Richtung Monat 10 hatte es sich geändert. Wenn es ging, hatten wir nur noch alle 2 Wochen Sex. Man muss dazu sagen, dass das einigen von euch vielleicht reicht - mir nicht, denn ich habe ein hohes sexuelles Verlangen, das bis dahin aber gestillt wurde. Das frustrierte mich damals auch und ich hab meinen Mund nach (zu) länger Zeit aufgemacht. Rausgekommen ist, dass es ihr einfach zu der Zeit schlecht ging. Sie machte sich über alles zu viele Gedanken, ihr Selbstbewusstsein war auch angeschlagen. Das waren Sachen, auf die ich sonst nicht gekommen wäre. Erzählt hat sie mir davon dann endlich, als sie auch gemerkt hat, dass ich sexuell frustriert bin.

Was ich damit sagen will: lass dich nicht mit solchen Sätzen abspeisen, sprich sie direkt drauf an. Bestehe auf ein ernsthaftes und klärendes Gespräch. Meistens liegt das Problem irgendwo vergraben.
 
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