Wissenswertes „LegalFling“: App für bindende Verträge zu einvernehmlichem Sex

Benutzer109947 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Die #Metoo-Debatte schlägt nicht nur hier im Forum hohe Wellen sondern sorgt weltweit für (teils seit langem notwendige) Diskussionen über sexuelle Übergriffe und einer entsprechenden Verschärfung des Sexualstrafrechts. Wie bereits berichtet, wurde im Zuge der #metoo-Diskussion in Schweden bereits ein erster Vorstoß gewagt, einvernehmliche Zustimmungen zu sexuellen Handlungen gesetzlich zu verankern, um insbesondere Frauen vor Übergriffen besser zu schützen bzw. betroffene Personen rechtlich abzusichern. Mit einer neuen App namens "LegalFling" soll dies in Zukunft noch einfacher mit dem Smartphone gehen...

Den ganzen Beitrag könnt ihr in unserem Blog, dem Planetarium, lesen: Klick mich hart!

Was haltet ihr von dieser Idee? Würdet ihr so eine App nutzen? :confused:
 

Benutzer162572 

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Also angesichts dessen, dass diese gestzliche Absicherung meiner Meinung nach schon irgendwie hirnrissig ist, finde ich die App eigentlich nur konsequent bzw. logisch.

Da eröffnet man ein neues Feld, und das wird dann eben von Unternehmen erschlossen.

Eine App finde ich da ehrlich gesagt noch ziemlich vernünftig. Man nimmt ja nicht jedes mal, wenn man "Gefahr läuft" Sex zu haben einen fertig aufgesetzten Vertrag mit :grin:.

Und wenn man Preise beim tanken, im Supermarkt, dem Klamottenladen und sonst alles mit dem Smartphone vergleicht, kann man auch gleich etwas damit machen, dass einem wirklich Zeit und vermutlich Nerven spart. Man tauscht bei ONS (ja eigentlich das einzig sinvolle Anwendungsbeispiel) vermutlich eh die Telefonnummer. Dann kann man das im Zweifel gleich mit erledigen.

Die Frage nach der Anwendungsweise interessiert mich aber trotzdem. Wie kann ich rechtlich bindend einen Vertrag auf dem Smartphone eines anderen schliessen?
Falls in den Artikeln beantwortet: Hab ich nicht gelesen :confused:.

Alles in allem ist das meiner Meinung nach nichts, wo man 2018 noch den Kopf drüber schütteln muss. Da gibt's weitaus sinnfreieres. Vielleicht kommt ja noch eine Integration in Dating Apps :grin:. Das wär mal innovativ.
 

Benutzer27300  (44)

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Sex sollte natürlich immer ausschliesslich einvernehmlich stattfinden.

Aber das...? Das ist doch nur noch Realsatire :schuettel:
 

Benutzer157013 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Da war Marc-Uwe Kling doch näher an der Realität als gedacht:seenoevil:

Einerseits denke ich: oh wie überflüssig. Ich selbst würde sowas nicht brauchen und schätze auch mein Umfeld so ein, dass eine solche App nicht benötigt wird.
Andererseits hat diese ganze #metoo-Debatte gezeigt, dass es oftmals doch nicht so klar zu sein scheint (zumindest hinterher) was gewollt ist/war und was nicht. Hier wird nun ein Markt erschlossen für diejenigen die sich unsicher sind. Es wäre schön wenn wir in einer Gesellschaft leben würden, in der sowas nicht notwendig wäre, aber scheinbar besteht eine Nachfrage dafür (?).
 

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
Und wenn man während des Aktes gewisse Sachen doch nicht will? Oder eben doch will, da man sich durch die Geilheit über die Vertragsgrenzen hinwegsetzen möchte?

Ich hoffe stark, dass dies nur wieder hysterischer Internet-Bullshit ist, der mit "der echten Welt da draußen" nix zu tun hat.
 

Benutzer27300  (44)

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Ich hoffe stark, dass dies nur wieder hysterischer Internet-Bullshit ist, der mit "der echten Welt da draußen" nix zu tun hat.

Ich gebe dir da grundsätzlich vollumfänglich recht. Aber ist dir schonmal aufgefallen, dass dieser ganze Internet-Bullshit immer mehr zur "echten" Welt wird und immer weiter Einzug in unser Leben hält? :unsure: Die Grenzen verwischen immer weiter...
 

Benutzer136306 

Planet-Liebe Berühmtheit
Eine solche App ist vollkommen sinnlos. Es bleibt schon offen, was mit "rechtsverbindlich" gemeint ist. Sicherlich nicht, dass man sich an einem per App gegebenen Konsens festhalten lassen müsste, bis man ihn in der App widerrufen hat. Was bringt sie also? Absolutely nothing. Denn im naheliegenden Streitfall, dass eine Person angibt, anfängliche konsensuale sexuelle Handlungen seien später gegen den Willen eines Beteiligten fortgesetzt worden, hilft es in keiner Weise, was in irgendeiner App festgehalten ist.
 
G

Benutzer

Gast
Ich gebe dir da grundsätzlich vollumfänglich recht. Aber ist dir schonmal aufgefallen, dass dieser ganze Internet-Bullshit immer mehr zur "echten" Welt wird und immer weiter Einzug in unser Leben hält? :unsure: Die Grenzen verwischen immer weiter...

Hmm, also in meiner Welt gibts keinen Internet-Bullshit :grin:

Da ich keine sinnlosen Apps auf meinem Handy möchte und ohnehin nie in einer Situation bin, wo sie sinnvoll wäre, würde ich sowas natürlich nicht runterladen :smile:
 

Benutzer2610 

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Na das ist doch endlich mal eine echt sinnvolle Anwendung für Blockchain :thumbsup:

Jetzt das ganze noch ein wenig so optimieren (VR, etc.) dass man den Partner gar nicht mehr real treffen muss und alles wird gut. #EdgarFriendlyRulez
 

Benutzer156506 

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Mich würde mal interessieren, was genau sich durch die App an der nicht vorhandenen Beweisbarkeit ändern sollte, wenn im Nachhinein einer der Teilnehmer den Anderen anzeigt, weil er sich angeblich nicht an die Abmachung gehalten hat?

Ich versteh irgendwie nicht wirklich, welches Problem damit gelöst werden soll. Oder filmt die App gleich noch den Akt als potentielles Beweismittel?
 

Benutzer27300  (44)

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Durch die App hat jeder der Beteiligten die Möglichkeit, eine verbindlich bestätige Einwilligung des Gegenübers zum Sex zu bekommen, wie sie ja seit kurzem z.B. in Schweden gesetzliche Pflicht ist.
 

Benutzer101233  (39)

Planet-Liebe Berühmtheit
Zum Glück bin ich verheiratet, da ist die App praktisch kostenlos und schon beidseitig unterschrieben für die Dauer der Ehe mit drin. :whistle:
 

Benutzer164526 

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Was haltet ihr von dieser Idee?
Bringt wenig, weil sich immer behaupten lässt, die Einwilligung sei später widerrufen worden.

Wir brauchen notariell beglaubigte Videoaufnahmen von jeder sexuellen Handlung, die bis zur Verjährung jeder in Frage kommenden Sexualstraftat im Wahrheitsministerium aufbewahrt werden!!!
[doublepost=1516561434,1516561378][/doublepost]
Zum Glück bin ich verheiratet, da ist die App praktisch kostenlos und schon beidseitig unterschrieben für die Dauer der Ehe mit drin. :whistle:
Nöö, das ist schon seit 20 Jahren nicht mehr so.
[doublepost=1516561508][/doublepost]
Hmm, also in meiner Welt gibts keinen Internet-Bullshit :grin:
Du scheinst ohnehin in einer anderen Welt zu leben. :zwinker:
 

Benutzer27300  (44)

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Was soll das denn sein, die "verbindlich bestätigte Einwilligung". D.h.: wen bindet sie und wie lange?

In der App werden in irgend einer Form die Einwilligungen beider beteiligten Parteien am Sex gespeichert. Damit stellt sie im weitesten Sinne eine schriftliche Einwilligung dar. Ob und in wie weit das letztendlich rechtlich bindet, müssen Anwälte entscheiden. Auf alle Fälle ist es eindeutiger und ggf. auch später belegbarer als eine mündlich gegebene Einwilligung.

Und zum Thema Internet-Bullshit. Ihr seid euch schon im Klaren, dass das hier Internet ist, oder? Auch wenn hier kein Facebook oder Twitter draufsteht. Amazon, ebay, generell Online-Shops... alles Internet. Wer was genau im Internt nutzt und was nicht und was jemand anderes wieder als Internet-Bullshit ansieht, liegt ganz im Auge des jeweiligen Nutzers. Und um den Bogen zu meiner Urspünglichen Aussage zu bekommen: Wenn jemand hier z.B. auf ein User-Treffen geht oder sich in anderem Rahmen mit Usern hier trifft, wird der Internet-Bullshit auch Teil des realen Lebens. Und wenn Deutschland jetzt vielleicht in der ganzen Hysterie um #metoo es Schweden gleich tun sollte und ein entsprechendes Gesetz duchboxt, wird auch dieser Hype ganz schnell Teil unseres realen Lebens... :kopfwand:
 
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