Übertreibe ich?

Benutzer129535  (28)

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Ich muss mich hier nochmal melden, weil ich extrem am Ende bin!

Vorgestern hat er nach langem Hin und Her und nach langem Zögern gesagt, dass er wieder diese Leere verspürt. Es hat ihn viel Überwindung gekostet und dann hat er noch einiges erklärt: Er meint, dass er durch diese Leere die Gefühle für mich verloren hat. Er würde mich nicht mehr lieben, mich aber als sehr gute Freundin wollen. Er würde auch nicht den Willen haben, um mich zu kämpfen und er wäre nicht eifersüchtig. Aber alle anderen Menschen wären ihm auch egal. Er meint, dass es ihn wahnsinnig traurig macht, dass sich dieses Problem auch auf mich und seine Liebe zu mir ausgewirkt hat, aber dass er sich auch nicht überwinden kann, diesen Schutzpanzer abzulegen. Es war eine große Erleichterung für ihn, mir das alles zu gestehen, weil er auch Probleme damit hat, mich zu küssen und mir nahe zu sein. Er sieht nur die negativen Dinge und ist sauer auf seine Eltern, die ihn seiner Meinung nach auch in diese Situation gebracht haben! Dann kam aber ein noch schlimmerer Satz von ihm: Er wüsste nicht, ob unsere Beziehung nicht vielleicht am Ende angelangt wäre und er einfach nicht mehr verliebt ist. Das hat mir den Boden unter den Füßen weggerissen!

Wir haben jetzt vereinbart, dass wir einen Monat Pause machen, damit er sich und seine Gefühle neu ordnen kann und wir es dann noch einmal bewusst miteinander probieren. Wir wollen aber keinen Kontaktabbruch, sondern treffen uns nach wie vor und unternehmen was. Aber eben keine Küsse etc.!

Ich bin wirklich total fertig und es tut so weh, dass ich am liebsten nur noch schlafen würde, um dem Gefühl zu entkommen. Er fehlt mir mit jeder Faser meines Körpers und wenn wir uns sehen, umarmt er mich und sagt mir, wie großartig ich bin, aber er küsst mich nicht und wir sind einfach NICHTS mehr, außer ein paar Lacher und eine Umarmung zum Abschied. Wie soll ich mich verhalten? Was kann ich tun?
 

Benutzer96466 

Planet-Liebe Berühmtheit
Es tut mir sehr leid, das es jetzt zur Trennung gekommen ist. Fühl dich gedrückt.

Wie soll ich mich verhalten? Was kann ich tun?

Du sollst voll in die Verarbeitung der Trennung gehen. Gehe nicht davon aus, das es wieder wird, sondern heule um ihn, schmeiss dich einige Tage in den Dreck, und steh dann wieder auf.

Und triff ihn nichtmehr - wie wollt ihr euch lösen, wenn ihr euch immernoch trefft?

Gute Freunde bleiben kann man hinterher immernoch, nachdem man sich tatsächlich getrennt hat. Von Beziehung auf Freundschaft welchseln ohne Pause ist wohl sehr sehr schwer.
 

Benutzer129535  (28)

Benutzer gesperrt
Danke für deine Antwort und den Drücker! :smile:

Getrennt haben wir uns ja nicht, wir haben gesagt dass wir eine Pause machen und es in einem Monat auf jeden Fall nochmal probieren. Er hat mir heute nochmal gesagt, dass er einfach nichts mehr empfindet und dass da eine riesengroße Leere in ihm ist, die er auch gar nicht bekämpfen WILL, weil es praktisch und bequem so ist. Er fühlt für jeden Menschen das Gleiche - allerhöchstens Freundschaft. Mir hat er sich anvertraut und sonst niemanden und er meint, dass es nur einen Moment gibt, in dem er noch was empfindet und das ist, wenn ich lache.

Ist das eine Art der Depression?
 

Benutzer101448 

Sorgt für Gesprächsstoff
Danke für deine Antwort und den Drücker! :smile:

Getrennt haben wir uns ja nicht, wir haben gesagt dass wir eine Pause machen und es in einem Monat auf jeden Fall nochmal probieren. Er hat mir heute nochmal gesagt, dass er einfach nichts mehr empfindet und dass da eine riesengroße Leere in ihm ist, die er auch gar nicht bekämpfen WILL, weil es praktisch und bequem so ist. Er fühlt für jeden Menschen das Gleiche - allerhöchstens Freundschaft. Mir hat er sich anvertraut und sonst niemanden und er meint, dass es nur einen Moment gibt, in dem er noch was empfindet und das ist, wenn ich lache.

Ist das eine Art der Depression?

Ich hatte noch keine Zeit mir alles durchzulesen, aber das hört sich für mich einfach nur nach einer typischen Männer Ausrede an :rolleyes: Sowas in der Art hatte ich auch schon gehört, als mit mir Schluss gemacht worden ist.
 

Benutzer129535  (28)

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Danke, SweetDakota!

Ich denke, es wäre wichtig, dass du dir alles durchliest. Mein Freund hat sehr, sehr schlechte Erfahrungen in seiner Kindheit gemacht und das wirkt sich jetzt sehr stark auf sein Gefühlsleben aus.

Er hat heute noch gesagt, dass ich diejenige bin, für die er noch am meisten fühlt. Sein bester Kumpel kommt danach und ab da ist ihm alles egal. Er hat auch gesagt, dass er nicht so fühlen will, wie es jetzt ist und dass er mich lieben WILL, aber einfach nicht weiß, wie er die Gefühle ganz allgemein wieder aufbauen kann.
 

Benutzer125924  (43)

Verbringt hier viel Zeit
Hallo liebe Lucylicios
Wie empfindet er denn zur Zeit für seine Internet-Freundin? Redet ihr da auch noch drüber, ist es Dir noch wichtig? Ist das jetzt alles kein Thema mehr? Was mich ein wenig stutzig macht, dass er erst jetzt mit allem wirklich so rauskommt- ich meine immerhin, hat er Dir ja auch erzählt, dass er seit zwei Jahren "nur" Freundschaft für sie empfindet und er hat den ganzen Tag mit ihr geschrieben... Meiner Meinung nach, benötigt Freundschaft auch sehr tiefe Gefühle, eine ander Tiefe, die man zu seinem Partner hat... In Freundschaften nimmt man doch auch Anteil- freut sich oder ist tarurig, man spricht über seine Gefühle... wo kommt denn da auf einmal die Leere her? Kann es sein, dass er sich jetzt so sehr bedrängt fühlt, dass er sich wieder in alte Strategien flüchtet, nur um sich nicht mit dem Problem und den dazugehörigen konsequenzen auseinander setzen zu müssen?
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Fühl dich gedrückt! :knuddel:

Eins sei vorneweg gesagt: hier sind viele Menschen, die auch schon eine Trennung durchlitten haben, und meistens lief es bei allen Trennungen ähnlich ab: der verlassene Partner wollte den freundschaftlichen Kontakt unbedingt beibehalten und hat erst viel später eingesehen, dass das dümmste war, was er tun konnte. Weise unsere Ratschläge also nicht sofort von der Hand :zwinker:

Es ist zwar nur eine "Pause" und keine Trennung, aber dazu komme ich gleich noch.

Und noch was: Eine schwierige Kindheit ist keine Grundsatzentschuldigung für alles. Man kann daran arbeiten. Es gibt Leute, die hatten eine viel schwierigere Kindheit und schieben nicht alles darauf. Ich finde, die Aussagen deines Freundes klingen extrem nach Schuldabweisung. Das solltest du nicht so als Entschuldigung akzeptieren.

Er meint, dass er durch diese Leere die Gefühle für mich verloren hat. Er würde mich nicht mehr lieben, mich aber als sehr gute Freundin wollen.
Wie nach jeder Trennung: keine Liebesgefühle mehr, aber die Vertrautheit ist noch da. Man möchte deswegen Freunde bleiben. Hast du nicht gesagt, er hätte Probleme damit, soziale Kontakte zu knüpfen und kaum Freunde? Dann wird er ohne dich wohl schlicht und ergreifend Angst vor dem Alleinsein haben. Deswegen möchte er dich als gute Freundin behalten- er hat ja sonst niemanden.

Er würde auch nicht den Willen haben, um mich zu kämpfen und er wäre nicht eifersüchtig.
er auch Probleme damit hat, mich zu küssen und mir nahe zu sein.
Er wüsste nicht, ob unsere Beziehung nicht vielleicht am Ende angelangt wäre und er einfach nicht mehr verliebt ist.
Also eigentlich absolut keine romantischen Gefühle seinerseits mehr.

Wir wollen aber keinen Kontaktabbruch, sondern treffen uns nach wie vor und unternehmen was. Aber eben keine Küsse etc.!
Oh weh...:schuettel: Jeder hier wird wohl innerlich aufschreien und denken: "Tu das bloß nicht Mädel, du rennst in dein Unglück!" Warum? Er will dich nicht mehr als Partnerin, sondern als gute Freundin. Und genau das gibst du im grade. Es ist im Moment total bequem für ihn- er hat alles was er will. Sicher macht ihm das auch zu schaffen, dass ihr keine Beziehung mehr habt, aber er hat dich ja behalten.
Macht es dich nicht fertig, ihn zu sehen, ohne ihn küssen, berühren zu dürfen, mit ihm intim zu werden?
Bringt es dich nicht um, wenn ihr euch umarmt, du mehr von dieser Nähe willst, aber nicht darfst?
Tut dir das wirklich gut?
Und was sagt das denn über ihn aus, dass er diesen Drang nicht verspürt?
Tu dir einen Gefallen und brich den Kontakt für den Monat komplett ab. Wie soll er dich vermissen? Wie soll er sich entscheiden, für oder gegen dich? Wie willst du ihm sonst klarmachen, was auf dem Spiel steht?
Dir ist doch selbst absolut gar nicht wohl dabei, du schreibst, ihr seid "nichts". Hör auf dein Bauchgefühl.
Lass nicht alles von ihm steuern, ergreif selbst die Initiative.
Wir haben jetzt vereinbart, dass wir einen Monat Pause machen, damit er sich und seine Gefühle neu ordnen kann und wir es dann noch einmal bewusst miteinander probieren.
und wenn ihr euch jetzt weiterhin wie gute Freunde trefft, glaubst du wirklich, dass er nach einem Monat sagt: "so, jetzt küssen wir uns wieder, alles in Butter?" Komm, du ahnst doch bereits, dass das nicht funktionieren wird.
Vermutlich wird er die "nur Freunde"-Zeit hinauszögern (das ist ja das was er will).


ist sauer auf seine Eltern, die ihn seiner Meinung nach auch in diese Situation gebracht haben!
bequem ist auch hier das Stichwort. Ist natürlich praktisch DEN ELTERN das Scheitern der BEZIEHUNG in die Schuhe zu schieben. Klar hat die Kindheit am meisten Einfluss auf spätere Liebesbeziehungen. Dass er das so reflektiert erkannt hat ist wundervoll- nur darf er sich nicht darauf ausruhen und das als Entschuldigung benutzen! Er muss das aufarbeiten, und wenn er das nicht alleine kann, dann mit einer Therapie/ Selbsthilfegruppe. Er ist doch inzwischen auch Erwachsen.

Bitte bitte, beende diese komische "wir sind nur Freunde"-Geschichte. Du machst dich damit kaputt.
 

Benutzer129535  (28)

Benutzer gesperrt
Wie empfindet er denn zur Zeit für seine Internet-Freundin? Redet ihr da auch noch drüber, ist es Dir noch wichtig? Ist das jetzt alles kein Thema mehr?

Doch, es ist definitiv noch Thema gewesen, aber nicht mehr so stark, weil es ja jetzt auch um unsere Beziehung geht und das im Vordergrund steht. Er meint, dass sie eine wahnsinnig gute Freundin ist und er sich bei ihr verstanden fühlt, weil sie angeblich sofort weiß, wie es ihm geht, ohne dass er irgendetwas sagt. Schön für ihn, das will ich ihm auch nicht nehmen. Aber ich glaube nicht, dass ihm das jetzt alles zu viel wird und er deswegen davonläuft!

Wie nach jeder Trennung: keine Liebesgefühle mehr, aber die Vertrautheit ist noch da. Man möchte deswegen Freunde bleiben. Hast du nicht gesagt, er hätte Probleme damit, soziale Kontakte zu knüpfen und kaum Freunde? Dann wird er ohne dich wohl schlicht und ergreifend Angst vor dem Alleinsein haben. Deswegen möchte er dich als gute Freundin behalten- er hat ja sonst niemanden.

Ja, das hat er auch gesagt. Er meinte, dass er einerseits sehr große Angst vor einer Trennung und dem "Danach" hat und andererseits auch große Angst hat, mich komplett zu verlieren, wenn wir nicht mehr zusammen sind. Als ich das angedeutet habe, dass ich dann wirklich weg wäre und eine Freundschaft fast ausgeschlossen wäre, hat er fast angefangen, zu weinen.

Wir haben gestern nochmal geredet und er meinte, dass er sich ziemlich sicher ist, dass er eine Art Depression hat. Ein guter Freund von mir, dem ich davon erzählt habe, meinte auch, dass er Symptome einer Depression aufweist (er hatte selbst welche) und auch das Internet stimmt mehr oder weniger zu. Das ersetzt natürlich keine Diagnose vom Arzt, aber bei 10 Symptomen, die zu einer Depression aufgeführt werden, treffen mindestens 8 auf meinen Freund zu. Wenn er wirklich eine Depression hat, kann er ja nichts dafür, dass er unter dieser Gefühllosigkeit leidet und sie bezieht sich ja nicht nur auf mich, sondern auf alles und jeden. Er ist selber traurig darüber, dass es sich auch auf mich und die Beziehung ausgewirkt hat, aber durch seine Antriebslosigkeit, Motivationslosigkeit und Gefühllosigkeit hat er wohl überhaupt nicht den Willen, irgendetwas daran zu ändern. Er meint, dass er einfach nicht kann. Aber gestern war er kurz draußen mit einem Freund, die Sonne hat total geschienen und als er wiederkam, hat er mich in den Arm genommen und gesagt: "Ich will, dass du weißt, dass ich so nicht sein will!" Ich habe ihn dann gefragt, was er denn möchte und er meinte, dass er vom Verstand her, mich lieben will, aber es derzeit nicht funktioniert. Ich habe das Gefühl, dass er manchmal Momente hat, wo er wieder fühlen kann, also glücklich ist. Gestern war das etwa 2 Stunden der Fall.

Was ich nicht verstehe, ist dieser heftige Wandel. Die Tage und Wochen, bevor er mir davon erzählt hat, dass er absolut gar nichts mehr fühlt, hat er sich komplett liebevoll mir gegenüber verhalten. Ich weiß, dass man auch Dinge vorspielen kann, aber es kamen dauernd liebe SMS mit den Worten, dass er mich vermisst (ich war im Urlaub) und sich wahnsinnig auf mich freut. Er hat mich dann vom Bahnhof abgeholt und seine Augen haben gestrahlt, er hat mich geküsst, geknuddelt und soooo oft gesagt, dass er mich liebt und er hat mir Blumen gekauft, hat mich zum Essen eingeladen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass seine Gefühle für mich weg sind. Sie werden meiner Meinung nach extrem unterdrückt von seiner allgemeinen Gefühllosigkeit, aber sie sind doch nicht weg?!

Wir haben jetzt doch vereinbart, dass wir zusammen bleiben und er so viel gibt, wie er das möchte. Ich habe gemeint, dass ich ihn nicht "bedrängen" möchte/werde, weil ich ja weiß, dass ihm Küsse etc. im Moment eher unangenehm sind. Er war damit einverstanden und ich habe mich an dem Tag gestern ab und zu mal distanziert, also nicht die ganze Zeit an seinem Rockzipfel gehangen, wie das vorher in den letzten Tagen der Fall war (weil ich wahnsinnige Angst hatte, dass er weg ist) und er kam von selber, hat mich umarmt und mir auch einen Kuss auf die Wange gegeben. Gestern Abend hat er öfter angerufen und heute möchte er nen Film mit mir gucken.

und wenn ihr euch jetzt weiterhin wie gute Freunde trefft, glaubst du wirklich, dass er nach einem Monat sagt: "so, jetzt küssen wir uns wieder, alles in Butter?" Komm, du ahnst doch bereits, dass das nicht funktionieren wird.
Vermutlich wird er die "nur Freunde"-Zeit hinauszögern (das ist ja das was er will).

Darüber habe ich auch nachgedacht und ich vermute, wenn wir bei der Freundschafts-Sache geblieben wären, hätte ich auch was geändert und wäre auf Abstand gegangen, um ihm die Möglichkeit zu geben, mich zu vermissen. Soll ich das jetzt immer noch machen? Was soll ich machen? Wie soll ich mich verhalten?
 

Benutzer130080 

Klickt sich gerne rein
Ich weiß ja nicht wie ihr drauf seid, aber ich bin da ziemlich eifersüchtig.
EGAL ob er es offen hält oder nicht. Fakt ist, dass er mit einer anderen Frau schreibt und sie immer mehr kennen lernt.
Natürlich gibt es Freundschaft zwischen Mann und Frau aber das würde ich mir nicht gefallen lassen .. wenn ich das machen würde, würde er mir den Kopf abreissen. Wie du mir so ich dir...
Aber das musst du im Endeffekt selbst entscheiden.
Meine Meinung hast du ja nun gerade gelesen.. ich finde es total schei*e wenn ich ehrlich bin ;D
 
G

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Auch von mir erstmal: es tut mir sehr leid für Dich, wie nun alles gelaufen ist.

Aber vor allem eine Sache hat bei mir die Alarmglocken schrillen lassen, schon bevor Du geschrieben hast, dass "ihr" euch entschieden habt, eine Pause einzulegen. Nämlich seine ständigen Liebesbekundungen:
Was ich nicht verstehe, ist dieser heftige Wandel. Die Tage und Wochen, bevor er mir davon erzählt hat, dass er absolut gar nichts mehr fühlt, hat er sich komplett liebevoll mir gegenüber verhalten. [...] er hat mich geküsst, geknuddelt und soooo oft gesagt, dass er mich liebt und er hat mir Blumen gekauft, hat mich zum Essen eingeladen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass seine Gefühle für mich weg sind.
... und aus genau diesem Grund bin ich für mich zu dem Schluss gekommen, dass Liebesschwüre hohles Gerede sind, wenn der Partner im gleichen Atemzug ständig erwähnen muss, dass er sich seiner Gefühle nicht sicher ist.

Wenn ich liebe, dann liebe ich. Und dann "darf" ich das auch guten Gewissens aussprechen. Ein "ich bin mir nicht sicher" gibt es da für mich nicht, bzw. habe ich auf ein "ich liebe Dich" zu verzichten, wenn ich mir "nicht sicher" bin.
Vielleicht sehe ich das zu hart, aber in diesem Punkt hat er Dich in einem gewissen Sinne belogen - denn sonst hättet ihr jetzt nicht diese Pause, die keine ist.

Auch ich kann Dir nur den Rat geben, auf Distanz zu ihm zu gehen. Seine Gefühle Dir gegenüber werden sich mit Sicherheit nicht ändern, wenn ihr weitermacht, wie bisher. Im Gegenteil: aktuell gibst Du ihm einen Vorgeschmack darauf, wie eine bloße Freundschaft mit Dir aussehen könnte. Du gibst ihm die Möglichkeit, sich an diesen Gedanken und dieses Gefühl zu gewöhnen. Und anscheinend gefällt es ihm.

Beantworte Dir selbst einmal diese Frage: angenommen, er kommt in einem Monat an und ist sich immer noch nicht sicher, bzw. hat beschlossen, die Beziehung tatsächlich zu beenden. Und als Kirsche obendrauf gibt es ein: "aber wir können ja Freunde bleiben (hat doch den letzten Monat auch super funktioniert)!" - könntest Du ihm diese Freundschaft geben? Mal Hand auf's Herz. Könntest Du nach vier Jahren Beziehung tatsächlich "nur" mit ihm befreundet sein?

Das alles erinnert mich sehr an das Drama mit einem Exfreund (auch wenn es immer blöd ist, mit sowas um die Ecke zu kommen): ich hab zwei Monate gehofft, dass er sich seinen Gefühlen für mich endlich wieder "sicher" wird. Es gab in dieser Zeit unglaublich viele "ich-weiß-nicht"s und Tränen meinerseits, bis mir irgendwann klar geworden ist: jeder ist sich in seiner Beziehung mal unsicher. Zieht sich diese Unsicherheit aber über einen längeren Zeitraum, dann ist ein "ich weiß nicht" irgendwann gleichbedeutend mit einem "nein, aber ich will Dich nicht verletzen".
Genau das habe ich ihm dann irgendwann auch mal gesagt. Und er antwortete: "ich schätze, so ist es wohl. Ich glaube, ich mach' Schluss."

Erspar' Dir das, Lucy. Erspar' es Dir um Deiner selbst willen und geh auf Abstand. Wenn er Dich noch liebt, dann wird er schon einen Schritt auf Dich zukommen. Dann verlange aber auch ein gültiges Bekenntnis für eure Beziehung - und kein "vielleicht".
 

Benutzer129535  (28)

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Danke für deine Antwort! :zwinker:

Erspar' Dir das, Lucy. Erspar' es Dir um Deiner selbst willen und geh auf Abstand. Wenn er Dich noch liebt, dann wird er schon einen Schritt auf Dich zukommen. Dann verlange aber auch ein gültiges Bekenntnis für eure Beziehung - und kein "vielleicht".

Was genau würdest du mir da raten? Soll ich den Kontakt abbrechen? Soll ich die Treffen eindämmen? Soll ich auch emotional auf Distanz gehen? Was soll ich da tun?
 
G

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Gast
Emotional auf Abstand gehen dürfte für Dich reichlich unmöglich sein - Du liebst ihn ja. Und an Gefühlen kann man nichts ändern (btw auch so ein Punkt, der mich an seinen Aussagen stört. Man kann Gefühle nicht mit der Ratio "zurückdenken" - entweder, sie sind da oder sie sind es nicht. Mit Willenskraft hat das herzlich wenig zu tun).

Deswegen bleibt wohl nur der räumliche Abstand.

Ich würde ihm ganz klar sagen, dass Du zu dem Schluss gekommen bist, dass ihr, wenn ihr euch schon eine Auszeit nehmen "wollt", diese dann auch genauso gestaltet: als "Pause" voneinander. Sonst ist das ja vollkommen sinnlos.
Heißt: keine Treffen, keine Telefonate, keine SMS, kein facebook - absolute Kontaktsperre.

Ich gestehe aber: es ist wahnsinnig schwer durchzuhalten und zu 100% geschafft habe ich das so auch noch nicht. Hatte dann aber im Endeffekt deutlich länger zu leiden und war letztendlich selbst Schuld an meinem Herzschmerz.

Kümmer' Dich in der Zwischenzeit mal ganz gezielt um Dich. Gibt es etwas, was Du immer schonmal machen wolltest, es aber mit ihm gemeinsam nicht konntest? Hast Du Freunde/Freundinnen (möglichst keine gemeinsamen), die jetzt für Dich da sein können und mit denen du ggf. etwas unternehmen kannst?
Mach Dir für den Notfall bewusst, dass es auch noch ein Leben ohne ihn geben kann - auch, wenn Du Dir das noch nicht vorstellen kannst.

Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute!
 

Benutzer129535  (28)

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Ich würde ihm ganz klar sagen, dass Du zu dem Schluss gekommen bist, dass ihr, wenn ihr euch schon eine Auszeit nehmen "wollt", diese dann auch genauso gestaltet: als "Pause" voneinander. Sonst ist das ja vollkommen sinnlos.
Heißt: keine Treffen, keine Telefonate, keine SMS, kein facebook - absolute Kontaktsperre.

Ich habe bloß Angst, dass das alles noch schlimmer macht. Wenn er wirklich in einer depressiven Phase steckt, kann ich ihn doch nicht auch noch alleine lassen?! Ich könnte mir vorstellen, dass es dann noch weniger Hoffnung gibt, als wenn wir einfach versuchen, dass es ihm wieder besser geht bzw. er wieder positive Gefühle hat und dann vielleicht auch wieder für mich fühlen kann?!
 
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Ich habe bloß Angst, dass das alles noch schlimmer macht. Wenn er wirklich in einer depressiven Phase steckt, kann ich ihn doch nicht auch noch alleine lassen?! Ich könnte mir vorstellen, dass es dann noch weniger Hoffnung gibt, als wenn wir einfach versuchen, dass es ihm wieder besser geht bzw. er wieder positive Gefühle hat und dann vielleicht auch wieder für mich fühlen kann?!
So blöd es klingt, aber: wenn er möchte, dass Du für ihn da bist, dann hätte er keine Pause verlangen dürfen.

Vielleicht ist das für ihn auch der heilsame "Schock" zu erkennen, dass es für ihn mal an der Zeit ist, eindeutig Farbe zu bekennen.
Ich leide selbst seit vielen Jahren immer mal wieder unter schweren depressiven Episoden - in diesen Zeiten bin ich eine Zumutung für alle Menschen in meiner Umgebung; den Partner trifft es am schlimmsten. Und da ist es einfach oberstes Gebot, ehrlich miteinander zu sein - auch, wenn es unangenehm ist.

Letztendlich musst Du entscheiden - als Alternative würde mir noch eine (Paar)therapie einfallen. Dazu muss er aber auch bereit sein, sonst wird das nichts.
 

Benutzer129535  (28)

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Ja, du hast Recht. Es gibt anscheinend nur diese 2 Möglichkeiten:

(1) Wir machen so weiter wie vorher, bringen Normalität rein und vielleicht überwindet er diese Phase bald und alles ist wie vorher. Aber vermutlich wird er immer wieder in solche depressiven Löcher fallen.

(2) Ich gehe komplett auf Abstand und hoffe, dass er "aufwacht".

Ich bin mir einfach unsicher, weil er mir eben einerseits sagt, dass er nichts fühlen kann, aber andererseits trotzdem manchmal ankommt, mich umarmen möchte etc.! Ich weiß einfach nicht, ob ich nicht viel mehr kaputt mache, wenn ich jetzt gehe und er in seiner Depression versinkt und da vielleicht gar nicht mehr rauskommt. Gibt es keinen Mittelweg? Dass ich für ihn da bin, aber gleichzeitig bewirke, dass er mich vermisst und mich wieder als seine Freundin MÖCHTE?
 
G

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Es ist von außen natürlich unmöglich, diese Gefühlstaubheit Deines Freundes einzuordnen. Natürlich kann es sein, dass er wirklich krank ist - aber theoretisch ebenso, dass er das als Ausrede vorschiebt, um sich um seine Verantwortung eurer Beziehung gegenüber zu drücken. Er wäre nicht der erste, der das versucht.

Andererseits: ich kenne solche gefühlstoten Phasen selbst - genau auf diese Weise äußern sich Depressionen bei mir. Ich bin nicht traurig. Ich bin einfach nur leer: nichts macht mehr Freude, nichts macht mehr traurig. Auch Gefühle meinen Mitmenschen gegenüber sind nicht mehr spürbar. Ich weiß, sie sind irgendwo, aber ich komme nicht mehr an sie dran.

Mir zumindest mag leider kein Mittelweg einfallen - vielleicht sind die anderen da schlauer. Ich würde immer noch zu einem Kontaktabbruch raten, damit Du selbst wieder halbwegs auf die Beine kommst. Wenn Du das nicht schaffst, dann kannst Du ihm so oder so keine Hilfe sein.

Vielleicht noch zum besseren Einschätzen der Situation: Du schreibst, Dein Freund war zu Beginn eurer Beziehung schon sehr schlecht dran, psychisch. Wie tickt er in solchen Situationen? Ist er jemand, der zu Kurzschlussreaktionen neigt oder dazu, Menschen von sich wegzuschieben, wenn es ihm nicht gut geht? Oder braucht er eher die Nähe?
 

Benutzer129535  (28)

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Es ist von außen natürlich unmöglich, diese Gefühlstaubheit Deines Freundes einzuordnen. Natürlich kann es sein, dass er wirklich krank ist - aber theoretisch ebenso, dass er das als Ausrede vorschiebt, um sich um seine Verantwortung eurer Beziehung gegenüber zu drücken. Er wäre nicht der erste, der das versucht.

Das glaube ich einfach nicht. Er hat schon immer gesagt, dass es ihm schwer fällt, überhaupt Emotionen zu zeigen und ich habe ihn auch noch nie weinen gesehen. Er hat schon immer gesagt, dass seine Kindheit ihn ziemlich geprägt hat. Seine Eltern waren wirklich NIE für ihn da und er wurde eben sehr stark gemobbt.

Vielleicht noch zum besseren Einschätzen der Situation: Du schreibst, Dein Freund war zu Beginn eurer Beziehung schon sehr schlecht dran, psychisch. Wie tickt er in solchen Situationen? Ist er jemand, der zu Kurzschlussreaktionen neigt oder dazu, Menschen von sich wegzuschieben, wenn es ihm nicht gut geht? Oder braucht er eher die Nähe?

Ich muss gestehen, dass wir bis jetzt noch nie so eine Situation hatten. Eigentlich ging es ihm immer gut, er hat nur manchmal sich beklagt, dass seine Eltern nie da sind und dass er eben nicht besonders glücklich damit ist, aber wir haben so viele Zukunftspläne geschmiedet. Vor Kurzem wollte er noch mit mir zusammenziehen und wir haben unseren Urlaub geplant. Irgendwie war nie Raum für solche Krisen. Aber im Moment habe ich sehr stark das Gefühl, dass er lieber alleine ist und das mit sich ausmacht, weil er auch selber sagt, dass er eigentlich keine Hilfe will. Manchmal möchte er eine Umarmung!
 

Benutzer80965 

Meistens hier zu finden
Ich würde den weiteren Kontakt wohl davon abhängig machen, ob er sich professionelle Hilfe sucht. Du leidest schliesslich sehr unter seiner Gefühlstaubheit. Auch wenn er die Phase überwindet, die Ursachen bleiben ja noch immer bestehen und unverarbeitet. Sprich: Die nächste Phase kommt bestimmt. Dieses Hin und Her tut dir aber nicht gut. Echte Aussichten auf Besserung und Klarhheit gibt es meiner Meinung nach nur, wenn er bereit ist, tatsächlich etwas zu verändern. Das schafft er aber kaum alleine.

Also: Rate ihm, sich professionelle Hilfe zu suchen. Wenn er nicht will, solltest du um deiner selbst willen den Kontakt abbrechen.
 

Benutzer129535  (28)

Benutzer gesperrt
Ja, ich denke ich werde einfach mal einen Termin bei einem Psychologen vereinbaren und mit ihm dorthin gehen. Er möchte am liebsten alles alleine machen.

Ich bin mir nur so unsicher, ob es wirklich nur an dieser Gefühlstaubheit liegt, die seine Gefühle für mich verdrängt, oder ob er auch so mich nicht mehr lieben würde. Das passt einerseits überhaupt nicht mit dem zusammen, was er mir die Wochen und Monate vorher entgegen gebracht hat, aber andererseits hat er auch gesagt, dass seine Gefühle auch ohne diese Leere ein wenig heruntergefahren wurden. Aber gestern meinte er, dass das im Verhältnis 60% Gefühlstaubheit und 40% Schwund der Liebe steht. Er meinte aber, dass ohne die Gefühlstaubheit auf jeden Fall Chance auf Besserung ist, ihm das aber einen Strich durch die Rechnung macht.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Hi!

Sorry..war ne Weile nicht mehr hier...
Zuallererst mal: Ich sehe in seinen Aussagen wieder das gleichbleibende Schema F:
- er ist nicht schuld
- er ist gefühlskalt
- andere sind schuld
- er "kann" daran nichts ändern

Ich vermute jetzt einfach mal ins Blaue hinein. Jinx hat ja schon angemerkt, dass alles was er sagt, durchaus eine Ausrede sein könnte. Ich denke, dass er tatsächlich ein größeres Problem hat. Ob dieses Problem mit einer Depression zusammenhängt oder gar von dieser ausgelöst wurde, ob die Depression nur ein Symptom von mehreren ist oder nicht, ist völlig unmöglich zu beurteilen, wenn da keine Fachkraft für LÄNGERE Zeit mal drauf schaut. Ich behaupte: Es ging ihm niemals "gut" und du siehst noch immer nur die Spitze des Eisbergs, der zwar immer da war, aber gut versteckt...
Ich gehe mal weiterhin davon aus, dass er ein größeres Problem hat und belasse es erstmal dabei.

Es würde mich nichteinmal wundern, wenn er dir eigentlich nur etwas vorgespielt hat, bzw. dir nie die ganze Wahrheit anvertraut hat. Das kann aus scham und / oder Angst passiert sein. Trotzdem denke ich, dass er ganz gut darin ist, seine wahren Gefühle zu verstecken, denn sowas kommt nicht einfach mal eben so aus dem Nichts, es muss schon die ganze Zeit da gewesen sein.

An diesem Problem ist er nicht bereit zu arbeiten. Das ist die harte Wahrheit. Er war vielleicht auch noch nie bereit dazu. Fakt ist aber nunmal, dass man sich nicht bewegt, wenn man nicht einen Fuß vor den anderen setzt. Wenn er sich also nicht bewegt, dann wird er nach diesem Monat und auch noch in 5 Jahren ganz genau der selbe sein und es ändern sich nichts. Er ist nichtmal in der Lage eine vernünftige Beziehung zu führen, denn es kommt ja zu immer größeren Problemen zwischen euch und du steckst immer und immer wieder zurück...

Das geht niemals gut.

Entfernen wir uns mal etwas vcn den Vermutungen und nehmen die Fakten zusammen:

- Er sagt nicht die Wahrheit (denn er kann dich nicht gleichzeitig lieben und keine Gefühle haben - auch wenn er alles was er sagt in diesem Moment auch selbst glaubt!)
- Er will sich nicht ändern und behauptet sogar, dass er das nicht 'kann'. Damit sucht er sich auch keine Hilfe - Stillstand
- Er schiebt die Verantwortung für sein Handeln von sich und steht nicht dafür ein
- Er verlangt eine 'Auszeit'
- Er nutzt diese Auszeit aber nicht zum nachdenken, denn er will ja keinen Abstand
- Er braucht Nähe und holt sie sich, wenn er sie braucht
Unterm Strich benutzt er dich, auch wenn er das vielleicht gar nicht will.

Ich persönlich, und das ist in vielen Threads nachzulesen, halte überhaupt nichts von so genannten "Auszeiten". Du verlängsterst und verstärkst deine Schmerzen und dein Leid, obwohl eigentlich schon lange schluss ist. Für mich wäre das alles schon lange keine Beziehung mehr, die ich haben wollte.

An deiner Stelle würde ich mir die ganzen Schmerzen nicht geben. Wie Jinx schon gesagt hat: Wenn du ihn siehst, dann tut das jedes Mal weh. Insbesondere, wenn er dich dann auch noch umarmt, weil er sich gerade danach fühlt. Du solltest ihn die Konsequenzen seines Handelns spüren lassen und aus der "Auszeit" wenigstens auch eine richtige "Auszeit" machen. Wenn er dann auf einmal wieder da ist, würde ich mir übrigens auch Gedanken machen. Er scheint dich nämlich mehr zu brauchen, als du ihn, auch wenn du diejenige bist, die verliebt ist. Er scheint dich buchstäblich zu "brauchen".

Noch ein Hinweis zu seiner möglichen Krankheit: Du bist dafür schlichtweg und knallhart NICHT verantwortlich. Du KANNST dafür keine Verantwortung tragen. Er ist kein Kind, sondern dein (mehr oder weniger) Partner. Er ist erwachsen und erwachsene haben nicht nur das Recht sich um sich zu kümmen, sondern auch die Pflicht. Wenn es darum geht sich darum zu drücken an sich zu arbeiten, dann nutzt er sein Recht ja auch. Du wirst ihm aber niemals gegen seinen Willen helfen können. Das solltest du auch nicht, denn du bist der Partner. Wenn du dich also weiterhin mit ihm triffst, damit seine Krankheit nicht schlimmer wird, dann wird logischerweise folgendes passieren:
1. Bei ihm ändern sich nichts...es flammt vielleicht mal n bisschen mehr auf...mehr aber auch nicht..er will ja nichts ändern und das gehört dazu
2. DU wirst irgendwann geistig erkranken

Er ist selbst dafür verantwortlich etwas zu tun und du gibst ihm am ehesten die Chance dazu, wenn du den Kontakt erstmal rigoros abbrichst...und auch für dich wäre es das Beste, denn du verletzt dich nicht immer wieder aufs neue und redest dir dann auch noch ein, dass du das für ihn tun musst...so kann man sich sehr schnell verlieren...[DOUBLEPOST=1364895617,1364895406][/DOUBLEPOST]
Ja, ich denke ich werde einfach mal einen Termin bei einem Psychologen vereinbaren und mit ihm dorthin gehen. Er möchte am liebsten alles alleine machen.

Ich bin mir nur so unsicher, ob es wirklich nur an dieser Gefühlstaubheit liegt, die seine Gefühle für mich verdrängt, oder ob er auch so mich nicht mehr lieben würde. Das passt einerseits überhaupt nicht mit dem zusammen, was er mir die Wochen und Monate vorher entgegen gebracht hat, aber andererseits hat er auch gesagt, dass seine Gefühle auch ohne diese Leere ein wenig heruntergefahren wurden. Aber gestern meinte er, dass das im Verhältnis 60% Gefühlstaubheit und 40% Schwund der Liebe steht. Er meinte aber, dass ohne die Gefühlstaubheit auf jeden Fall Chance auf Besserung ist, ihm das aber einen Strich durch die Rechnung macht.
Nein...
1. Kannst du diesen Termin nicht für ihn vereinbaren (sollte ja über Krankenkasse gehen)
2. Wird dieser Termin nicht innerhalb der nächsten Monate möglich sein
3. Ist dann die Initiative WIEDER nicht von ihm ausgegangen und er wird hinterher eher sagen "och..ich wollt ja eigentlich gar nicht..ich geh nicht mehr hin", als dass er es als chance ansieht.
4. Wenn er schon von Prozenten spricht, dann bin ich mir wieder einmal NOCH sicherer, dass er dich nicht liebt...sorry...aber würdest du von Prozenten reden? Kämst du überhaupt auf die Idee?
 
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