Ü30 - Was hat sich im Sexleben verändert

Benutzer99856 

Sorgt für Gesprächsstoff
hallo zusammen,

meine frage richtet sich an die ü30-personen, allerdings darf und kann natürlich jeder seine erfahrungen berichten.

mich würde interessierten wie sich eurer sexleben "entwickelt" hat.
einige unter uns blicken ja auf eine sexleben von über 10-20 jahre zurück und sicherlich hat sich da so einiges getan.

zu meiner teeny-zeit war z.b noch keiner rasiert. als dann die ersten rasierten mädels in einschlägigen zeitschriften abgebildet wurden war das schon fast "pervers".:zwinker:

oder, das thema aids kam damals erst auf.
oder, an einen dreier war damals nie zu denken, was heute schon anders ausschaut.

bin mal gespannt auf eure erfahrungen.
 

Benutzer71335  (53)

Planet-Liebe ist Startseite
ich weiß ja nicht wo du aufgewachsen bist, in der großstadt oder auf dem lande, aber einige deiner beispiele kann ich nicht bestätigen über die 80er, überhaupt nicht, die moderne prüderie hat ja eigentlich erst zu beginn der 90er angefangen, davor hatte man ja schon noch die ausläufer der endsechziger ausgelebt oder ausleben dürfen.:zwinker:

zu meiner teeny-zeit war z.b noch keiner rasiert. als dann die ersten rasierten mädels in einschlägigen zeitschriften abgebildet wurden war das schon fast "pervers".:zwinker:

also ich war eine von den perversen damals und ja es war provokant.:grin:
männer hätten sich natürlich nie rasiert, dass war so stockschwul, wie nichts anderes.:grin: und schwulsein war noch nicht "modern" oder zumidest gesellschaftlich akzeptiert.

oder, das thema aids kam damals erst auf.
das war natürlich ein einschneidendes ereignis, spätestens als freddy mercury starb, wachte die menschheit geschockt auf und stellte sich zögerlich und verwirrt den neuen bedingungen.
also ich erinnere mich noch sehr gut das mein biolehrer im aufklärungsunterricht vorher immer betonte, dass kondome ein unding seien und das man sich auf sowas altertümliches niemals verlassen sollte.:eek: ein halbes jahr später erzählte er das gegenteil.:grin:
klar haben wir damals alle ohne gummi munter durcheinander gepoppt, es gab auch keinerlei bedenken dagegen, doppelverhütet (auch bei AB-einnahme oder vergessern wurde auch nicht) und das obwohl abtreibungen nicht so an der tagesordnung waren wie heute, bzw in den meisten bundesländern verboten .


oder, an einen dreier war damals nie zu denken, was heute schon anders ausschaut.
bitte????? auf welchen partys warst du denn.:eek:

also ich hatte regelmäßig und sehr viele dreier in meiner jugend, ging damals super und unkoventionell, dazu brauchte niemand internet oder beschnuppern und endlos daten und quatschen.
es war üblich das auf partys neben essen udn trinken, auch immer ein raum für den gemeinschftlichen rückzug gab, entweder man poppte zu zweit neben anderen pärchen oder eben zu mehreren.
und das sind beileibe nicht nur meine erfahrungen, auf unserem abitreffen haben wir uns grade erst amüsiert wie anders doch heute jugendliche partys feiern udn das die gar nicht auf die idee kömen vor ihren freunden auch nur ein kleidungsstück zu lüften.


was auch damals sehr natürlich war, war outdoorsex und in der "öffentlichkeit" es war damals jedem klar das man es ja irgendwo machen musste und das das elternhaus nicht unbedingt immer der idealerahmen war, outdoor war also eher die regel als die ausnahem udn wenn einem jemadn gesehen ode rerwishct hat, waren die alle sehr entspannt und nicht angepisst und es hat natürlich auch keiner eine kamera gezückt.:zwinker: in autokinos wurde in allen autos gleichzeitig gepoppt, daswar völlig normal, kein mensch wäre da zu einem anderen zweck hingefahren, etwa zum filme schauen.:eek:

sexuell war es auf jeden fall befreiter und individueller, war nicht so ein gesellschaftsmatsch, wo man alles vorgelebt uns ausdiskutiert bekommen hat und man alles wissen und schon gesehen haben musste, man hat nicht alles hinterfragt und beschränkt, sondern einfach mal ausprobiert, es war lockerer und natürlicher und man konnte unbeeinflusst von medien und der heutigen allgegenwärtigen gezeigten sexualität (nicht gelebte sexualität) seinen eigenen zugang zum sex entdecken.

sex war auf keinen fall so an beziehung und partnerschaft gebunden in den 80ern, eltern warnten einen sogar davor, vor 25 zu glauben das das mehr als liebelei und kinderei wäre und man ja nicht davor mit kindern oder eheabsichten ankommen solle.:zwinker::grin:
das wurde hochunanständig, bzw. naiv eingestuft, da man ja dank der pille weitestgehend befreit war und unsere eltern dafür gekämpft hatten von dem alten moralvorstellungen wegzukommen.
verkehrte welt.

aber ich lebe auch heute noch offner als die meisten meiner mitmenschen.:zwinker:
 

Benutzer13901  (45)

Grillkünstler
Naja ich bin nicht so unwesentlich jünger als du aber von den objektiven Merkmalen die du schon angeführt hast das die Welt "offener" und "sexorientierter" geworden ist kann ich für mich persönlich nur sagen das ich ruhiger geworden bin und meine Partnerinnen jünger
 

Benutzer79116 

Meistens hier zu finden
Naja, man ist gelassener geworden. Am Anfang war man aufgeregt, weil alles neu war, später war man aufgeregt, weil man "gut" sein wollte. Mittlerweile weiß man halt, daß nicht jeder Sex gleich ist, auch nicht gleich gut, aber nicht so guter Sex ist halt auch kein Weltuntergang.

Bei mir selbst hat sich z.B. mit der Zeit der Sex von der Liebe entkoppelt. Mit Mitte zwanzig war ich noch so ein Romantiker, daß ich mir Sex ohne Liebe nicht vorstellen konnte. Mir ist es auch jetzt nicht gleichgültig, mit wem ich Sex habe, aber ich muß sie eben nicht meht lieben.

Und wie offen man den Umgang mit Sexualität erlebt hängt ja nicht nur von der Zeit ab, in der man aufwächst, sondern auch von der Umgebung. Dreier hab ich z.B. nie erlebt oder mitbekommen. Obwohl ich auch glaube, daß vielleicht gerade für Leute meines Alters AIDS eine große Rolle gespielt hat. Immerhin kam das Thema genau zu der Zeit auf, als bei einem selbst gerage alles losging. Ich weiß nicht, vielleicht wurde es damals wichtiger, es das erste Mal mit einem festen Partner zu machen, und nicht mit "irgendwem", weil man halt neugierig war. Vielleicht ist Dein etwas höheres Alter, Lollypoppy, da wirklich ziemlich entscheidend.

Ich glaube aber irgendwie nicht, daß sich heute auf 'ner Party niemand mehr ein ruhiges Zimmer, und wenn's das Schlafzimmer der Eltern ist, sucht, um zu poppen.
 
1 Monat(e) später

Benutzer35148 

Beiträge füllen Bücher
Knapp Ü30, aber es ist doch gestattet?
Natürlich:

meine frage richtet sich an die ü30-personen, allerdings darf und kann natürlich jeder seine erfahrungen berichten.

Gesamtgesellschaftlich betrachtet finde ich die heutige Prüderie geradezu erschreckend. Bei uns daheim (obwohl meine Eltern beileibe keine Späthippie-Kommunarden waren) bzw im näheren Umfeld generell ging es in Sachen Körperverständnis, Nacktheit, Scham usw viel entspannter zu als im gegenwärtigen, beinahe schon US-Amerikanisch-hysterisierten Klima.
... was aber im krassen Gegensatz zur gleichzeitigen Übersexualisierung steht, die sich an vielen Orten abspielt, und vor allem in den Medien.

Das alles steht in keinem gesunden Verhältnis zueinander.
Man versucht, Kinder vor dem zu schützen, was sie sowieso später einmal ganz natürlich tun würden... als ob es einem peinlich wäre,
und das nimmt so langsam extreme und zum Teil total unglaubwürdige Züge an.

Anssonten, für mich hat sich mit Ü30 leider nicht viel geändert.
Das Positivste: das Forum hier kannte ich vorher nicht, und es hat mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet.
 

Benutzer66035 

Verbringt hier viel Zeit
Also ich kann dir mit der Intimrasur nur zustimmen,hab da vor Wochen auch erst mit meinem Freund drüber gesprochen - für ihn war es normal,für mich war es wie du schon geschrieben hast "fast pervers" <- der gedanke war mitte der 90^^
Frauen in Strapsen trugen nach meiner meinung nur Frauen in Pornos (wobei ich sowas damals kaum gesehen hab^^) und Prostituierte ....
Heute habe ich meinen 3. Sexpartner und ich kann nur sagen,es ist mit der zeit immer besser und offener geworden,weil man auch gelernt hat zu reden
 
2 Monat(e) später

Benutzer46933  (40)

live und direkt
ich glaube, in der kurzen zeit dürfte sich nicht so viel verändert haben. aber womöglich wird der sex weniger. er hat auch einfach weniger lust als früher, das merke ich schon.
 

Benutzer48403  (51)

SenfdazuGeber
Ich kann da zu gesellschaftlichen Veränderungen nicht viel sagen - ich war hoffnungsloser Spätzünder und hatte den ersten Sex 1996.
Die Erfahrung, dass auch Frauen Lust auf Sex haben, habe ich bisher nie gemacht - mangels sexuell aufgeschlossener Frauen.
Ich denke mal, dass ich auch in Zukunft nicht über die sexuellen Erfahrungen eines 15jährigen hinauskommen werde. Zumindest, wenn man sich die gesellschaftliche Veränderung ansieht. Heute haben die Jugendlichen schon bereits früh ihre Erfahrungen, denn gemäss meiner Erinnerungen war das in den 80gern noch anders.

Dieses Forum zeigt mir aber alle Facetten der Beziehungs/Sexualwelt, was mich aber auch irgendwie frustriert, da ich in Sachen Erfahrung einfach nicht weiterkomme.
Denn eines hat sich aber in meiner inzwischen 10jährigen Ehe geändert: Der Sex wird immer weniger, und ich sitze manchmal monatelang auf dem Trocknen. Früher gabs wenigstens noch alle 1-2 Wochen Sex.
:frown:

Sorry, war jetzt wieder einiges an Gejammer, aber das musste ich einfach mal wieder loswerden.
 
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