Ängste meiner Partnerin

Benutzer7314  (41)

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Liebes Forum,

Ich brauch mal wieder Rat 😳 - es ist jetzt kein Weltuntergang oder so, aber im Moment brauche ich, sagen wir, ein paar Ideen/Inspiration:

Kurz zur Situation:
- wir (ich 40, sie 36) sind seit bald 3 Jahren ♄SEHR♄ glĂŒcklich zusammen
- fĂŒhren eine Fernbeziehung (nicht weit) und sehen uns eh öfter als jedes WE :smile:
- bislang erlebten wir den Effekt der Pandemie auf unsere Partnerschaft neutral bis positiv ♄
so weit so gut :smile:

So: Kinderwunsch bei uns Thema, grosses Thema.
Zum Hintergrund: Eier hat sie bereits einfrieren lassen, sie hat ein gutes Dutzend gesunde, aber bei einigen Freundinnen ist der Zug abgefahren, also war auch da im Vorfeld immer Drama, Thema immer HEIKEL, egal was. Ist ok fĂŒr mich so, und total natĂŒrlich, und auch fĂŒr mich als Mann hoch sensibel.

am 23.3. wars dann soweit - alle Tests sagen: schwanger! Yipiiiee!

letzte Woche geht sie zum ersten Ultraschall. Ich versuche halt, wissenmĂ€ssig zum Thema Schwangerschaft alles in mich reinzusaugen, was geht, sehe mich aber trotzdem nach wie vor als Laie. und Als Laie fand ich es ziemlich frĂŒh fĂŒr ein Ultraschall. Was soll man denn da schon sehen? Im schlauen Buch steht: ab 6. Woche. Aber egal.

Ich war bei dem Termin nicht dabei, aber die Ärztin sollte nicht viel geredet haben ausser "bisschen klein". Seitdem brennt die Bude.

Was ich ja auch VERSTÄNDLICH, natĂŒrlich, nachvollziehbar etc. finde. Und klarerweise mach ich mir auch Sorgen, ob das alles wird. Morgen Freitag haben wir -oder besser sie, sie will nicht dass ich mitkomme- den nĂ€chsten Termin.

Wir rauchen beide nicht, essen seit Jahren nur Fisch und GemĂŒse, und halten uns FIX an 1h Bewegung an der frischen Luft jeden Tag. Das mit der Schwangerschaft hat nicht sofort, aber bald mal (wie ich finde) eigentlich geklappt (Spirale raus nach Jahren der VerhĂŒtung und Eierentnahme - die Zeit muss man doch aus den 18 Monaten "basteln" rausrechnen, dann hat es eigentlich eh beim 3. oder 4. normalen Zyklus geklappt). Also ich finde, fĂŒr den Moment haben wir alles was wir machen konnten, richtig gemacht. Ab nun entscheiden wir als Eltern nur mehr mittelbar, wie es "da unten" weitergeht, sprich viel können wir im Moment nicht tun. (oder?)

Sie ist aber am Rande ihrer Nervenkraft. Ich als Partner sehe im Moment nicht, was ich tun kann:cry:. Sie ist verheult, voller Zweifel, verzagt. Komm ich von der ratio-seite, heult sie, komme ich von der emotionalen Seite, heult sie.

Dabei hat die Ärztin gesagt "Bisschen klein, das Ganze". Mehr nicht. In der 4. Woche.
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Nachsatz: Als mir meine Freundin vom Arztbesuch erzĂ€hlte, war meine erste Reaktion: Was das fĂŒr ne Ärztin???? und meine Freundin meinte drauf, die Ärztin hĂ€tte gleich hinterhergeschossen "oh, hĂ€tte ich das jetzt vielleicht nicht sagen sollen?" Wir ich das hörte, dachte ich mir echt "Was fĂŒr ne doofe Nuss, diese Ärztin." Da braucht es doch bisschen den richtigen Moment und die richtigen Worte, WENN sie ĂŒberhaupt schon angebracht sind....Hallo?
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Heute schreibt sie mir: Du, wir mĂŒssen besprechen, was wir machen, wenn das nichts wird /eine negative Diagnose/ein Abort wird.

Ähm....was soll ich denn da machen dann? Mehr als in den Arm nehmen, fĂŒr sie 24/7 da sein und mit ihr zum Arzt gehen kann ich nicht, oder?Das stresst mich irre :ups::ups::ups::argh::argh::argh:
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Ich hab nun 2 Ängste:

1. Psychosomatisch: ich habe echt Angst, dass meine Freundin so viel Angst-Stress entwickelt, dass sich das tatsĂ€chlich negativ auf die Schwangerschaft auswirken kann, obohl biologisch eigentlich alles gut ist. Ich fĂŒrchte mich davor, ihr diesen Angststress nicht und nicht nehmen zu können auf Dauer.

2. Wie wird das die nĂ€chsten 40 Wochen? Jedes Mal, wenn ein Wölkchen am Himmel ist, brennt die Bude? In 1000 BĂŒchern und 5000 Webseiten, stehen 10000 "Tipps"? Wie mache ich ihr klar, dass sie sich nicht da Hirn zermartern soll?

Ich weiss, die ersten 12 Wochen sind kritisch-klar. Aber ist das eine gewöhnlich, dass man am Anfang nur radikale Dauer-Ängste durchlebt? Wie lange geht das denn?

Um ehrlich zu sein, das einzige was mir einfÀllt ist : Zuversicht und Ablenkung. Aber das kostet sauviel Kraft.

War das bei euch auch so?
Ich bin sehr dankbar fĂŒr jede Idee, Strategie, Verhaltensmuster, um da ein bist den Dampf rauszukriegen.

lg
Columbus
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer65998 

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ich habe echt Angst, dass meine Freundin so viel Angst-Stress entwickelt, dass sich das tatsÀchlich negativ auf die Schwangerschaft auswirken kann
Brauchst du nicht zu haben. Man meint zwar immer, dass psychische Komponenten doch so einflussreich sein mĂŒssten, sind sie aber nicht. Man kann sich auch keine Schwangerschaft herbei- oder wegwĂŒnschen, egal wie sehnlich. Dann mĂŒsste es ja schließlich keine Kinderwunschbehandlungen oder Abtreibungen geben.

Je nachdem, wie man gestrickt ist, können gerade die ersten Wochen natĂŒrlich sehr belastend sein. Gerade wenn eben nicht sofort alles gut aussieht, ist das doch verstĂ€ndlich. Und wie du sagst: Man kann als Paar genau gar nichts tun, weder im positiven noch negativen Sinne, oft spĂŒrt man ja auch noch ĂŒberhaupt nichts, das kann zusĂ€tzlich frustrieren. Zudem setzt jetzt auch ein ganz schöner Hormoncocktail ein, der ebenfalls die Emotionen noch einmal hochkochen lassen kann. Mehr als fĂŒr sie da sein, sie in den Arm nehmen, wenn sie es möchte, sie in Ruhe lassen, wenn sie es möchte, kannst du gerade nicht tun. Das ist auch deshalb hart, weil du ja wahrscheinlich auch selbst gerne ein bisschen partnerschaftlichen RĂŒckhalt und Austausch hĂ€ttest. Aber das ist gerade eine Ausnahmesituation, je nach Ausgang des Ultraschalls morgen, wird sich das auch rasch Ă€ndern können.

Ich wĂŒrde ja auch noch etwas Beruhigendes dazu schreiben, was man in eurer Schwangerschaftswoche sehen können mĂŒsste und was nicht, aber ich verstehe leider null die zeitlichen AblĂ€ufe bei euch:

am 23.3. wars dann soweit - alle Tests sagenschwanger!
Nee, bestimmt nicht, oder war das letztes Jahr?
Ebenfalls: Bestimmt nicht. In der vierten Woche kannst Du streng genommen oft noch nicht einmal positiv testen. Da wĂŒrdest du im Ultraschall genau gar nichts sehen.

Also, in welcher Schwangerschaftswoche war sie denn nun wirklich beim Ultraschall bzw. seid ihr jetzt gerade?

Off-Topic:
Vielleicht noch zum Thema Eizellen einfrieren: Warum hat sie das denn machen lassen? Und warum nur 12? Nur um das mal in ein realistisches VerhĂ€ltnis zu setzen: Mir mussten zwei- bis dreimal so viele entnommen werden, bis es zu einer Schwangerschaft kam und ich habe drei Entnahmezyklen gehabt. Bei 12 kann man Pech haben oder auch GlĂŒck, jedenfalls ist das nichts, worauf ich mich ausruhen wĂŒrde als sicheres Backup. Anders gesagt: Das Geld und den Aufwand hĂ€tte ich mir irgendwie gespart, zumal es bei euch ja auch auf natĂŒrlichem Wege zu klappen scheint.
 

Benutzer174233  (33)

Öfter im Forum
ich schÀtze du meintest 23.02.
Aber das passt von der Wochenangabe auch nicht ganz.

Also ich war damals auch ca. in der 5. Woche beim Ultraschall. Mit einem guten GerĂ€t lĂ€sst sich da eine Schwangerschaft auch schon erkennen (habe ein Beweisfoto :smile: ) ist aber allerdings nicht grĂ¶ĂŸer als ne Erbse. Also ist die Aussage der Ärztin nichts negatives oder unnormales.
Allerdings ist der Herzschlag des Embryos erst ca. ab der 6. Woche erkennbar und das ist nochmal ein entscheindender Moment.

Nun aber zur anderen Problematik. der Kinderwunsch deiner Partnerin scheint ja sehr groß zu sein, da sind ihre Ängste auch irgendwie klar und logisch. Aber es kommt wie es kommen soll, da hat man leider keinen großen Einfluss darauf. Sich verrĂŒckt zu machen bringt aber auch reichlich wenig.

Ich denke was ihr vielleicht zu schaffen macht, dass sie mit ihrem Alter automatisch als Risikoschwangerschaft eingestuft wird und man ĂŒberall hört und liest, dass das Risikio eines Aborts ab gewissem Alter viel höher sei. Dabei bekommen sehr viele Frauen mit ende 30 Kinder. Also da einfach mal versuchen die Gedanken von weg zu bekommen.

Vielmehr als sie unterstĂŒtzen und ihre Ängste ernst zu nehmen kannst du wohl sonst nicht tun.
Bzw. kannst du sie sehr wohl zu den Arztbesuchen begleiten und vielleicht kann die Ärztin auch die Ängste etwas lindern.
Ich schĂ€tze wenn die 12. Woche mal ĂŒberstanden ist legt sich das wieder etwas.
Außerdem sind Embryos robuster als man vielleicht glaubt. Ich war in Woche 3 noch auf dem Volksfest und bin Achterbahn gefahren, weil ich da noch nicht wusste, dass ich schwanger bin und hab ein kerngesundes Kind geboren.
Also Kopf hoch und alles gute fĂŒr euch.
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
ich schÀtze du meintest 23.02.
Aber das passt von der Wochenangabe auch nicht ganz.
Ich vermute mal, dass der TE "logisch" rechnet und nicht nach den Ärzten. Wenn der Test am 23.02. positiv war, war sie da vom Eisprung aus gesehen ungefĂ€hr in der 2. Schwangerschaftswoche - der Arzttermin war jetzt, da ist sie dann 4 Wochen schwanger.

Allerdings rechnet man bei SSW ja so, dass man seit dem 1. Zyklustag zĂ€hlt. WĂŒrde heißen, wenn der Test am 23.02. positiv war, war die letzte Menstruation Ende Januar, Anfang Februar, je nach ZykluslĂ€nge. Dann wĂ€re die Freundin des Threaderstellers jetzt so Anfang der 6. Woche.

Es ist eben immer verwirrend, dass die ersten beiden Schwangerschaftswochen die sind, in denen man nun beim besten Willen noch nicht schwanger sein KANN, weil man da eben noch seine letzte Periode hat.
 

Benutzer7314  (41)

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Ooooo also Danke schon mal fĂŒr die kĂŒhlenden Worte, das spendet gerade Kraft :smile:

Jaja also gleich mal sorry fĂŒr die Verwirrung (bin eben selbst bisschen neben der Spur :cautious:) Also der Test war das erste Mal pos am 23.02., und am 05.03. war der Arzttermin mit Ultraschall, wenn ich jetzt nicht wieder völlig verteilt bin, dann war das Tag 40 / 5 1/2 Woche also.

Auf dem Ultraschall sieht man einen schwarzen Knödel :love: und so eine Bohnenform drum rum, 5mm gross. Eisprung war generell immer spÀt bei ihr.

Off-Topic:

von 18 entnommenen sind 12 fruchtbar, so war die Diagnose. Sie wollte das, ich misch mich da nicht ein. Dass das auch wieder ein Projekt ist, lernte ich aber auch erst als es losging.
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Ooooo also Danke schon mal fĂŒr die kĂŒhlenden Worte, das spendet gerade Kraft :smile:

Jaja also gleich mal sorry fĂŒr die Verwirrung (bin eben selbst bisschen neben der Spur :cautious:) Also der Test war das erste Mal pos am 23.02., und am 05.03. war der Arzttermin mit Ultraschall, wenn ich jetzt nicht wieder völlig verteilt bin, dann war das Tag 40 / 5 1/2 Woche also.

Auf dem Ultraschall sieht man einen schwarzen Knödel :love: und so eine Bohnenform drum rum, 5mm gross. Eisprung war generell immer spÀt bei ihr.

Off-Topic:

von 18 entnommenen sind 12 fruchtbar, so war die Diagnose. Sie wollte das, ich misch mich da nicht ein. Dass das auch wieder ein Projekt ist, lernte ich aber auch erst als es losging.
Das klingt in meinen Augen völlig normal. Bei meinen Kindern konnte man beim ersten bei 7+2 was sehen, beim zweiten hatte ich den Mutterpass sogar erst in der 10. Woche.

Ganz ehrlich, was das Thema Ängste angeht, willkommen bei uns Eltern. :zwinker: Die Angst startet beim ersten Schwangerschaftstest und endet vermutlich erst, wenn man selbst tot ist. 🙈 Tut mir leid, es so drastisch zu sagen, aber man lernt, damit zu leben. Die ersten 12 Wochen hat man Angst vor Fehlgeburten, dann hat man Angst, dass es dem Kind gut geht, dann hat man Angst vor der Geburt - und nach der Geburt kommt die Verantwortung fĂŒr einen neuen Menschen und die Angst ums Kind - mal mehr, mal weniger, aber eine gewisse Grundsorge gehört dazu. :tongue: Man muss immer schauen, dass das Ganze keine krankhaften ZĂŒge annimmt, aber in den ersten Wochen ist das GefĂŒhl, schwanger zu sein, noch ziemlich surreal und die Angst, sich alles nur einzubilden und es völlig fernliegend zu finden, wirklich ein Baby in sich zu tragen, ist bei vielen vorhanden.

Letztendlich sind Schwangerschaft, Geburt und die Sorge fĂŒr ein Kind auch einfach große Meilensteine des Kontrollverlusts, da man auf viele Faktoren keinen Einfluss hat. Die Erkenntnis haut bei vielen Leuten ziemlich rein, gerade auch bei denen, die sonst eher verkopft und rational unterwegs sind und sich vieles gut ĂŒberlegen. Ihr klingt ja recht reflektiert und deine Freundin scheint Dinge gerne "im Griff" zu haben - und dann kommt so eine Schwangerschaft und man stellt fest, dass man auf die Frage, ob sich die Zellen richtig teilen, das Kind einen Puls haben wird, lebensfĂ€hig sein wird usw. ĂŒberhaupt gar keinen Einfluss hat. Das kann schon erschreckend sein und Angst machen.

Edit: Das klingt jetzt alles so dĂŒster und pessimistisch. :zwinker: So meine ich das gar nicht. Ich meine nur, dass eine gewisse Unruhe darĂŒber, was nun mit einem passiert, normal ist und das auch extremere AuswĂŒchse haben kann. Ich habe auch bei meiner zweiten Tochter fast tĂ€glich Schwangerschaftstests gemacht, weil ich es nicht glauben konnte. Es hat zwar keine Auswirkungen, aber es hat mir das GefĂŒhl gegeben, die Dinge im Blick zu behalten. Es ist eben einfach immer wieder ein ziemlich unglaubliches Kapitel im Leben, auch wenn man sonst ein entspannter und vernĂŒnftiger Mensch ist. :smile:
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe BerĂŒhmtheit
Sie muss sich klar machen, dass sie nicht alles kontrollieren kann – schon mal eine gute Übung fĂŒrs Elternsein spĂ€ter. 🙂 Ob die Schwangerschaft intakt ist oder nicht, kann sie nicht beeinflussen. Am besten ist es, wenn sie sich ablenkt. Nimm ihre Sorgen ernst, aber mach ihr bewusst, dass es ĂŒberhaupt keinen Grund gibt, 12 Wochen zu heulen.

Off-Topic:
Davon abgesehen gibt es noch andere Probleme/Komplikationen, die jederzeit in der Schwangerschaft auftreten und diese auch vorzeitig beenden können. Es nĂŒtzt aber nichts, immer nur an negative VerlĂ€ufe zu denken.


Ob du zu den Terminen mitkommen darfst, hÀngt wohl sicherlich von den dort geltenden Corona-Regelungen ab.
 

Benutzer182891  (32)

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C columbus Herzlichen GlĂŒckwunsch zur Schwangerschaft, wie toll! Ich kann mich meinen Vorschreiberinnen nur anschließen. Absoluter Kontrollverlust. Ich drĂŒcke die Daumen, dass alles gut verlĂ€uft. Leider kann man das ĂŒberhaupt nicht beeinflussen.
Außer, wenn Blutungen eintreten, schnell zu*r*m Arzt/Ärztin!
 

Benutzer65998 

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Wie war denn der Termin am Freitag? Hat er deiner Freundin etwas von ihren Ängsten nehmen können? :smile:
 

Benutzer171033 

Öfter im Forum
Ich kann die Ängste deiner Partnerin nicht teilen, aber nachvollziehen.
Mein Hintergrund und meine Ausgangssituation sind anders, daher wohl auch mein grundsÀtzlich anderes Empfinden.
Aktuell bin ich in der 18. SSW. Zwei Zyklen vor dieser erfolgreichen Schwangerschaft hatte ich eine Fehleinnistung bzw. FrĂŒhabort in der 5. Woche. Das war okay fĂŒr mich. FĂŒr mich war die vordergrĂŒndige Information davon, dass wir, obwohl ich nicht mehr die AllerjĂŒngste bin, und mein Mann 11 Jahre Ă€lter, offenbar fruchtbar genug waren, im ersten Bastelzyklus eine Befruchtung hinzubekommen. Der Rest war Natur. Ich war sogar ein bisschen erleichtert, weil es mir ab der Einnistung richtig schlecht ging, und ein bisschen dankbar, dass die Natur mir abgenommen hat, womöglich bei der frĂŒhen Feindiagnostik eine Entscheidung treffen zu mĂŒssen, die immer unglĂŒcklich gewesen wĂ€re.
Wir haben wegen der kritischen 12 Wochen niemandem Außenstehenden zuvor was sagen wollen. Die Art der Konfrontation, sich im Falle eines erneuten Aborts erklĂ€ren zu mĂŒssen, das wollten wir uns sparen.
Ansonsten ist das vermutlich schlicht sehr individuell, wie widerstandsfĂ€hig gegenĂŒber Risiken und BefĂŒrchtungen man gestrickt ist.
Wie reagiert sie denn sonst bei wenig beeinflussbaren Dingen?
Du kannst sie vermutlich am besten unterstĂŒtzen, indem du dich ebenfalls gut informierst, und pragmatisch-sachlich reagierst, ohne ihre Ängste klein zu reden. Und dem gewachsen zu sein, so wirkst du zumindest hier auf mich.
Ich wĂŒnsche euch fĂŒr eure Schwangerschaftszeit ganz viel schöne Stunden, viel Entspannung und viele schöne Momente.
 

Benutzer7314  (41)

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Wie war denn der Termin am Freitag? Hat er deiner Freundin etwas von ihren Ängsten nehmen können? :smile:
Danke Rory, der Nachfrage :smile: : also gewachsen ist das BlÀschen gleich mal ums 3-Fache, auf 18mm - Yayyy!!

Das hat mal die Stimmung deutlich wieder nach oben blicken lassen, ich habe mich auch ein ganzes StĂŒck entspannen können.

Aber: von einem Embryo sehen konnte die Ärztin auch nun nichts, daher wurde mal ein Bluttest in Auftrag gegeben.
Das Ergbnis kam heute, ein HC-irgendwas Wert ist ein bisschen niedrig, da nimmt sie aber schon was dafĂŒr (ich glaub Hormone, aber genau weiss ich es nicht)

Naja. Seither sinkt die Stimmung allmÀhlich wieder eher.

Du kannst sie vermutlich am besten unterstĂŒtzen, indem du dich ebenfalls gut informierst, und pragmatisch-sachlich reagierst, ohne ihre Ängste klein zu reden. Und dem gewachsen zu sein, so wirkst du zumindest hier auf mich.
Ich wĂŒnsche euch fĂŒr eure Schwangerschaftszeit ganz viel schöne Stunden, viel Entspannung und viele schöne Momente.
Das versuche ich, aber ich komm mir vor, dass ich mich zuverlÀssig bei ihr immer daneben setze :-/ Sie fragt sich, wie ich das so sachlich und abgeklÀrt bleiben könne.

Ich hab nun aufgehört, auf alles gleich zu reagieren. Ich bin einfach nur da fĂŒr sie, und nehme sie fest in in den Arm, und steck halt alles ein was da kommt. Hilft ja nix. Und ich weiss, die ist voller Hormone, der Körper baut sich innen komplett um. Ich zieh halt einen seelischen Schutzhelm auf und lass niederprasseln.

Aber auf Dauer ist das schon bisschen anstrengend. Was ja auch ok ist, wenns eben dazu gehört. Aber ob das auch anders geht? Ach seufz :-(
 

Benutzer65998 

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Also erst mal: Ein einzelner HCG-Wert hat noch nicht besonders viel Aussagekraft. Viel wichtiger ist, dass er sich regulĂ€r steigert. Dazu wird deine Freundin hoffentlich zeitnah einen weiteren Bluttest machen. Das HCG muss der Körper schon selbst produzieren, aber sie nimmt evtl. Progesteron, um die Schwangerschaft zu unterstĂŒtzen.

Habe ich richtig verstanden, und die Untersuchung fand in der 8. Schwangerschaftswoche statt? Ich drĂŒcke euch jedenfalls fest die Daume, dass der Embryo doch noch auftaucht. Und wenn nicht, jede Menge Kraft, um die Situation zu verarbeiten. :frown: Das hört sich zum jetzigen Zeitpunkt hoffentlich nicht taktlos an, aber: Ihr könnt schwanger werden, die Befruchtung und Einnistung klappt! Das ist wirklich super. Und wenn es einmal geklappt hat, warum sollte es dann nicht auch ein weiteres Mal funktionieren?

Aber ob das auch anders geht?
Ja, es geht auch anders. Aber das ist nun mal von Frau zu Frau und von Paar zu Paar unterschiedlich und hĂ€ngt natĂŒrlich auch mit den Vorerfahrungen zusammen und damit, ob es tatsĂ€chlich einen Grund gibt, weshalb man sich durchaus sorgen kann. In eurer Situation, in der eben nicht alles rosig aussieht, wĂ€re ich vermutlich auch mit den Gedanken immerzu beim Embryo, das kann ich wirklich verstehen. Dennoch kann Sorge definitiv auch in GlĂŒck und Vorfreude umschlagen, da sei dir sicher. :smile:
 

Benutzer7314  (41)

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Vor allem, dass sie in meiner Pragmatik und Sachlichkeit KĂ€lte und GleichgĂŒltigkeit wittert. Ich zuck nun mal nicht aus wegen Dingen im Leben wo ich nur geringen oder keinen Einfluss habe. Soll ich rumheulen, jammern, schreien, damit sie sich verstanden fĂŒhlt? So bin ich doch gar nicht...

also bei mir ists so im Leben, dass mit zunehmenden Alter ich feststelle, dass es natĂŒrlich ist, dass in meinem Leben nicht alles immer geht, wie es mir am liebsten wĂ€re - so gar nicht nĂ€mlich. Ich erreichte bisher immer alles, wovon ich trĂ€umte, aber das bestand aus a) gute Vorbereitung b) genaues Takten des richtigen Moments c)nie an alle Regeln halten, sondern schlau ĂŒber manche Mauer und d) ein bisschen GlĂŒck. Klar ging da viel daneben und oft, aber am Ende ging dann doch. Ich frage mich, wie sie das bisher im Leben machte....
 

Benutzer172677 

Sehr bekannt hier
So bin ich doch gar nicht...
Musst Du natĂŒrlich auch nicht.
Äußerst Du ihr gegenĂŒber denn, was in Dir vorgeht? Dass es Dir nicht gleichgĂŒltig ist, Dich beschĂ€ftigt, whatever?
Ich frage mich, wie sie das bisher im Leben machte....
Was soll das denn miteinander zu tun haben?

Selbst wenn man sich ansonsten immer durchkÀmpfte, zielstrebig und tough ist, können einen solche emotionalen, gar nicht durch StÀrke o.À. zu beeinflussenden Erfahrungen ganz schön aus der Spur bringen.
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe BerĂŒhmtheit
Ich frage mich, wie sie das bisher im Leben machte....
Du darfst die Hormone nicht unterschĂ€tzen. 😉 Glaube mir, die können fĂŒr großes emotionales Chaos sorgen. Ich habe jetzt fast exakt 2 Wochen lang jeden Tag mindestens einmal geheult, so viel weine ich sonst in 10 Jahren nicht. 🙄😅

Und obwohl mein Mann und ich beide sehr pragmatisch sind, so kommen in den Schwangerschaften ganz andere GefĂŒhle und Reaktionen zum Vorschein. Als ich nach einigen Turbulenzen von der Kontrolle nach Hause kam und meinem Mann mit hochgerecktem Daumen ein „Es ist alles gut, dem Kleinen geht es gut!“ durch den Flur zurief, schloss er mich eilig mit TrĂ€nen in den Augen in die Arme – das hat selbst mich erstaunt.

Ich denke, es ist wichtig, ruhig zu bleiben – vor allem ganz am Anfang, wo man ohnehin nichts machen kann, egal wie es ausgeht. Dennoch ist es unglaublich wichtig, empathisch und verstĂ€ndnisvoll zu sein.

In meiner ersten Schwangerschaft fĂŒhlte ich mich lange total unschwanger. Manchmal wachte ich morgens auf und war ĂŒberzeugt davon, Blut im Slip zu finden. Ich hatte einfach keinerlei „richtige“ Symptome und es gab nichts, was ich tun konnte – außer auf meinen ersten Ultraschall in der 12. Woche zu warten. Ich weiß nicht mehr, wie viele billige Tests ich verbraten habe, aber es waren ein paar... 🙈

Mein Mann hat mich aber immer ernst genommen, wenn ich nervös oder unsicher war und von meinen Ängsten erzĂ€hlt habe, er war fĂŒr mich da. Beim ersten Ultraschall war er dann dabei und als wir das Baby im Bauch strampeln sahen, kamen uns beiden die TrĂ€nen vor GlĂŒck. Ab dem Zeitpunkt waren wir beide natĂŒrlich emotional viel stĂ€rker engagiert und ich konnte mich darauf verlassen, dass mein Mann mich unterstĂŒtzte, so gut es ging.

Ich gehe Dinge gern pragmatisch an, habe aber erfahren, dass meine Kinder davon ausgeschlossen sind. An ihnen hĂ€ngt mein Herz, ab dem Zeitpunkt, an dem ich das ihre schlagen sehe. Hysterisch werde ich zwar trotzdem nicht (oder bin es zumindest bisher nicht geworden), aber die GefĂŒhle fĂŒr meine Kinder sind die stĂ€rksten, die ich je erfahren habe.
 

Benutzer7314  (41)

Verbringt hier viel Zeit
also ein dickes fettes DANKE an alle, an Armorika, an Spiralnudel, eure Worte helfen wirklich viel.

Sies vollkommen fertig mit der Welt, ich kenn sie so gar nicht, und mit ihr bin ich auch niedergeschlagen.

Sie ist felsenfest ĂŒberzeugt, dass diesen Freitag beim nachsten Ultraschall als Ergebnis ein Windei stehen wird. Ich habe ehrlich gesagt noch Hoffnung.

Aber ich bin eigentlich vollig machtlos. Ist wie auf einer Luftmatratze in einem Wintersturm draussen am Atlantik.

Aber danke echt fur eure lieben Worte.
 

Benutzer182891  (32)

Klickt sich gerne rein
C columbus DrĂŒcke die Daumen! Denke Du bist nicht allein! :smile: Es ist halt emotional alles. Irgendwann ist der Sturm vorbei. Ist das nicht auch was, was eine Beziehung ausmacht bzw. zwischenmenschlichen Kontakt :zwinker:
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
C columbus Ich kann dir nur raten, deine Freundin ernst zu nehmen und ihre Sorgen und Ängste nicht abzutun. Ich finde es auch etwas lapidar, es auf die Hormone zu schieben.

Deine Freundin hat vor gut einem Monat positiv getestet. Es sind also schon 4 Wochen mit Hoffen und Bangen, ob alles in Ordnung ist. Dann kommt die Nachricht "bisschen klein" - und nun sieht man auch keinen Fötus mit Puls, obwohl man das eigentlich - wenn ich richtig rechne - schon können sollte. Das sind keine Hormone, das ist einfach die echte - begrĂŒndete - Angst, dass die Schwangerschaft nicht intakt sein könnte und dass das Baby, auf das man sich schon gefreut hat, entweder nicht existiert oder sehr frĂŒh vom Körper abgestoßen wurde. Und das ist eine ernstzunehmende Angst, finde ich.

Ich war letztes Jahr ja auch einmal nur kurz schwanger, und mit dem positiven Test war ein Entbindungstermin verbunden, ein kleiner Mensch, auf den man sich gefreut hat. Dass der dann nie da war, hat meinen Mann und mich sehr traurig gemacht, wir haben um die verpasste Möglichkeit dieses kleinen Menschen nicht nur einmal geweint. Und ich war froh, dass wir gemeinsam traurig waren, auch wenn es vermutlich immer nur eine gescheiterte Zellteilung war, war es fĂŒr uns ab dem positiven Test trotzdem ein "was wĂ€re gewesen, wenn". Die Blutung, die danach kam und alles aufrĂ€umte, war schmerzhaft und anstrengend und ich habe deutlich gespĂŒrt, dass da eben etwas grĂŒndlich schiefgelaufen ist - und das war emotional und körperlich nicht ohne.

Ich drĂŒcke euch alle zur VerfĂŒgung stehenden Daumen, dass am Freitag jemand da ist, der sich nur in der Ecke versteckt hat. :smile: Die gibt es nĂ€mlich auch. Und die Einnistung kann ja auch mal etwas lĂ€nger gedauert haben, es gibt sehr gute FrĂŒhtests - kann also alles noch sein. Manche Babys zeigen sich wirklich erst spĂ€t. Wenn die Schwangerschaft aber wirklich nicht intakt sein sollte, dann kann es durchaus sein, dass es sich fĂŒr sie nach einem "verlorenen Kind" anfĂŒhlt, auch wenn es so frĂŒh war. Und die Trauer musst du ihr zugestehen, weil eine Schwangerschaft auch in einem so frĂŒhen Stadium eine lebensverĂ€ndernde Geschichte ist und die Ängste fĂŒr ein ungeborenes Leben einmalig sind. Wenn alles gut geht, wĂ€chst in ihrem Körper ein kleiner Mensch - und wenn nicht, dann ist ein kleiner Mensch weg. Das kann einen schon emotional mitnehmen.

Off-Topic:
Eine Freundin von mir ist letztes Jahr schwanger trotz Spirale geworden. SĂ€mtliche Ärzte und Krankenschwestern waren ziemlich grob mit ihr, weil sie ja davon ausgingen, dass sie das Kind eh nicht wollen wĂŒrde - und entsprechend unempathisch waren die SprĂŒche. TatsĂ€chlich hat sie aber sehr darum getrauert, dass der Fötus am Ende abgegangen ist - und sich auch noch schuldig gefĂŒhlt, weil ihre Spirale in ihrer Wahrnehmung das Kind daran gehindert hat, sich normal zu entwickeln. Es war sehr traurig und sehr schmerzhaft, auch fĂŒr ihren Freund. Bevor man eine solche Erfahrung macht, klingt es vielleicht nicht so wild, aber die Menschen sind eben unterschiedlich. Und nicht jeder kann es rein naturwissenschaftlich und pragmatisch sehen, mancher trauert eben - auch wenn man weiß, wie eine Schwangerschaft funktioniert und dass da ziemlich viele Unsicherheiten dabei sind, die niemand beeinflussen kann.
 
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