«Pille für den Mann» im Test - Verhütung nicht länger Frauensache - Forschungsprojekt

Benutzer10  (46)

im Ruhestand
Die «Pille für den Mann» ist keine Utopie mehr. Entwickelt wird das hormonelle Verhütungsmittel in den Labors der Jenapharm GmbH, des Jenaer Tochterunternehmens der Schering AG, und des niederländischen Pharmabetriebes Organon. «Wir befinden uns auf dem langen Weg des Testverfahrens für dieses Medikament», sagte Dieter Taubert, bisher Jenapharm-Geschäftsführer und seit Monatsbeginn neuer Chef der Schering Deutschland Gruppe, der Nachrichtenagentur ddp. Pilotstudien mit dem Medikament seien sehr erfolgreich gelaufen. Inzwischen haben Schering und Organon eine große klinische Studie zur Männer-Pille gestartet, an der in Europa rund 350 Testpersonen teilnehmen werden.

Bei dem Hormonpräparat handelt es sich nach Auskunft von Günther Stock, Forschungsvorstand bei Schering, nicht um eine klassische Pille, sondern um ein Kombi-Präparat aus Hormon-Implantat und einer Dreimonats-Testosteron-Spritze. Das vom niederländischen Partner Organon entwickelte Hormon-Implantat gibt ein weibliches Hormon, Gestagen, ab. Dieses aktiviert über das männliche Gehirn Botenstoffe, die eine Verringerung der Spermienproduktion veranlassen. Ziel des Testprogramms sei es, die Zahl der Spermien pro Millimeter Samen von 20 Millionen auf weniger als eine Million zu senken.

Da jedoch das weibliche Hormon die Produktion des männlichen Hormons Testosteron senkt und damit Libido, Potenz und allgemeine Leistungsbereitschaft des Mannes negativ beeinflusst würden, ist eine Testosteron-Spritze zweiter Bestandteil des Präparates. Eine Testosteron-Gabe über Tabletten sei nicht möglich, da die Leber das Hormon so nicht passieren lasse. Es müsse daher direkt in den Muskel gespritzt werden.

Die Spritze wurde im Jenaer Schering-Betrieb entwickelt, der im Zuge seiner Forschungen zur Hormontherapie des Mannes 2003 auch ein Testosteron-Gel auf den Markt gebracht hat. Dieses muss jedoch täglich angewendet werden. Zwar etwas schmerzhafter, jedoch einfacher in der Handhabung, ist die Testosteron-Spritze mit Depot-Wirkung für drei Monate. Sie soll nach Angaben des Unternehmens bereits Ende 2004 unter dem Namen «Nebido» für die allgemeine Hormonbehandlung männlicher Patienten zur Verfügung stehen. Bis jedoch das hormonelle Verhütungsmittel für den Mann marktreif ist, werden nach Firmenangaben noch fünf bis sieben Jahre vergehen. (www.jenapharm.de)
 

Benutzer9364 

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DocDebil schrieb:
Ziel des Testprogramms sei es, die Zahl der Spermien pro Millimeter Samen von 20 Millionen auf weniger als eine Million zu senken.
Hört sich für mich irgendwie nicht ganz so zuverlässig an. Eher nach Lotto. Die Ziehung 1 aus 20. :bandit:
Außerdem ziehe ich das Kondom trotzdem erstmal vor. Allerdings habe ich ja auch noch keine feste Beziehung.
 

Benutzer6665  (50)

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Sorry, aber solange Männer nicht auch diejenigen sind, die schlussendlich schwanger werden, würde ICH die Verhütung keinem Mann überlassen. Sicher ist sicher....
 
T

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Gast
Ich glaube nicht, dass auf diese Weise die Familienplanung in Zukunft passieren wird. Es ist fraglich ob sich Männer dazu entsheiden gleich zwei Hormone zu nehmen (mit den entsprechenden Nebenwirkungen) und dann nur einen 80 oder 90%igen Schutz/Wirkung zu haben.
Wenn sich unter diesen Bedingungen nur wenige Männer für eine solchen Methode entscheiden, wird das Mittel schon aus wirtschaftlichen Gründen ganz schnell vom Markt verschwinden oder erst gar nicht eingeführt.
Ich halte mich da lieber an die guten alten Mittel.
 

Benutzer9415 

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Finde es gut, wenn sich ein Mann vor ungewollter Schwangerschaft schützen kann (ONS oder rachsüchtige EX)... Für mich würde das aber als alleinige Verhütung nicht reichen...

lg
cel
 
S

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Gast
Celina83 schrieb:
Finde es gut, wenn sich ein Mann vor ungewollter Schwangerschaft schützen kann (ONS oder rachsüchtige EX)... Für mich würde das aber als alleinige Verhütung nicht reichen...

sehe ich auch so.

ich würde aber nicht wollen, das mein freund mit zusätzlich zu mir mit hormonen verhütet. schließlich gibt es ja noch keine langzeitstudien, und das wäre mir dann doch zu unsicher...
 
C

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Gast
Hab mich drüber informiert.
Die Dinger sind nicht ausgereift und werden allem Anschein nach nicht zugelassen.
Die Chance das die gewünschte Wirkung nicht eintritt ist zu hoch.
Einige kennen vielleicht meinen ersten Post hier über meine Freundin, welche die Pille ned mag.
Ich wäre bereitgewesen die zu nehmen, aber sie ist im Moment in der Testphase und ich bin kein Tester :frown:
Aber die Artikel die ich gelesen habe, sagen eher das die Pille für den Mann nicht kommen wird und somit diese Art der Verhütung immernoch eine Domäne der Frauen bleiben wird. Leider...
 
S

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Gast
irgendwie saukomisch...da kann mann ja gleich (anabole) steroide wie deca-durabolin oder testosteron-enatat schlucken...was ja laut aussage der bodybuilder "auf die achse" schlaegt, also hodenatropie, deca-dick usw ^^

naja, dafuer kann man dann bestimmt toll trainieren und jeder stofft *g* einfach lol.
 

Benutzer1274 

Sehr bekannt hier
Ich finds zwar durchaus positiv, dass da was getan wird.. aber ich würde mich glaub ich nicht drauf verlassen wollen - da wie madison schon sagte - immer noch ich d.h. die Frau, diejenige bin/ist, die das Kind bekommen 'muss'. Daher kontrolliere ich das lieber selber.
 

Benutzer12344  (44)

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madison schrieb:
Sorry, aber solange Männer nicht auch diejenigen sind, die schlussendlich schwanger werden, würde ICH die Verhütung keinem Mann überlassen. Sicher ist sicher....

Das seh ich auch so. Ist zwar schön, dass sich mal jemand Gedanken macht, dass Verhütung nicht nur Frauensache ist, aber von meinem Schatz würd ich nicht erwarten, dass er sich mit Hormone vollpumpen läßt, dann bleib ich doch lieber bei der Pille.
 
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